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Sauberkeitserziehung: Das Kind auf dem Töpfchen
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Weg mit der Windel! Tipps zur Sauberkeitserziehung

So werden Kinder trocken und sauber

Vielen Eltern ist es peinlich zuzugeben, dass ihr Kind zwar zuverlässig zum Pipimachen auf Toilette geht, das große Geschäft aber noch in der Windel landet. Dabei ist dieses Phänomen weit verbreitet und kann fast schon als „normal“in der Übergangsphase zum Sauberwerden angesehen werden. Und wenn Sie gelassen damit umgehen, ist diese rasch zu Ende – und Ihr Kind wirklich zuverlässig trocken und sauber. 

Expertenrat von 
Dr. Martina Hahn-Hübner, Gesundheits-Expertin, Medizinjournalistin

Wenn Kinder trocken werden, passiert dies häufig in drei Schritten. Zunächst macht es zuverlässig Pipi in Töpfchen oder Toilette, das große Geschäft landet noch in der Windel. Dann geht es auch für den Stuhlgang aufs Klo – und schließlich ist es nachts ebenfalls zuverlässig trocken. Doch gerade die Zeit, in der das Pipimachen auf dem Klo oder Töpfchen schon klappt, das große Geschäft aber noch in der Windel landet, bereitet vielen Eltern Sorgen – vor allem, wenn diese Phase einige Wochen oder Monate anhält. Diese Erziehungstipps helfen Ihnen, den Vorgang "durchzustehen".

Windelslips sind nicht immer eine gute Lösung. Zwar schonen sie den Fundus der Unterhosen, jedoch können Kinder schnell herausfinden, dass es sich bei dieser Art Unterwäsche auch um eine Windel handelt – und können so die Sauberkeitserziehung zunichte machen, indem sie doch wieder alles hinein machen.

Mein Tipp: Weg mit der Windel! Bleiben Sie konsequent

Kinder sind nicht dumm. Auch Windelslips sind Windeln, das merken die Kleinen schnell. Bleiben Sie bei der Unterhose, wenn Sie wollen, dass Ihr Kind sauber wird!

Beim Trockenwerden dürfen Sie nie schimpfen oder strafen

Wenn Sie die Nerven haben, können Sie Ihrem Kind also durchaus eine Unterhose anziehen, auch wenn der Stuhl regelmäßig hineingeht. Dann müssen Sie sich aber sicher sein, dass Sie wirklich gelassen bleiben. Denn Schimpfen und Strafen, wenn Ihr Kind in die Hose gemacht hat, verschlimmern die Situation nur. Es kann dann passieren, dass Ihr Kind aus Angst den Stuhl einhält. Es kommt zur Verstopfung, der Stuhl wird hart, der Stuhlgang schmerzt. Aus Angst vor diesen Schmerzen hält Ihr Kind wieder ein, es entsteht ein Teufelskreis, aus dem es nur noch schwer herauskommt – so wird das Kind niemals trocken und sauber. Wenn Ihnen bzw. Ihrem Kind dies passiert, sollten Sie zu einem Mittel greifen, das den Stuhl auflockert. Hier bietet sich zum Beispiel Lactulose-Sirup an. Das hilft ihrem Kind bei Verstopfung und verhindert, dass es zu Schmerzen auf der Toilette kommt.

Gestalten Sie den Windelwechsel sachlich, das hilft beim Sauberwerden

Während Sie auf Schimpfen und Strafen fürs In-die-Hose-machen verzichten sollten, können Sie Ihrem Kind, wenn es eigentlich schon auf die Toilette geht, zumindest den Windelwechsel wenig verlockend gestalten. Achten Sie darauf, dass es während dieser Zeit, in der Sie ihm eine neue Windel anlegen, keine Extra-Zuwendung bekommt. Führen Sie ihn rasch und knapp durch. So entfällt für Ihr Kind der Anreiz, auf den Toilettengang zugunsten des Windelwechselns zu verzichten.

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