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Kind im Haushalt

So fördern Sie Ihr Kind spielerisch durch Mithilfe im Haushalt

Kinder fördern

Kinder finden die Arbeit im Haushalt alles andere als langweilig. Sie wollen am liebsten genau das tun, was auch Mami und Papi machen. Lassen Sie Ihr Kind also im Haushalt mithelfen und freuen Sie sich, was es dabei alles lernen und üben kann!  

Expertenrat von 

Mit unseren Vorschlägen können Sie Ihr Kind (ab einem Jahr) jeden Tag ganz nebenbei und gleichzeitig sehr vielfältig fördern. Sie brauchen es nur ganz bewusst in den Familienalltag im Haushalt einbeziehen, damit es alle nötigen Anregungen für eine gesunde Entwicklung bekommt.

Kinder durch Mithilfe im Haushalt fördern: Heute ist Putztag!

Manchem Kleinkind erscheint der laute Staubsauger als „gefährliches Ungetüm“. Doch schon bald wird die Neugier siegen, und Ihr Kind wird selbst saugen wollen. Schon Kinder ab eineinhalb Jahren probieren fasziniert aus, was die Staubsaugerdüse alles „schlucken“ kann. Damit der Effekt seiner Arbeit besser sichtbar wird, können Sie für Ihr Kind sogar ein wenig „Extra-Dreck“ verteilen, z.B. einige in kleine Schnipsel zerzupfte Papiertaschentücher oder die „Konfetti“ aus dem Locher.

Mein Tipp, wie Kinder im Haushalt helfen können: 
Wenn Sie einen Bodenstaubsauger haben, können Sie Ihren fleißigen Haushaltshelfer zur Belohnung ein wenig auf dem Staubsauger „reiten“ lassen und ihn durch die Wohnung ziehen. 

Noch etwas mehr Koordination und Übung benötigt Ihr Kind, wenn es mit einem Besen kehrt. Das können Kinder ab etwa zwei Jahren. Geben Sie Ihrem Kind statt eines großen Besens besser einen Handfeger und eine Kehrschaufel. Durch die Mithilfe bei der täglichen Arbeit im Haushalt wächst in Ihrem Kind das Vertrauen in seine eigene Leistungsfähigkeit, es entwickelt Verantwortungs- und Selbstbewusstsein und bekommt das Gefühl, etwas Sinnvolles geleistet zu haben. Ab eineinhalb Jahren kann Ihr Kind nach Ihrer Anleitung schon Staub wischen. Für den Umgang mit einem Staubtuch – oder noch viel interessanter, einem Staubwedel! – gilt das Gleiche wie für alle anderen Haushaltsgeräte: Ihr Kind muss die richtige Arbeitsweise damit erst lernen. Sie machen Ihrem Kind also zuerst mehrmals (an verschiedenen Tagen) vor, wie es gemacht wird, und geben ihm dann die Möglichkeit, es Ihnen nachzumachen. Ermutigen Sie Ihr Kind immer wieder, dranzubleiben und es noch einmal zu versuchen, wenn es frustriert aufgeben will, weil es nicht gleich auf Anhieb klappt. Zeigen Sie Ihrem Kind z. B., wie es das Staubtuch halten muss, wie es systematisch wischt (oben anfangen), wie es die Gegenstände in den Regalen hochheben kann, damit sie nicht hinunterfallen (Zerbrechliches und Wertvolles vorher entfernen!) und wie man nach getaner Arbeit das Staubtuch ausschüttelt. Kinder ab zwei Jahren können lernen, feucht zu wischen. Finden die Kleinen Putzen an sich schon toll, macht es mit Wasser natürlich doppelt so viel Spaß! Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es den Spüllappen mit beiden Händen auswringen kann (eine prima Übung für die Handmotorik und die Auge-Hand-Koordination!), um damit den Esstisch abzuwischen. Wenn Sie ihm zum Nachwischen einen trockenen Lappen geben, sind auch die ersten unvermeidlichen Wasserlachen schnell beseitigt. Ist Ihr Kind mit dem Tischabwischen nicht mehr zufrieden, kann es Ihnen auch beim Bodenwischen helfen. Das funktioniert am besten mit einem Wischmopp. Dieser lässt sich leichter auswringen als ein normaler Putzlappen. Stein oder Fliesenböden vertragen ein wenig mehr Wasser. Hier greifen die Kleinen gerne zum Schrubber und schrubben den Boden schon mal richtig sauber, bevor Sie mit dem Lappen kommen und das überschüssige Wasser aufnehmen.

Mein Tipp 
Die meisten Kinder arbeiten lieber mit der „Originalversion“ statt mit irgendwelchen Spielzeuggeräten. Kehren mit einem Minibesen macht ihnen z. B. weniger Spaß als mit Mamas großem Besen. Das gilt auch für andere Haushaltsgeräte oder Küchenutensilien. Deshalb ist es günstig, wenn Sie die wichtigsten Dinge doppelt haben: Staubtuch, Putzeimer, Lappen, Handfeger usw.

Kinder helfen beim Kochen: Von fleißigen kleinen Köchen

In der Küche kann Ihr Kind viel lernen, und es wird ihm besonderen Spaß machen, denn bei der Zubereitung der Mahlzeiten gibt es viel Interessantes zu helfen. Schon die Kleinsten ab einem Jahr können Wasser von einem Gefäß in ein anderes schütten, etwa Wasser von einem Topf in einen anderen oder mit einem Messbecher bzw. Plastikbecher in eine Schüssel. Mit kleineren Überschwemmungen müssen Sie natürlich rechnen. Ab eineinhalb Jahren können Sie Ihrem Kind feste Stoffe zum Schütten anbieten, z. B. ungekochte, möglichst große Nudeln (nur unter Aufsicht!) oder, wenn es nichts mehr in den Mund steckt, auch Reis, Linsen oder Zucker. Ihr Kind kann mit Hilfe eines Messbechers Töpfe oder Schüsseln füllen. Ab etwa drei  Jahren kann es lernen, etwas abzuwiegen oder abzumessen. Doch schon das Schütten und das Gießen allein sind ein hervorragendes Training für die Feinmotorik! Ihr Kind kann Ihnen prima bei der Zubereitung des Essens helfen. Ab zweieinhalb Jahren (sobald es sich selbst die Hände waschen kann) kann es Obst oder Gemüse in einer Schüssel waschen, Salat waschen und auch kleinzupfen. Ab zwei Jahren kann es bereits unempfindliche Gemüsesorten, etwa Kartoffeln oder Möhren, mit einer Gemüsebürste säubern. Auch beim Mehlsieben kann es Ihnen jetzt schon helfen. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Kind nicht zu viel Mehlstaub einatmet. Besonders viel Spaß macht den Kleinen das Teigkneten. Weil kleine Bäcker ab eineinhalb Jahren noch alles in den Mund stecken, sollte der Teig kein Ei enthalten (Gefahr einer Salmonelleninfektion). Probieren Sie einmal den folgenden eifreien Hefeteig, der sich gut kneten lässt, weil er wenig klebt, und der als herzhafte oder süße Variante zubereitet werden kann:

  • 250 Gramm (g) Weizenmehl
  • 1 Päckchen Trockenbackhefe
  • 1 Prise Salz (für Pizza 1/2 Teelöffel Salz)
  • 2 Teelöffel Zucker (für süßes Gebäck 50 g Zucker plus
  • 1 Päckchen Vanillezucker)
  • 125 Milliliter (1/8 Liter) warme Milch
  • 50 g zerlassene, abgekühlte Margarine oder Butter

Mehl, Hefe, Salz und Zucker miteinander vermischen. Milch und Fett zugeben, dann mit den Knethaken des Rührgerätes so lange kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Teig gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat, dann ausrollen und belegen oder zu Figuren formen.

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