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Starke Kinder: So wird Ihr Kind selbstbewusst

So stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes

Alle Eltern wünschen sich mutige und selbstbewusste Sprösslinge, die an sich glauben und ihre Bedürfnisse ohne Angst äußern. Denn so kommen Kinder besser durchs Leben. Sie als Eltern können einiges dafür tun, um Ihre Tochter oder Ihren Sohn zu einer starken und selbstbewussten Persönlichkeit zu erziehen. 

Expertenrat von 

Selbstbewusstsein ist teilweise eine Sache des Charakters. Manche Kinder sind z. B. von Natur aus aktiver in der Erkundung ihrer Umwelt als andere, sind besonders kontaktfreudig und lassen sich nicht so schnell entmutigen. Den größten Anteil daran, ob ein Kind später selbstbewusst sein wird, hat jedoch der Erziehungsstil, den es in den ersten Lebensjahren erlebt. Bis zum siebten Lebensjahr ist meist entschieden, ob ein Kind später selbstbewusst oder eher schüchtern sein wird. Entscheidend ist, wie Eltern und andere Erwachsene auf das Kind einwirken. Herrschen Lob und Ermutigung oder Tadel und Verbote vor?

So wird Ihr Kind selbstbewusst

Liebe und Geborgenheit, die so wichtig für ein gesundes Selbstbewusstsein sind, können Sie Ihrem Kind auf ganz verschiedene Arten und Weisen zeigen. Kuscheln, schmusen, zärtlich sein – liebevoller Körperkontakt ist vom ersten Lebenstag an ein Grundbedürfnis jedes Kindes. Je mehr Nähe Sie Ihrem Kind geben, es schon als Baby drücken und tragen, wiegen und streicheln, herzen und umarmen, umso fester wird die Bindung zwischen Ihnen. Eine sichere Bindung ist die Voraussetzung dafür, dass Ihr Kind sich geborgen fühlt. Sicher kennen Sie den Spruch „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“. Das gilt auch für die Eltern-Kind-Beziehung. Natürlich geht es dabei nicht um den materiellen Wert eines „Geschenks“, sondern um das Ritual dahinter: Ich habe hier etwas, das ich dir schenke, weil ich denke, dass es dir gefällt. Das kann ein knallroter Eierlöffel sein, den Sie Ihrem Baby überreichen, weil er ihm so gut gefällt. Oder ein schönes Schneckenhäuschen, das Sie extra für Ihr Kindergartenkind vom Weg aufgehoben haben. Kinder verstehen den Sinn dahinter schon sehr gut und hüten solche Geschenke oft wie einen Schatz, weil sie spüren: Mama (oder Papa) schenkt mir etwas, weil sie (er) mich so lieb hat.

Mein Tipp zur Stärkung des Selbstbewusstseins 
Wenn Ihr Kind Ihnen ein Bild oder eine Bastelarbeit schenkt, will es damit ebenfalls zeigen, wie sehr es Sie mag. Auch wenn das Kunstwerk objektiv betrachtet vielleicht eher hässlich ist, sollten Sie sich sichtlich darüber freuen, es wertschätzen und eine Weile „ausstellen“.  

Verwöhnen Sie Ihr Kind mit Zeit. Kinder genießen es, einmal am Tag Mamas oder Papas ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen. Wie oft haben Eltern dringend irgendetwas Wichtiges zu erledigen und müssen ihr Kind auf später vertrösten, oder es läuft so „nebenher“. Deshalb sind Momente, in denen Ihr Kind spürt „Jetzt ist Mama oder Papa ganz für mich allein da!“ besonders kostbar. Ganz gleich, ob Sie dann etwas zusammen spielen oder ein Bilderbuch vorlesen: Wichtig ist, dass Ihr Kind erfährt, dass in diesem Moment nichts anderes zählt als die gemeinsam verbrachte Zeit. Ganz klar: Eltern können ihr Kind nicht rundum vor allen Widrigkeiten des Lebens beschützen. Das würde ein Kind weder glücklich noch selbstbewusst machen. Doch muss Ihr Kind wissen, dass es sich immer auf Ihre Hilfe verlassen kann. Es soll erfahren, dass Sie verstehen und erkennen, was es braucht, und ihm dann zur Seite stehen – auch wenn es einmal etwas ausgefressen hat oder wenn es hingefallen ist und getröstet werden muss, obwohl es ungehorsam war und „selbst schuld“ ist. Kinder wollen anerkannt werden und ein wertvolles Mitglied der Familie sein. Deswegen ist ehrlich gemeintes Lob ungemein wichtig. Doch sollten Sie vor allem Anstrengung und Durchhaltevermögen loben und weniger die Leistung an sich. So kann der dritte Versuch eines Kleinkindes, einen Stuhl zu erklettern und sich nicht entmutigen zu lassen, „lobenswerter“ sein als eine auf Anhieb erfolgreiche „Stuhlbesteigung“. Denn damit zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie gesehen haben, wie sehr es sich angestrengt hat. Und dass Sie sich über seinen Erfolg freuen, weil Sie es lieben.

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Wie Sie mit einem "Nein-Tag" das Selbstbewusstsein stärken, erfahren Sie hier als Leser von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind".

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