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So finden Sie die beste Kinderbetreuung

Kinderkrippe, Tagesmutter und Co.

Sie wollen oder müssen wieder arbeiten, Ihr Kind ist jedoch noch zu jung für den Kindergarten. Welche Kinderbetreuung ist für Sie und Ihr Kind die richtige? Was für Vor- und Nachteile gibt es? Welche Kosten kommen für die Kinderbetreuung auf Sie zu? Antworten gibt unser Beitrag mit großer Übersichtstabelle. 

Expertenrat von 

Vielen Müttern fällt die stundenweise oder gar ganztägige Trennung von ihrem Baby oder Kleinkind anfangs recht schwer. Da ist es beruhigend, sein Kind in guten Händen zu wissen. Für Kinder ab drei Jahren gibt es oft schon ausreichend Kindergartenplätze zur Halb- oder Ganztagsbetreuung. Viel schwieriger wird es, wenn Ihr Kind noch zu jung für den Kindergarten ist oder mangels Kapazitäten nicht aufgenommen werden kann. Wer dann nicht auf das „Betreuungsmodell Oma“ zurückgreifen kann, entscheidet sich meist für eine Tagesmutter oder Kinderkrippe. Die Vor- und Nachteile verschiedener Modelle der Kinderbetreuung finden Sie in der Tabelle. Benötigen Sie die Kinderbetreuung nur gelegentlich bzw. stundenweise, ist auch ein Babysitter

Kinderbetreuung: Ab wann verkraften Kinder eine Fremdbetreuung?

Ab einem Alter von 18 Monaten profitieren Kleinkinder meist von der Betreuung in einer  Kinderkrippe. Aber auch jüngere Kinder sind dort gut aufgehoben, wenn die Qualität der Kinderbetreuung stimmt, das Kind also feste Bezugspersonen hat, die zuverlässig auf es eingehen. Babys oder sehr schüchterne Kleinkinder brauchen häufig ein ruhigeres und stärker auf eine Person bezogenes Umfeld, sind also etwa bei einer Tagesmutter besser aufgehoben.

Daran erkennen Sie eine gute Kinderkrippe

Üblicherweise betreuen zwei Erzieherinnen eine Gruppe von acht bis zehn Kindern im Alter von vier Monaten bis drei Jahren. In einigen öffentlichen Kindergärten gibt es auch so genannte „kleine altersgemischte Gruppen“, die in der Regel maximal 15 Kinder von vier Monaten bis zu sechs

Jahren aufnehmen. Das sollte eine Krabbelgruppe bieten:

  • Geringe Gruppengröße. Eine Erzieherin sollte nicht mehr als sechs Kleinkinder betreuen, bei Säuglingen in der Gruppe nicht mehr als vier Kinder.
  • Kontinuität der Betreuung. Die Betreuerinnen dürfen nicht ständig wechseln, da Ihr Kind eine verlässliche Bezugsperson braucht.
  • Flexible Eingewöhnungszeit. Sie sollten in der Anfangszeit so lange bei Ihrem Kind (im Gruppenraum oder im Hintergrund) bleiben können, bis es zu den Erzieherinnen Vertrauen gefasst hat.
Mein Tipp für eine gute Kinderbetreuung:
Steht von Anfang an fest, dass Sie nach der Geburt Ihres Kindes nur kurz pausieren werden, sollten Sie sich schon während der Schwangerschaft um einen der raren Krippenplätze bewerben. Listen entsprechender Einrichtungen gibt es meist beim Jugendamt. Fragen Sie auch bei Kirchen und Wohlfahrtsverbänden nach.

Kinderbetreuung: So finden Sie die richtige Tagesmutter

Wenden Sie sich zunächst an das Jugendamt oder an den Tagesmütter-Bundesverband (Tel. 02159/13 77). Dort bekommen Sie ausgebildete und kontrollierte Tagesmütter vermittelt. Fragen Sie aber auch bei kirchlichen und anderen Verbänden oder speziellen Agenturen nach. Ideal ist es, wenn Sie von anderen Eltern oder im Kindergarten eine verlässliche Tagesmutter empfohlen bekommen.

Klären Sie vorab:

  • Hat die Tagesmutter eine Ausbildung? Hat sie Erfahrung im Umgang mit Kindern?
Mein Tipp:
Fragen Sie die Tagesmutter, ob sie Ihnen Kontakt zu Familien vermittelt, deren Kinder sie betreut hat. Geht sie auf diese Bitte bereitwillig ein, ist das ein gutes Zeichen.
  • Ist Ihnen die Tagesmutter sympathisch? Geht sie liebevoll mit ihren Tageskindern um? Wie viele weitere Kinder werden betreut? Stimmen Sie in Erziehungsfragen überein?
  • Ist der Anfahrtsweg akzeptabel? Ist die Tagesmutter in ihren Betreuungszeiten flexibel, wenn sich bei Ihren Terminen etwas ändert und die Tagesmutter Ihr Kind länger oder an einem anderen Tag betreuen muss?
  • Ist die Wohnung freundlich und kindgerecht? Gibt es ausreichend Platz und altersgerechte Spielsachen?
  • Kann die Tagesmutter Ihr Kind längerfristig betreuen? Geht z. B. deren eigenes Kind bald in den Kindergarten, will sie vielleicht nicht mehr als Tagesmutter arbeiten.

Tagesmutter: Erst einmal Betreuung zur Probe

Eine gute Tagesmutter bietet von sich aus eine „Probezeit“ an. In dieser Eingewöhnungsphase (etwa sechs Wochen) können Sie und Ihr Kind herausfinden, ob es sich mit der Tagesmutter und den anderen Kindern versteht.

Mein Tipp:
Beginnen Sie mit der Eingewöhnung am besten schon zwei bis drei Monate, bevor Sie den Beruf wieder aufnehmen wollen. Zur Not ist dann noch genügend Zeit, die Tagesmutter zu wechseln.

Bleiben Sie anfangs dabei (im Hintergrund) und beobachten Sie, wie sich Ihr Kind verhält. Fasst es Vertrauen zur Tagesmutter? Geht diese liebevoll und feinfühlig auf Ihr Kind ein? Lässt Ihr Kind sich von der Tagesmutter trösten? Würden Sie selbst dort bleiben wollen? Wenn Sie alle Fragen mit ja beantworten können, haben Sie offensichtlich die ideale Tagesmutter gefunden.

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