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2013: Diese neuen Regelungen und Gesetze treffen Familien

Neue Rechte für Familien

Diese neuen Regelungen und Gesetze treten 2013 in Kraft und könnten auch Ihre Familie betreffen. Welche neuen staatlichen Zuwendungen Familien entlasten sollen und wo Sie aufpassen müssen, um nicht unnötig belastet zu werden, lesen Sie in dieser Übersicht. 

Expertenrat von 

Änderungen beim Elterngeld

Seit dem 01.01.2012 gelten neue Bestimmungen, die die Ermittlung des für das Elterngeld maßgeblichen Erwerbseinkommens vereinfachen. Dadurch sollen Elterngeldanträge künftig einfacher gestellt und schneller bearbeitet werden können. Erreicht wird dies durch eine pauschalierte Ermittlung der Abzüge für Steuern und Abgaben vom Bruttolohn. Weitere Informationen finden Sie hier.

Doch Vorsicht: Durch die Änderung können Ihnen auch erhebliche Einbußen beim Elterngeld drohen. Bei der Berechnung des neuen Elterngelds zählt die Steuerklasse, die in den zwölf Monaten vor der Geburt Ihres Kindes am Längsten eingetragen war. Daher sollten Sie früh entscheiden, wer während der Elternzeit zu Hause bleibt und dessen Steuerklasse so festlegen, dass das höchste Einkommen gesichert ist, selbst wenn das für den verheirateten Partner eine höhere Steuerlast bedeutet.

Das neue Betreuungsgeld

Das Betreuungsgeld ist eine Zuwendung des Staates, das Eltern erhalten, die ihr Kind bewusst zu Hause erziehen und darauf verzichten, einen Kita- oder Krippenplatz in Anspruch zu nehmen. Dabei besteht Wahlfreiheit für junge Familien mit kleinen Kindern, denen so Freiräume geschaffen werden sollen, damit sie ihr Familienleben nach ihren eigenen Wünschen gestalten können. Das Gesetz zum Betreuungsgeld wurde im Dezember 2012 verabschiedet und tritt ab dem 1. August 2013 gemeinsam mit dem Betreuungsgeldergänzungsgesetz in Kraft. Dann erhalten Eltern von Kindern, die nach dem 31. Juli 2012 geboren wurden im ersten Jahr 100 Euro monatlich für Kinder im zweiten Lebensjahr, ab dem 1. August 2014 dann 150 Euro für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr. Die neue staatliche Zuwendung schließt nahtlos an das Elterngeld an.

Das Betreuungsgeldergänzungsgesetz umfasst einen zusätzlichen Bonus von 15 Euro pro Monat an Betreuungsgeldberechtigte, wenn Sie das Betreuungsgeldes für Zwecke der privaten Altersvorsorge nutzen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung für Kinder unter drei Jahre (U3)

Ab dem 1. August 2013 gibt es in Deutschland einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder vom vollendeten ersten bis zum vollendeten dritten Lebensjahr (U3). Mütter und Väter haben dann die gesetzlich abgesicherte Möglichkeit, ihre kleinen Kinder von einer Kita oder einer Tagesmutter betreuen zu lassen. Doch Achtung: Derzeit gibt es in Deutschland leider noch nicht ausreichend Plätze, um wirklich allen 780.000 U3-Kinder einen Betreuungsplatz zu gewährleisten.

Weitere gesetzliche Änderungen, die Ihr Familienleben beeinflussen können:

  • Höherer Arbeitslosengeld II-Satz ab dem 01. Januar 2013 - Der Hartz-IV-Satz für Partner erhöht sich um acht Prozent auf 345 Euro, für Kinder bis sechs Jahre um fünf Prozent auf 224 Euro, für Kinder von 7 bis 14 Jahren um sechs Prozent auf 255 Euro und für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren um ebenfalls sechs Prozent auf 289 Euro.
  • Die Praxisgebühr fällt ab dem 01. Januar 2013 ersatzlos weg
  • Die Verdienstobergrenze für Minijobber steigt um 50 auf 450 Euro ab dem 1. Januar 2013
  • Das Briefporto wird teurer - Das Porto für einen Standard-Brief steigt von 55 auf 58 Cent. Der Maxibrief kosten zukünftig 20 Cent mehr und steigt auf 2,40 Euro. Büchersendungen gibt es ab dem 1. Januar 2013 nur noch "Groß" (1,00 Euro) oder "Maxi" (1,65 Euro)
  • Der neue Rundfunkbeitrag ab dem 1. Januar 2013 betrifft nun alle, auch wenn Sie keinen Fernseher besitzen sollten und ist somit unabhängig von der Anzahl der Geräte. Er beläuft sich auf 17,98 Euro im Monat.
  • Der Beitragssatz zur Rentenversicherung sinkt zum 1.von 19,6 auf 18,9 Prozent, wodurch alle Arbeitnehmer ab dem 1. Januar 2013 entlastet werden
  • Seit dem 21. Dezember 2012 bieten Versicherungen nur noch geschlechtsneutrale Policen an – Experten rechnen mit einem Beitragsanstieg sowohl für Männer, als auch für Frauen
  • Voraussichtlich ab Frühjahr 2013 wir das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ gestartet

Der Inhalt dieses Artikels dient lediglich zur allgemeinen Information über die jeweiligen Rechtsgebiete beziehungsweise über die jeweiligen rechtlichen Situationen. Der Artikel stellt keine Rechtsberatung dar und kann die rechtliche Beratung im Einzelfall nicht ersetzen!

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