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Grenzen setzen schon beim Baby oder Kleinkind?

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Grenzen setzen schon beim Baby oder Kleinkind?

» Erziehungstipps zum Thema Grenzen setzen

Mutter und Kind

Babys und Kleinkinder wollen alles ausprobieren und sind voller Neugier. Doch nicht alles Interessante ist für die Kleinen auch geeignet und man sollte das ein oder andere Mal Grenzen setzen. Im zweiten Lebenshalbjahr, wenn Ihr Kind immer mobiler wird, lernt es also zwangsläufig die ersten Verbote kennen.

Ein Baby möchte seine Welt erforschen und probiert oft Dinge aus, die Eltern ihm nicht erlauben können. Verbote sind allerdings völlig sinnlos, da Ihr Baby nicht mit Vorsatz handelt und Sie nicht absichtlich ärgern will.

Grenzen setzen: So schnell vergisst ein Kind die Verbote

Wenn Ihr Kleinkind unfolgsam ist und z. B. immer wieder auf die teure Stereoanlage zusteuert, liegt das daran, dass es einerseits von dem Gerät mit seinen Knöpfen und dem leuchtenden Display magisch angezogen wird, sowie andererseits auch daran, dass es Ihr „Nein“ schon im nächsten Augenblick wieder vergessen hat. Neurobiologen haben herausgefunden, dass sich Kinder unter zwei Jahren Verbote nicht merken können, weil sie in der Regel nur für drei bis vier Minuten im Kurzzeitgedächtnis gespeichert werden. Erst dann, wenn das Kind in der Lage ist, den Grund hinter dem Verbot zu verstehen und mit eigenen Erfahrungen zu verknüpfen, kann ein Verbot auch längerfristig gespeichert werden.

Grenzen setzen bei Kindern: Weniger Verbote haben mehr Einfluss auf das Kind

Um sich optimal zu entwickeln, brauchen Kindereine spannende und abwechslungsreiche Umgebung. Sie müssen sich ausprobieren dürfen und ihre Umgebung erforschen. Es ist Aufgabe von uns Eltern, dafür zu sorgen, dass sie dies gefahrlos tun können.

Grenzen setzen- Mein Tipp:

In der Kleinkinderzeit sollten Sie sich auf einige wenige wirklich notwendige Verbote beschränken. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Partner, welche Verbote Ihnen so wichtig sind, dass Sie sie mit Ihrem Kind trainieren wollen. Bei weniger wichtigen Dingen sollten Sie bereit sein, Abstriche zu machen. Räumen Sie gefährliche oder zerbrechliche Gegenstände, die für Ihr Kind nicht geeignet sind, vorsorglich weg, sofern das möglich ist.

Wenn Forscherdrang und Neugier bei Ihrem Kind wieder mal übermächtig sind, ist es oft sinnvoller, Ihr Kind schnell einzufangen und zu versuchen, sein Interesse auf etwas anderes, Ungefährlicheres zu lenken, statt immer wieder Grenzen zu setzen. Wenn Ihr Kind z. B. von der Stereoanlage fasziniert ist und Sie diese weder hochstellen können noch wegräumen wollen, könnten Sie Ihrem Kind als Ersatz ein altes Radio oder einen ausgedienten Kassettenrekorder (immer erst Batterien bzw. Stromkabel entfernen!) geben. Dort darf es dann nach Herzenslust an den Knöpfen drehen oder auf Tasten drücken.

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