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Kindheitsmythen
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Witzig: Die größten Mythen unserer Kindheit

Was Großmutter schon wusste - oder doch nicht?

Es gibt immer wieder Aussagen, die mehr oder weniger ernst von einer Generation an die nächste weitergegeben werden. Manche davon sind so hartnäckig, dass sie Mythencharakter annehmen. Die lustigsten und lehrreichsten Mythen habe ich für Sie in diesem Artikel zusammengefasst. 

Expertenrat von 
Ingrid Neufeld, Erzieherin

Kinder fragen nicht nur ihren Müttern manchmal Löcher in den Bauch. Auch große Schwestern und Brüder sind von unerschöpflichen Fragen nicht sicher. Kein Wunder, dass mancher große Bruder und auch manche Schwester auf den Dauerbeschuss von kindlichen Fragen mit mehr, oder weniger pfiffigen Antworten aufwartet.

Daraus haben sich dann Floskeln entwickelt, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Viereckige Augen

Manchmal sind auch die Mütter selber nicht ganz unschuldig. Denn den Mythos von den viereckigen Augen, die man vom vielen Fernsehen bekommt, erzählen viele Mütter, um ihre Kinder vom Fernsehen abzuhalten. Meist geht der Schuss nach hinten los, denn Kinder sind neugierig. Sie wollen wissen: Wie viel Fernsehen ist notwendig bis ich viereckige Augen bekomme?

Schielen ist gefährlich

Eine andere Bemerkung lautet: „Hör sofort mit dem Schielen auf, wenn jetzt jemand hustet, bleiben dir die Augen stehen“ Davon gibt es Abwandlungen wie: „Wer um Mitternacht schielt, dessen Augen bleiben so.“ Manche Kinder finden das Schielen dadurch erst recht interessant. Es ist der Nervenkitzel, der jetzt hinzukommt und das Schielen gar so attraktiv macht.

Kerne lieber nicht verschlucken

Die große Schwester erntet Kirschen und gibt dem kleinen Bruder ein paar ab, nicht ohne zu warnen: „Pass auf, wenn du den Kern verschluckst, wächst dir ein Baum im Magen.“ Der beherzte kleine Bruder probiert es gleich mal aus und wartet jahrelang vergeblich auf den Kirschbaum im Magen.

Zum Thema Obst gibt es weitere Mythen: „ Achtung bei der Wassermelone. Der weiße Rand ist giftig.“ Erschrocken reicht die kleine Schwester ihr Stück an den großen Bruder. „Schmeckt mir nicht.“ So einfach bringt man kleinere Geschwister zur Kapitulation.

Schwarze Zebrastreifen meiden

Mancher Rat mag auch gutmütig klingen: „Wenn du über einen Zebrastreifen gehst, darfst du nur die weißen Streifen benutzen. Wenn du versehentlich auf die schwarzen trittst, kommt ein Auto und überfährt dich.“

Spinat macht stark

Wer kennt ihn nicht, den Mythos vom Eisen im Spinat. Generationen von Kindern wurden zum Spinat essen gezwungen und immer mit dem Hinweis: „Iss Spinat. Davon wirst du groß und stark, denn Spinat hat viel Eisen und das ist wichtig für deine Gesundheit.“ Wenn sich das Kind dann angeekelt davon abwandte, kam die hartnäckige Nachfrage: „Willst du nicht groß und stark werden?“ Da half auch kein Winden. Irgendwann gab es der bedrängte Nachwuchs zu. „Doch, ich will schon groß und stark werden.“ „Dann iss den Spinat“ Und das Kind würgte den Spinat hinunter, und das zu einer Zeit, in der Spinat mit dem Blubb noch völlig unbekannt war und stattdessen ohne Sahne auf den Tisch kam. Ein Glück für Kinder, dass inzwischen entdeckt wurde, dass der Eisengehalt nur auf Grund eines Rechenfehlers für so hoch eingeschätzt worden war.

Kaugummi nicht verschlucken

Ein weiterer Mythos besagt, dass es gefährlich ist, einen Kaugummi zu verschlucken. „Pass bloß auf beim Kaugummi kauen. Wenn du ihn verschluckst, klebt dir der Magen zusammen.“ „Und dann?“, fragt der naseweise kleine Bruder. „Dann kannst du nie mehr essen!“, behauptet der große Bruder.

Glücklicherweise ist auch das ein Märchen, denn der Kaugummi verlässt den Körper wieder auf natürlichem Weg.

Kein Wasser auf Steinobst

Oft kommt das Kind nach Hause und hat Durst. Allerdings hat es gerade eben erst Kirschen gegessen. „Jetzt musst du eine Stunde warten, denn auf Steinobst darf man nichts trinken“, erklärt die Mutter.

Doch auch sie ist einem Mythos aufgesessen. In der Regel bekommt niemand Bauchschmerzen, nur weil er vorher Steinobst verzehrt hat.

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