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Sehstörung bei Kindern
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Sehschwäche bei Kindern frühzeitig erkennen

Sehschwäche bei Kindern

Viele Kinder in jungen Jahren leiden an einer Sehschwäche. Bei einem Großteil dieser Kinder wird die Sehschwäche leider zu spät erkannt – das lebenslange Tragen einer Brille ist die Folge. Lesen Sie in diesem Artikel, wie Sie bei Ihrem Kind frühzeitig eine Sehschwäche erkennen können. 

Expertenrat von 

Unentdeckte Sehschwächen bei Kindern: Lebenslanger Brillenträger

Bereits im Alter von vier Jahren leiden 30 % aller Kleinkinder unter einer Sehschwäche. Das Gefährliche daran ist, dass diese nur in 60 % der Fälle rechtzeitig entdeckt und behandelt wird. Das hat wiederum zur Folge, dass immer mehr Kinder ihr Leben lang eine Brille tragen müssen – weil es für die Korrektur der Sehschwäche bereits zu spät ist.

Experten zufolge kann man eine Sehschwäche bei Kindern in den ersten vier Lebensjahren mit einer Sehhilfe beheben: Solange sich das Gehirn noch in der Entwicklung befindet, kann man es trainieren – sprich, durch das Tragen einer Brille lernt es, in Zusammenspiel mit den Augen richtig zu sehen. Wird der Blick jedoch durch eine Sehstörung dauerhaft getrübt, kann dem Gehirn ein scharfer Seheindruck irgendwann nicht mehr antrainiert werden. Deshalb stehen Sie, liebe Eltern, in der Verantwortung, die Augen ihrer Kinder frühzeitig auf eine Sehschwäche hin untersuchen zu lassen.

Sehschwäche: Vorsorgeuntersuchungen im Kindesalter sind nicht genug

Laut der gesetzlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen werden die Augen Ihrer Kinder vom Arzt dreimal untersucht:

1. In der U5 (6 bis 7 Monate nach der Geburt)
2. In der U8 (zwischen dem 3. bis 4. Lebensjahr)
3. In der U9 (im Alter von 5 Jahren, kurz vor der Einschulung)

Es ist zwar gut, dass der Kinderarzt die Augen Ihres Kindes auf eine mögliche Sehschwäche hin kontrolliert, allerdings sind die Abstände zwischen den Vorsorgeuntersuchungen viel zu groß – und somit nimmt die Gefahr einer unentdeckten Sehstörung kontinuierlich zu. Vor allem dann, wenn innerhalb Ihrer Familie bereits Augenkrankheiten wie Schielen oder Fehlsichtigkeit vorliegen.

Mein Tipp: Beugen Sie der Sehschwäche durch regelmäßige Kontrollen vor!
Gehen Sie mit Ihrem Kind regelmäßig zum Augenarzt, damit dieser einen möglichen Sehfehler rechtzeitig entdecken und entsprechend behandeln kann. 

So erkennen Sie eine Sehschwäche bei Ihrem Kleinkind

Wenn Sie Ihr Kind aufmerksam beobachten, fällt Ihnen möglicherweise auf, dass es unter einer Sehschwäche leidet. Sicher sein können Sie sich erst dann, wenn Sie einen Augenarzt aufsuchen – es gibt jedoch eine Vielzahl von Symptomen, die daraufhin deuten, dass Ihr Kind an einer Sehstörung leidet. Das können folgende Symptome sein:

  • Ihr Kind schielt bereits nach den ersten sechs Lebensmonaten
  • Ihr Kind blinzelt oft mit den Augen, die manchmal sogar zu zittern scheinen
  • Ihr Kind kneift oft die Augen zusammen und reibt sich diese auffallend oft
  • Ihr Kind bringt seinen Kopf häufig in eine Schräglage
  • Ihr Kind hat sehr große Augen, die empfindlich auf Licht reagieren
  • Ihr Kind hat verformte oder veränderte Augenlider
  • Ihr Kind stolpert ständig oder rempelt Gegenstände an
  • Ihr Kind hält sich Gegenstände immer ganz dicht vor die Nase
Mein Tipp: Beobachten Sie die Augen Ihres Kindes, um eine Sehschwäche zu erkennen!
Sollte die Hornhaut Ihres Kindes trüb aussehen oder gar eine grau-weißliche Färbung zeigen, müssen Sie unbedingt einen Augenarzt aufsuchen!

Sehschwäche: Wenn Ihr Kind eine Sehhilfe braucht

Sollte der Arzt entscheiden, dass Ihr Kind eine Sehhilfe benötigt, müssen Sie ihm eine Brille besorgen. An dieser Stelle ist es ratsam, nicht über den Kopf des Kindes hinweg zu entscheiden, sondern Ihr Kind in die Suche nach einer passenden Brille mit einzubinden – denn nur wenn ihm die Brille gefällt, akzeptiert es die Sehhilfe auch. Der Optiker Fielmann bietet Ihnen zum Beispiel eine große Auswahl an modernen Kinderbrillen, die an die Augen und die Kopfform so angepasst werden, dass sie im Alltag keinen Störfaktor darstellen. Sprich, Ihr Kind wird seine Sehhilfe beim Spielen und Toben, beim Lernen und auch beim Sport nicht bemerken. Dafür kann es aber in Zukunft die Dinge völlig klar sehen, sodass es im Idealfall später keine Brille mehr braucht. Nur wenn die Sehschwäche rechtzeitig erkannt und behoben wird, sind die „Heilungschancen“ besonders hoch. Andernfalls wird Ihr Kind aber auch im Alter damit leben können, auf eine Sehhilfe anwiesen zu sein.

Mein Tipp: Brillen sind nicht die einzigen Sehhilfen für Ihr Kind!
Ist Ihr Kind erst einmal groß genug, kann es ggf. auch auf Kontaktlinsen umsteigen, wenn es nicht mehr länger eine Brille tragen möchte. 

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