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Geschwister mit Fernbedienung
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So sorgen Sie für ein gesundes Medienverhalten

Ferien & Fernseher

Das Fernsehen spielt bei den Jugendlichen keine große Rolle mehr. Anders sieht es jedoch bei Grundschulkindern aus. Da diese zumeist noch nicht über einen leistungsstarken Computer oder ein teures Smartphone verfügen, verbringen sie ihre Freizeit (noch) gerne vor dem Fernseher und sehen sich ihre Lieblingsfilme oder -serien an. Was Sie in den Ferien beachten sollten, damit der Fernseher nicht zur Hauptattraktion für Ihr Kind wird, erfahren Sie im folgenden Beitrag. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Sechs Wochen Sommerferien stellen viele Familien jedes Jahr aufs Neue vor die Frage, womit sich die Kinder in dieser Zeit beschäftigen sollen. Im gemeinsam verbrachten Urlaub ist das meist kein Problem, aber zu Hause schon. Besonders wenn die Eltern arbeiten müssen, ist die Bereitstellung eines attraktiven Freizeitangebotes nicht immer einfach. Nach wie vor bietet sich der Fernseher an, um Freizeit zu überbrücken. Rund um die Uhr werden den Kindern unterhaltsame Filme und Serien präsentiert, die nicht immer unproblematisch sind. Neben der aggressiven Werbung werden die Jungen und Mädchen im Fernsehen auch mit belastenden, gewaltverherrlichenden oder primitiven Inhalten konfrontiert.

Fernsehen heißt oft auch Internet nutzen

Kinderfilme gibt es rund um die Uhr und darüber hinaus verfügen auch noch alle neueren Fernsehgeräte über einen Internetzugang. Der Firestick von amazon, aber auch verschiedenen Anbieter wie Netflix oder Maxdome machen es kinderleicht, zu jeder Tageszeit spannende Unterhaltung in den Medien zu finden. Grundsätzlich ist gegen die Unterhaltung durch Medien nichts einzuwenden, wenn bestimmte Dinge beachtet werden. Schließlich müssen die Kinder lernen, die Medien bewusst und dosiert zu nutzen.

7 goldene Regeln für die Nutzung von Fernseher und Internet

1. Bis zum Alter von circa 10 Jahren sollte Ihr Kind möglichst nicht alleine fernsehen, zumindest sollte ein Erwachsener in der Nähe sein.

2. Legen Sie feste Fernsehzeiten und – programme fest. Benutzen Sie diese nicht als Druckmittel (Verbot, Belohnung), das gibt dem Medium zu viel Gewicht.

3. 1 Stunde pro Tag ist für Kinder bis zehn Jahre ausreichend. Ältere Kinder bekommen ein Wochenkontingent von 8 bis 12 Stunden und können sich ihre Fernseh- oder Medienzeit selber einteilen.

4. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Werbung, die oft geschickt rund um die Lieblingssendungen platziert wird. Gehen Sie es spielerisch an – wer findet die Werbung am schnellsten, um welches Produkt geht es, wo werden übertriebene Versprechungen gemacht

5. Gewalt, Kämpfe, Wettbewerbe und Tricks kommen in fast allen Kindersendungen als spannungserhöhende Faktoren vor. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, damit es die Geschichten nicht in seinen Alltag überträgt.

6. Bieten Sie Ihrem Kind Alternativen zum Fernsehen. In den Ferien kann es Freunde besuchen, an Ferienkursen teilnehmen oder zu Oma und Opa fahren.

7. Der Zugriff auf das Internet sollte nur mit entsprechender Kindersicherung möglich sein.

Das richtige Maß ist auch beim Fernsehen wichtig. Verteufeln Sie es nicht, aber haben Sie auf jeden Fall ein Auge darauf, was sich Ihr Kind anschaut. Sollten Sie Ihr Kind alleine zu Hause lassen müssen, sind Kindersicherungen eine gute Lösung, um das Medienverhalten zu kontrollieren

So machen Sie Ihren Fernseher kindersicher

Es gibt viele Möglichkeiten, Kindersicherungen in den verschiedene Medien zu installieren. Bei fast allen Fernsehgeräten ist es möglich, in der Senderliste ungeeignete Programme gezielt zu sperren. Wenn Sie diese Funktion aktivieren, kann Ihr Kind ohne den passenden Code oder ohne Aufsicht beispielsweise nur noch Kinderkanäle ansehen.

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