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Rivalitäten und Eifersucht unter Geschwistern vermeiden

Rivalitäten und Eifersucht unter Geschwistern vermeiden

» Geschwister erziehen

Geschwisterstreit um ein Spielzeug

Geschwister wollen sich voneinander abgrenzen und ihren Platz in der Familie sichern. So kommt es zu Revalitäten unter Geschwistern. Lesen Sie hier, was Sie als Eltern tun können, um das Miteinander zu verbessern und Eifersucht vorzubeugen.

Können Sie sich vorstellen, dass sich zwei Geschwister, deren Erbanlagen ja zu etwa 50 Prozent übereinstimmen, oft unähnlicher sind als zwei zufällig ausgewählte Kinder? Und doch sind Untersuchungen genau zu diesem überraschenden Ergebnis gekommen. So zeigte sich, dass der Intelligenzquotient zweier Geschwister durchschnittlich um 10 Punkte voneinander abweicht, während der Intelligenzquotient zweier zufällig ausgewählter, nicht verwandter Kinder sich durchschnittlich nur um 1,5 Punkte unterschied. Nach Meinung verschiedener Experten setzt die Abgrenzung verschiedener Persönlichkeitsmerkmale schon früh, spätestens im Schulalter, ein. Geschwister sind bestrebt, sich voneinander zu unterscheiden. Damit sollen zwangsläufig auftretende Rivalitäten und Aggressionen in Grenzen gehalten werden. Doch was können Sie als Eltern tun, um das Miteinander Ihrer Kinder zu fördern und den Geschwisterstreit zu vermeiden?

Geschwister erziehen: Jedes Kind bewusst ermutigen

Um das Selbstbewusstsein jedes Ihrer Kinder zu stärken, sollten Sie es immer wieder gezielt ermutigen. Kinder, die sich der Liebe ihrer Eltern sicher sein können, müssen nicht ständig mit den Geschwistern um die elterliche Aufmerksamkeit kämpfen. Mit diesen Tipps können Sie Geschwister erziehen, Geschwisterstreit vermeiden und das Famielienleben reibungsloser gestalten

  • Heben Sie die Stärken Ihres Kindes heraus – gerade wenn Sie meinen, dass es doch so viele Schwächen hat!
  • Loben Sie es gezielt, wenn es etwas gut gemacht hat! Seien Sie dabei ganz konkret. Statt „Du hast ein schönes Bild gemalt.“ sollten Sie z. B. besser sagen „Deine Prinzessin auf dem Bild hat ein tolles Kleid an“.
  • Sorgen Sie für vielfältige Kontakte außerhalb der Familie. Dies können Kindergarten bzw. Schule,Vereine oder auch Freunde und Verwandte sein. So kann das Kind neue Beziehungen aufbauen und Anerkennung in verschiedenen Bereichen finden.
  • Lassen Sie los. Fördern Sie die Selbstständigkeit Ihres Kindes, trauen Sie ihm etwas zu.Wenn es ständig Ihre Unsicherheit spürt, wird es selbst unsicher werden und Misserfolge verbuchen.
  • Kleben Sie Ihrem Kind kein „Etikett“ auf. In vielen Familien gibt es ein „Problemkind“: Wenn dieses Kind nicht dieses oder jenes ständig machen würde, wäre ja alles in Ordnung. Indem Sie den „Raufbold“ oder die „Heulsuse“ eher positiv sehen und seine Stärken mehr beachten, wird es aus seiner negativen Rolle herauswachsen können.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind sich nützlich fühlen kann. Sie dürfen ruhig etwas von Ihrem Kind fordern und es zur Mithilfe im Haushalt heranziehen. So kann es sich als nützlich und der Familie zugehörig erleben. Geben Sie ihm am besten eine Aufgabe, die es gerne erledigt: z. B. den Tisch decken, Blumen gießen, die Katze füttern.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind gerade dann, wenn es Fehler macht oder Schwächen hat. Es muss sich sicher sein können, dass Sie es trotzdem noch lieben.Wenn Sie Kritik üben, sollten Sie einerseits sachlich benennen, was Sie als Fehler erkennen, andererseits aber zum Ausdruck bringen, dass Sie Ihrem Kind zutrauen, das zu schaffen. Aussagen wie „Du hast zwei linke Hände“ oder „Das ist zu gefährlich/das geht kaputt“ entmutigen ein unsicheres Kind noch mehr. Besser: „Halt dich gut fest, dann schaffst du es bis oben auf das Klettergerüst!“
Mein Tipp zum Thema Geschwister erziehen

Versuchen Sie bitte nicht, Ihr Kind durch Lob zu manipulieren. Loben Sie es nicht schon vorher, um es zu „Höchstleistungen“ anzuspornen, z. B.: „Du bist doch so ein großer, gescheiter, braver Junge! Du wirst bestimmt den ganzen Nachmittag ohne zu streiten mit deiner kleinen Schwester spielen!“ Und was ist, wenn Ihr Sohn es nicht schafft, was eigentlich vorherzusehen ist? Ist er dann kein „großer, gescheiter, braver Junge“ mehr?

  • Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass auch negative Gefühle in Ordnung sind. Sie sollten ihm nicht verbieten, auch mal kräftig über jemanden herzuziehen oder seine Wut und Enttäuschung, dass etwas nicht geklappt hat, herauszulassen.

Rivalitäten und Eifersucht vermeiden: Stärken Sie das „Wir-Gefühl“

Geschwister erziehen ist nicht immer einfach, doch wenn Sie folgende Punkte beachten, wird das „Wir-Gefühl“ in Ihrer Familie stärker und Rivalitäten werden sich verringern:

  • Bitte vergleichen Sie Ihre Kinder nicht untereinander. Wenn ein Kind dem anderen ständig als leuchtendes Beispiel vorgehalten wird, schürt das nur die Rivalität. Ein Satz wie „Obwohl Laura jünger ist als du, kann sie schon ...!“ wird kaum dazu führen, dass das ältere Kind sich mehr Mühe gibt!
  • Spielen Sie Ihre Kinder nicht gegeneinander aus. Vermeiden Sie Aussagen wie „Deine Schwester Mia hilft mir immer so toll beim Tischdecken, aber du machst ja keinen Finger krumm!“
  • Bevorzugen Sie keines der Kinder. Verhalten Sie sich beim Geschwisterstreit neutral, indem Sie weder den Schiedsrichter spielen noch für eines der Kinder Partei ergreifen. Das schwächere oder jüngere Kind muss nicht immer das Unschuldslamm sein!
  • Verlangen Sie nicht von einem der Kinder, sich dem anderen unterzuordnen. Wenn Sie das älteste zum Aufpasser bestimmen und vom jüngeren verlangen „Du tust, was Robert dir sagt!“, wird sich das jüngere Kind zwangsläufig gegen das ältere auflehnen.
  • Respektieren Sie die Ansichten aller Kinder und lassen Sie jedes zu Wort kommen. Neue Regelungen zur Lösung von Konflikten lassen sich am besten im Rahmen einer Familienkonferenz finden.

Bach-Blüten gegen Eifersucht, starke Rivalitäten und häufigen Geschwisterstreit

Aus der nachfolgenden Aufstellung wählen Sie diejenigen Bach-Blüten aus, die dem Gemütszustand Ihres Kindes entsprechen. Für ein streitendes Geschwisterpaar sind meist unterschiedliche Blüten für jedes der Kinder erforderlich.

  • Wenn Neid (egal worauf ) der Grund für Geschwisterstreit ist oder die Aggression überkocht: Holly
  • Für Kinder, die immer im Mittelpunkt stehen oder alles für sich allein haben wollen: Heather
  • Wenn das ältere Kind sich nach der Zeit zurücksehnt, als es das Geschwisterkind noch nicht gab: Honeysuckle
  • Wenn ein Kind immer versucht, das andere „unterzubuttern“: Vine
  • Bei ausgeprägter Intoleranz oder Überheblichkeit eines Kindes oder bei andauerndem Genörgel oder Boshaftigkeit: Beech
  • Wenn das jüngere Kind das Gefühl hat, immer im Schatten zu stehen: Larch
  • Wenn der kleine Streithahn sich immer an die Eltern klammert und gerne petzt: Chicory
  • Wenn das ältere Kind häufig sehr ungeduldig und gereizt reagiert und zapplig ist: Impatiens
  • Für Kinder, die ständig das Gefühl haben, ungerecht behandelt worden zu sein („Immer ich!“): Willow
  • Wenn sich ein Kind alles gefallen lässt und sich nicht wehrt, stark nach Anerkennung sucht: Centaury
  • Wenn immer wieder um das Gleiche gestritten wird: Chestnut Bud
  • Wenn ein Kind auf seinem Recht beharrt, obwohl es weiß, dass es im Unrecht ist, sowie bei unterdrückter Wut, die sich z. B. in Bettnässen, Zähneknirschen, Nägelbeißen äußert: Cherry Plum
  • Für Kinder, die um des lieben Friedens willen meist nachgeben: Agrimony
  • Wenn ein Kind das andere ständig überfährt: Beech, Vervain; für das „überfahrene“ Kind: Elm

Lassen Sie sich diese Mischung ohne Alkohol in der Apotheke herstellen (rezeptfrei, je nach Apotheke 5 bis 10 €). Dosierung: morgens, mittags, nachmittags und abends je 4 Tropfen auf einem Plastiklöffel, Tropfen für kurze Zeit im Mund behalten.

Unseren 7 Punkte Plan, mit dem Sie erkennen können, wie Sie das unerwünschte Verhalten reduzieren können, sehen Sie an dieser Stelle exklusiv als Abonnent von „Gesundheit und Erziehung für mein Kind“.

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