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Diese Therapien helfen bei Wahrnehmungstörungen

Wahrnehmung fördern durch Therapien

Sobald der Arzt die Ursache für die Wahrnehmungsstörungen Ihres Kindes herausgefunden hat, kann mit einer zielgerichteten Therapie begonnen werden. Lesen Sie, mit welchen Therapien gegen Wahrnehmungsstörungen die Wahrnehmung Ihres Kindes gefördert werden kann. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Es gibt sehr viele unterschiedliche Therapien zur Behandlung der verschiedenen Wahrnehmungsstörungen und zur Bewältigung der damit verbundenen Folgen für Ihr Kind. In der Regel finden die Mediziner keine erkennbaren körperlichen Ursachen für Wahrnehmungsstörungen und verschreiben daher eine Behandlungsform, bei der die speziellen Fähigkeiten Ihres Kindes durch Übungen trainiert werden. Aber auch das familiäre und das schulische Umfeld werden in die Therapien miteinbezogen. Dies kann unter anderem bedeuten:

Ergotherapie bei Wahrnehmungsstörungen

Die Ergotherapie bei Wahrnehmungsstörungen wird vom Kinderarzt verordnet und von den Krankenkassen bezahlt. Sie umfasst ein gezieltes Training für motorische Koordination, Aufmerksamkeit sowie Wahrnehmung und hilft Kindern, ihren Körper besser kennen zu lernen und sich geschickter zu bewegen. Die Therapie arbeitet Entwicklungsverzögerungen auf, indem sowohl die Grob- und Feinmotorik als auch die verschiedenen Wahrnehmungsbereiche gezielt gefördert werden. Durch die Verbesserung der Integration aller Sinne können bei Wahrnehmungsstörungen behandelte Kinder auditive und visuelle Reize besser aufnehmen und sich länger konzentrieren. Die (auch) für den Schulerfolg wichtigen Grundfähigkeiten werden so durch die Therapie stabilisiert.

Logopädie bei Wahrnehmungsstörungen

Wenn Kinder Artikulationsstörungen haben, also Laute oder Wörter nicht richtig aussprechen können, ist eine logopädische Behandlung bei Wahrnehmungsstörungen notwendig. Auch diese Therapie wird vom Kinderarzt verschrieben und ihre Kosten von den Krankenkassen übernommen. Die Wahrnehmungsstörungen werden von Logopäden in Einzelsitzungen der Therapie oder in kleinen Gruppen spielerisch behandelt. Dabei ist die Therapie an die Symptome, an das Alter des Kindes und an seinen Entwicklungsstand angepasst. Auch Kinder, deren Redefluss durch Wahrnehmungsstörungen problematisch ist, die stottern, poltern, lispeln oder stammeln, profitieren von logopädischer Behandlung in dieser Therapie.

Psychomotorik oder Krankengymnastik bei Wahrnehmungsstörungen

Diese Form der Therapie ist für Kinder geeignet, die in ihrer motorischen, sensorischen und psychomotorischen Entwicklung bei Wahrnehmungsstörungen unterstützt werden müssen. Die Therapie findet auf neurophysiologischer Basis statt und arbeitet mit verschiedenen Behandlungsansätzen (z.B. Bobath, sensorische Integration, Vojta, Affolter u.a.). Die Physiotherapie stärkt bei Wahrnehmungsstörungen die Motorik durch Bewegungsspiele, fördert die einzelnen Wahrnehmungsbereiche, stärkt die Selbstständigkeit im Handeln und die psycho-emotionale Entwicklung. Die Therapie ist beispielsweise geeignet für Kinder mit einer gesteigerten Ermüdbarkeit, Sensibilitätsstörungen und Fehlhaltungen. Ob die Kosten für eine psychomotorische Behandlung bei Wahrnehmungsstörungen von der Krankenkasse übernommen werden, muss im jeweiligen Einzelfall abgefragt werden. Krankengymnastik in der Therapie wird in der Regel bezahlt.

Musiktherapie bei Wahrnehmungsstörungen

In der Musiktherapie lernen Kinder bei Wahrnehmungsstörungen, ihre Gefühle zu erleben und auszudrücken, ihre Kontaktfähigkeit auszubauen und ihr Selbstwertgefühl zu steigern. Mit Klängen werden sie in der Therapie insgesamt angeregt und ihre Fantasie gefördert. Über den Umgang mit Musik und vielfältigen Instrumenten üben Kinder in der Therapie zu lauschen und aufeinander zu hören. Unruhige Kinder können bei Wahrnehmungsstörungen über die Musik zur Ruhe finden und sich entspannen sowie entwicklungsfördernde Erfahrungen machen. Musiktherapie ist geeignet für ängstliche, aggressive und kontaktscheue Kinder, die hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Ob die Kosten für diese Therapie von den Krankenkassen übernommen werden, muss im Einzelfall geklärt werden.

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