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So vererben Sie richtig

Richtig Vererben

Wenn Sie in Ihren eigenen vier Wänden wohnen, sollten Sie sich frühzeitig Gedanken darüber machen, wie und wann die Eigentumsübertragung erfolgen soll. Dabei können sowohl eine Vererbung als auch eine Schenkung des Hauses zu Lebzeiten in Betracht kommen. 

Expertenrat von 
Dr. Dietmar Kowertz, Verbraucherschutz-Experte

Ein Haus als Teil des Nachlasses wirft nicht selten Probleme auf, speziell dann, wenn nicht einer, sondern mehrere Verwandte das Haus erben. Der eine will selbst darin wohnen, der andere will es vermieten, der Dritte möchte es verkaufen: Da ist der Ärger meist vorprogrammiert! Wird die Immobilie von einem Erben übernommen, haben die anderen Anspruch auf einen finanziellen Ausgleich, nicht selten mit der Folge, dass der Hauserbe eine Hypothek aufnehmen muss und manchmal sogar gezwungen ist, das Haus zu verkaufen, um die Ansprü- che der Miterben abzufinden. Auch müssen die Rechte der pflichtteilsberechtigten Personen beachtet werden. Kurz: Das Vererben eines Hauses kann schnell zu einer äu- ßerst komplexen Angelegenheit werden, die nicht selten aus dem Ruder läuft.

Vorzeitige Übergabe als Alternative zum Vererben

Mit der – im Juristendeutsch – „lebzeitigen Übergabe“ einer selbstgenutzten Immobilie haben Sie einige Vorteile auf Ihrer Seite und können aktiv gestalten, was mit Ihrem Haus geschehen soll. So sorgen Sie mit einem Schenkungsvertrag nicht nur dafür, dass die Immobilie in die aus Ihrer Sicht richtigen Hände gelangt, sondern Sie können unter Umständen sogar das Pflichtteilsrecht ausschließen – schließlich kann man sein Hab und Gut verschenken, ohne jemandem darüber Rechenschaft abgeben zu müssen. Allerdings sollten Sie in diesem Zusammenhang die auf Seite 5 ausführlich erklärte 10-Jahres-Regel (§ 2325 BGB) beachten.

Wer etwas verschenkt, muss wissen, dass er seine Eigentumsrechte abtritt. Wenn Sie also auch nach der Schenkung weiterhin in Ihrer Immobilie wohnen bleiben möchten, sollten Sie das unbedingt im Schenkungsvertrag festschreiben, z.B. als lebenslanges unentgeltliches Wohnrecht, das via Notar eingetragen werden muss.

Mein Rat
Im Pflegefall kann es durchaus dazu kommen, dass die Immobilie zur Finanzierung der Pflegekosten liquidiert werden muss. Eine rechtzeitige Verkleinerung des Nachlasses ist daher auch unter diesem Gesichtspunkt oft sinnvoll!

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