In den ersten Monaten bilden Mutter und Baby eine Einheit. Doch schon im Verlauf des ersten Lebensjahres wird der Vater immer wichtiger. Da ist es gut, wenn Väter sich von Anfang an mit um das Kleine kümmern.
Gute Väter fallen nicht vom Himmel
Ein kleiner Trost für alle Väter, die sich anfangs in Sachen Babypflege ziemlich unsicher fühlen: Auch Mütter sind nicht allwissend und können nicht alles perfekt vom ersten Tag an! Das meiste lernen sie durch tägliches Üben, also „learning by doing“.
- Informieren Sie sich. Sehen Sie sich die Bücher zum Thema Schwangerschaft und Babypflege, die sich vermutlich auf dem Nachttisch Ihrer Partnerin stapeln, einmal an. Suchen Sie sich eines aus, das Ihnen zusagt, und beginnen Sie zu lesen. Auch wenn Sie anschließend noch kein Experte sind, haben Sie nun zumindest schon etwas Ahnung. Fragen Sie Ihre Partnerin, wie sie bestimmte Dinge mit dem Baby handhabt, und sehen Sie ihr zu, wie sie es macht.
- Fleißig üben macht Sie sicher. Auch wenn Sie anfangs Angst haben, etwas falsch zu machen: Neugeborene sind nicht so zerbrechlich, wie man annehmen möchte. Unterstützen Sie Ihre Partnerin so oft wie möglich bei der Babypflege: Windeln wechseln, Fläschchen geben, Baby baden oder das Kleine trösten – Übung macht den Meister. Sie werden mit der Zeit immer sicherer und geschickter. Übrigens: Auch Papas können mit dem Kleinen zum Kinderarzt gehen, obwohl das meist noch eine Domäne der Mütter ist.
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Junge Mütter haben bisweilen die Gabe, ihren Partner gerade dann zu kritisieren, wenn sich erste Erfolge im Umgang mit dem Baby einstellen. Falls Ihre Partnerin Sie kritisiert oder Ihnen quasi die Arbeit „aus der Hand nimmt“, sollten Sie ihr freundlich sagen, dass Sie es schon hinbekommen werden, solange sie Sie lässt. |
- Schenken Sie Ihrer Familie genügend Zeit. Jetzt, wo das Baby da ist, sind viele Väter plötzlich Alleinverdiener. Sie müssen mit ihrem Gehalt nicht nur für sich selbst und ihre Partnerin, sondern auch für das Kleine sorgen. Da ist es nicht verwunderlich, dass Väter sich beruflich oft besonders stark engagieren, um den Arbeitsplatz zu sichern und genügend zu verdienen. Sind Sie stark eingespannt, sollten Sie abends und am Wochenende bewusst Zeit für sich und Ihr Baby einplanen. Machen Sie ausgiebige Spaziergänge, spielen oder unterhalten Sie sich mit Ihrem Baby oder lesen Sie ihm etwas vor.










Vielen Dank, Frau Dr. Schmelz! Das sind sehr klare und sehr wesentliche Hilfen, um sich auch als Vater in kleinen Schritten einüben zu können und zunehmend Sicherheit im Umgang mit dem "kleinen Neuen" zu bekommen!