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Verwöhntes Kind
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Verwöhnen: Weniger ist manchmal mehr in der Erziehung!

So verwöhnen Sie Ihr Kind richtig

Wenn Eltern das Wort "Verwöhnen" hören, denken sie schnell an unerzogene Kinder, die alles haben wollen. Wird ein Kind jedoch auf die richtige Weise verwöhnt, wird es dadurch stark und fühlt sich geborgen. Doch wie verwöhnt man richtig? 

Expertenrat von 
Dr. Martina Hahn-Hübner, Gesundheits-Expertin, Medizinjournalistin

Regelmäßiges Verwöhnen schadet Ihrem Kind!

Eltern, die ihre Kinder verwöhnen, meinen es gut – allerdings schaden sie auf Dauer ihrem Kind. Denn ab und zu ist es für das Kind toll, verwöhnt zu werden. Es freut sich, wenn es mal ein Spielzeug oder Eis außer der Reihe bekommt, länger aufbleiben darf oder sofort spielen kann, statt noch der Mama zu helfen, die Spülmaschine einzuräumen. Zudem fühlt es sich durch ein solches gelegentliches Verwöhnen geliebt und beachtet. Anders ist es, wenn das Kind das dritte Eis am Tag bekommt, bei jedem Einkauf einen Schokoriegel erhält oder ein kleines Spielzeug.

In diesem Fall nutzen Eltern das Verwöhnen, um sich regelrecht ein zufriedenes Kind zu erkaufen; sie wollen kein Nein aussprechen und so das Kind enttäuschen. Die Folge: Nach und nach wird das Kind keinerlei Grenzen mehr akzeptieren, es will durch die verwöhnende Erziehung alles sofort haben und wird sich zum kleinen Diktator entwickeln.

Wann beginnt Verwöhnen?

Je älter Ihr Kind wird, umso größer wird die Gefahr, dass sie es verwöhnen. Es werden nicht mehr nur seine altersgemäßen Bedürfnisse gestillt werden, sondern Bedürfnisse und Wünsche verwechselt werden. Und genau hier beginnt das Verwöhnen. Dazu gehören

  • zu viele Geschenke oder Süßigkeiten,
  • zu große Geldsummen – auch wenn sie bei Kleinkindern den Eltern gegeben werden,
  • das Erfüllen von Wünschen, sobald diese erwähnt werden,
  • das Über-den-Haufen-Werfen von Regeln – besonders von solchen, die besser nicht ständig geändert werden sollten,
  • Eltern, die ihren Kindern nichts zutrauen bzw. ihnen bei Tätigkeiten helfen, die sie eigentlich schon längst beherrschen,
  • Eltern, die bei kleinsten Beschwerden und Wehwehchen dramatisieren,
  • Eltern, die alles für das Kind regeln, auch kleinste Konflikte, die Kinder durchaus – dem Alter entsprechend – selbst lösen können
  • Situationen, in denen Kinder immer wieder von den Dingen entbunden werden, die eigentlich zu ihren Pflichten gehören.

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