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PEKiP: Förderkurse für Babys für eine bessere Motorik und Wahrnehmung

PEKiP: Förderkurse für Babys für eine bessere Motorik und Wahrnehmung

» Frühförderung durch Babykurse

PEKIP Kurse für eine gesunde Baby-Entwicklung

In PEKiP-Kursen können Eltern von ihrem Baby lernen, wie sie am besten auf ihr Kind eingehen und wie sie es angemessen in seiner Entwicklung unterstützen bzw. frühzeitig fördern können. Wir stellen Ihnen hier leicht umzusetzende Bewegungs- und Sinnesanregungen für Babys jeden Alters vor.

Die Abkürzung PEKiP steht für „Prager-Eltern-Kind-Programm“. Dieses Baby-Frühförderungs-Programm basiert auf den Arbeiten des Prager Psychologen Dr. Jaroslav Koch, der sich bereits in den 50er Jahren intensiv mit der kindlichen Entwicklung beschäftigte und sich besonders der Entwicklung im ersten Lebensjahr und der Frühförderung widmete. Die dabei von ihm entwickelten Bewegungsspiele für Babys bilden die Grundlage der Förderkurse für Babys, die von einer Gruppe engagierter Sozialpädagoginnen etabliert wurden und seit 1973 in standardisierter Form angeboten werden.

 

PEKiP-Kurse
  • Geeignet für Babys ab 4. bis 6. Lebenswoche, aber auch späterer Beginn möglich.
  • Gruppe besteht aus 6 bis 8 Erwachsenen mit ihren (möglichst gleichaltrigen) Babys.
  • Babys sind während der Spielzeit immer nackt.
  • Leitung des Kurses durch eine/n ausgebildete/n PEKiP-Gruppenleiter/in mit PEKiP-Zertifikat
  • Kurse werden meist von Familienbildungsstätten, Volkshochschulen oder dem Deutschen Roten Kreuz angeboten.
  • Treffen finden einmal wöchentlich statt (Dauer: 90 Minuten).
  • Kosten für 8 bis 10 Treffen zwischen 55,00 und 103,00 € (meist 60,00 bis 75,00 €).

 

PEKiP-Babykurse und die Besonderheiten der Frühförderung

In den PEKiP-Kursen gelten einige Grundprinzipien, die Sie natürlich auch ohne Kurs zur Frühförderung Ihres Babys umsetzen können, wenngleich die fachkundige Anleitung und das Üben im Kurs das Ganze erleichtern.

Baby-Frühförderungstipps:

  • Nehmen Sie sich die Zeit, Ihr Baby ausgiebig zu beobachten. Fühlt es sich wohl oder ist es unruhig? Ist es wach, ruhig, aber sehr interessiert, oder ist es eher körperlich aktiv und will sich bewegen? Wie bewegt es sich, welche Laute gibt es von sich, welchen Gesichtsausdruck zeigt es und wohin schaut es?
  • Nehmen Sie Ihr Baby als Individuum an. Die Bedürfnisse sind von Kind zu Kind unterschiedlich. Während dem einen die bloße Anwesenheit der Mutter und ein Zwiegespräch mit ihr genügen, braucht ein anderes wesentlich mehr Körperkontakt und möchte ständig getragen werden, um sich wohl zu fühlen. Dauernde Vergleiche mit anderen Kindern/Geschwistern und zu starre Vorstellungen davon, wie Ihr Kind sein sollte, führen schnell zu Unzufriedenheit und beeinträchtigen die Beziehung zu Ihrem Kind.
  • Schenken Sie Ihrem Kind Zeit und Aufmerksamkeit, wenn es danach verlangt. Wichtig ist, sich an den Bedürfnissen des Kindes zu orientieren. Will es seine Ruhe haben, obwohl Sie selbst gerade Zeit für und Lust auf gemeinsames Spielen haben, sollten Sie sein Ruhebedürfnis respektieren. Leider wollen Babys oft genau dann spielen, wenn Sie gerade etwas Wichtiges erledigen wollen. In vielen Fällen lassen sich aber Lösungen finden, mit der beide Seiten zufrieden sind. Legen Sie Ihr Baby z. B. in Ihrer Nähe auf die Krabbeldecke und unterhalten Sie sich mit ihm.
  • Lassen Sie sich beim Spiel von Ihrem Baby leiten. Durch sein Verhalten zeigt es Ihnen ganz genau, was es gerade möchte. Wird es unruhig, dreht es den Kopf weg oder beginnt zu weinen, ist das ein deutliches Zeichen, ihm ein anderes, ruhigeres oder aber zu mehr Bewegung animierendes Spiel anzubieten oder das Spiel ganz zu beenden. Ist es dagegen mit Begeisterung bei der Sache, sollten Sie nicht von sich aus ein neues Spiel beginnen. Ist Ihr Baby ruhig und blickt es interessiert um sich, bietet es sich an, ihm etwas zu zeigen oder sich mit ihm zu unterhalten. Rudert es hingegen mit Armen und Beinen und bewegt sich lebhaft, sind aktive Spiele sinnvoll, die es ihm ermöglichen, seinen Bewegungsdrang auszuleben.
  • Überfordern Sie Ihr Baby nicht, z. B. durch zu viele verschiedene Spielangebote hintereinander, insbesondere nicht in zu schneller Abfolge. Babys lieben Wiederholungen!
  • Sehen Sie sich die Welt aus der Sicht Ihres Kindes an. Dann können Sie oft erst erkennen, warum es z. B. auf der Krabbeldecke immer quengelt (es sieht etwa nichts Interessantes oder das Licht blendet).
  • Geben Sie Ihrem Kind viel Bewegungsfreiheit. Eine Krabbeldecke oder auch der oft verpönte Laufstall verurteilen Ihr Kind nicht zur Bewegungslosigkeit wie eine Babywippe oder der Babysitz im Auto. Lassen Sie es möglichst oft nackt strampeln, denn auch Windeln und Kleidung engen ein Baby ein.
Mein Tipp

Besonders in den ersten drei Lebensmonaten haben viele Babys ihre festen Schreizeiten, in denen sie sich meist durch nichts beruhigen lassen. Ziehen Sie Ihr Baby dann aus und lassen Sie es an einem warmen Ort (z. B. im gut geheizten Bad auf dem Wickeltisch) nackt strampeln, während Sie in seiner Nähe sitzen. Das wirkt oft wahre Wunder!

  • Lassen Sie Ihr Baby aktiv werden. Nehmen Sie ihm nichts ab, was es schon selbst tun könnte. Kann es z. B. beim Anziehen schon die Händchen in Richtung Ärmel strecken, sollten Sie es nicht bei den Armen fassen und diese dann selbst durch den Ärmel stecken, auch wenn das Anziehen unter Mithilfe Ihres Kindes viel länger dauert.

Vorteile eines PEKiP-Babykurses

In einem PEKiP-Kurs können Sie nicht nur den sicheren Umgang mit Ihrem Baby üben und Anleitung für entwicklungsfördernde Spiele erlernen, sondern sich auch mit anderen Eltern austauschen und von ihnen und ihren Babys lernen. Von Vorteil ist auch, dass Ihr Kind schon früh mit Gleichaltrigen in Kontakt kommt. Werden Babys von Anfang an durch regelmäßiges Spiel gefördert, sind sie meist zufriedener und ausgeglichener, finden schneller zu einem regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus, entwickeln sich positiver und sind häufig sogar seltener krank.

Einige einfach umzusetzende Anregungen für die optimale Frühförderung Ihres Babys (0 bis 12 Monate) sehen Sie an dieser Stelle exklusiv als Abonnent von „Gesundheit und Erziehung für mein Kind“.

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Nettes aus Kindermund :)

Sprudel-Pferd: Ich unterhielt mich mit unserer Tochter Lisa (5 Jahre) über Pferdefutter. Sie wollte wissen, was denn die Folge falscher Fütterung wäre. Ich antwortete, dass dann das arme Pferd wohl eine Kolik bekäme, das führe zu großen Schmerzen. Am Abend erzählte Lisa meinem Mann, dass man Pferde immer richtig füttern müsse, denn sonst bekämen sie „Kohlensäure“.