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Unkontrollierte Wutanfälle: Die besten Tipps, um Ihr Kind zu beruhigen

Erziehung und Entwicklung

Wut und Aggression sind Gefühle, die jeder Mensch kennt, ganz sicher auch Ihr Kind. Es sind Reaktionen auf Ereignisse oder Erlebnisse, die nur schwer zu akzeptieren sind und das Selbstwertgefühl kränken. In Ermangelung anderer Möglichkeiten wandelt Ihr Kind die erlebte Frustration, den Ärger oder die Enttäuschung in körperliche Energie um. Schreien, Schimpfen, Schlagen und/oder Treten können Ihr Kind entlasten, doch nicht immer ist ein Wutanfall harmlos. Wir zeigen Ihnen, wie Sie am besten reagieren, wenn Ihr Kind unkontrollierte Wutausbrüche hat. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Anders als viele Erwachsene lernen Kinder erst nach und nach, ihre Gefühle zu erkennen und zu beherrschen. Der Weg vom direkten, unkontrollierten Wutanfall eines Kleinkindes Kleinkind-Entwicklungbis zur vernünftigen, überlegten Reaktion eines Erwachsenen auf eine ärgerliche Situation ist lang. Dabei sind Wutanfälle nicht grundsätzlich falsch, denn das Zeigen der Frustration kann auch entspannende und ausgleichende Wirkung haben. Ein Boxsack kann beispielsweise Wunder wirken, wenn das verlorene Schaukämpfen im Taekwondo oder die Beleidigung des Freundes verkraftet werden müssen. Doch nicht immer sind Wutanfälle angebracht.

Bei diesen Wutanfällen sollten Sie abwarten, bis Ihr Kind sich von allein beruhigt

  • wenn Ihr Kind in einem Wettkampf nicht den ersten Platz belegt hat
  • wenn Ihr Kind sich über eigene, kleine Fehler ärgert, zum Beispiel wenn es beim Malen Farbe auf das Bild verschüttet
  • wenn Ihr Kind eine vorher angekündigte Strafe erhält, zum Beispiel kein Eis bekommt, weil es trotz Ermahnungen seinen Fahrradhelm nicht aufgesetzt hat
  • wenn Ihr Kind etwas nicht bekommt, was es gerne möchte, zum Beispiel ein teures Spielzeug
  • wenn Ihr Kind sich über ein gerechtfertigtes Verbot ärgert, zum Beispiel einen Film nicht sehen darf
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