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Experimentieren mit Kindern

So richten Sie Ihrem Kind eine „Forscherecke“ zum Experimentieren ein

Experimente für Kinder

Kinder experimentieren gerne. So kommen sie physikalischen und chemischen Phänomenen „spielend“ näher. Auf diese Art und Weise sind Naturwissenschaften richtig spannend. Schon mit wenigen einfachen Materialien kann Ihr Kind experimentieren und seinem Forschergeist freien Lauf lassen. 

Expertenrat von 

Kleine Forscher (ab etwa drei Jahren) beschäftigen sich oft voll Begeisterung mit Fragen wie „Warum ist die große Tüte Erdnussflips leichter als die kleine Packung Tiefkühl-Spinat?“ oder „Warum schwimmt ein Schiff, das doch viel schwerer ist als ich, obwohl ich im Wasser untergehe?“. Als Eltern hat man hierauf nicht immer eine Antwort parat. Lassen Sie Ihr Kind doch einfach selbst experimentieren eine Erklärung dafür finden.

Platz zum Experimentieren gibt es in jeder Wohnung

Im Kindergartenalter brauchen Kinder noch keinen teuren Experimentierkasten. Zum Experimentieren genügen alltägliche Gegenstände, die es in jedem Haushalt gibt. Spezielle Anschaffungen sind deshalb auch nicht nötig. Mit unseren Vorschlägen zum Experimentieren wird z. B. das Badezimmer im Handumdrehen zum Wasserlabor. Günstig zum Verstauen der Materialien ist eine größere Kiste (z. B. eine Klappkiste).

Materialliste: Damit können kleinere Forscher experimentieren

Geeigneter Raum: Küche

Sinnvolles Material

Messbecher, Gläser, Dosen, Schüsseln, Lupe, Waage, unterschiedliche Materialien wie z. B. Mehl, Nudeln, getrocknete Hülsenfrüchte

Das lässt sich damit erforschen

  • Wie schwer sind Alltagsgegenstände?
  • Was ist schwerer/ leichter?
  • Wie verhält sich das Volumen?

Geeigneter Raum: Bad

Sinnvolles Material

Wasser-, Dusch-, Babybadewanne, Schläuche, Strohhalme, Schwämme, Plastikflaschen, Seife, Spülmittel, verschiedenes wasserfestes Spielmaterial, Thermometer

Das lässt sich damit erforschen

  • Wie warm ist das Wasser?
  • Wie schwer ist Wasser?
  • Wie entsteht Schaum?
  • Wie fühlt er sich an?
  • Wie wirkt die Schwerkraft auf das Wasser in den Schläuchen?

Geeigneter Raum: Werkstatt oder Hobbyraum

Sinnvolles Material

Verschiedenes Werkzeug. Vielfältiges, Baumaterial, alte Geräte, z. B. ein Radio

Das lässt sich damit erforschen

  • Bauen verschiedenster Konstruktionsweisen:
  • Was hält, was stürzt ein?
  • Wie sieht ein Radio von innen aus?
  • Welches Werkzeug eignet sich für welches Material?

Mit diesen 6 Tipps fördern Sie die Experimentierfreude Ihres Kindes

Der wichtigste Grundsatz vorweg: Ihr Kind gibt das Tempo vor und darf selbst nach Lösungen suchen! Wenn es sich nicht für bestimmte Experimente interessieren sollte, versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.

  1. Unterstützen Sie Ihr Kind beim Experimentieren. Leiten Sie es behutsam an, doch geben Sie nicht zu viel vor. Lassen Sie Ihrem Kind Zeit, selbst eine Lösung zu finden. Statt einem„Probier doch mal…“ fragen Sie besser: „Was denkst du, würde passieren, wenn…?“ Oder fragen Sie Ihr Kind: „Hast du eine Idee, wie wir das machen könnten?“
  2. Klare Regeln für die Sicherheit. Bleiben Sie immer in der Nähe, wenn Ihr Kind experimentiert. Besprechen Sie mit ihm, dass es bestimmte Dinge nur mit Ihnen zusammen tun darf, etwa die Verwendung elektrischer Geräte, das Anzünden einer Kerze oder das Schneiden mit einem scharfen Messer.
  3. Ihr Kind ist für seine Forscherecke verantwortlich. Deshalb ist es nicht sinnvoll, wenn Ihr Kind experimentiert, aber Sie anschließend sauber machen und aufräumen. Ihr Kind sollte dies gemeinsam mit Ihnen tun.
  4. Lassen Sie kreative Ideen zu. Wir Erwachsene denken sehr zielorientiert und sind schnell versucht, uns sinnlos erscheinende Vorschläge mit einem„Das funktioniert doch nicht!“ abzutun. Hören Sie aufmerksam zu, wenn Ihr Kind verschiedene – und seien es noch so utopische – Versuchsanordnungen und Lösungsmöglichkeiten vorschlägt, und bewerten Sie diese nicht. Lassen Sie Ihr Kind selbst ausprobieren, was funktioniert und was nicht, so lange das Experiment nicht gefährlich ist.
  5. Motivieren Sie Ihr Kind zum Durchhalten. Jeder Forscher weiß, dass Experimente oft nicht beim ersten Mal gelingen. Macht Ihr Kind beim Experimentieren „Fehler“, sollten Sie es nicht mit einem„Nein, das ist doch ganz falsch!“ darauf hinweisen. Gerade wenn etwas misslingt, braucht Ihr Kind positiven Zuspruch. Zeigen Sie ihm, dass man auch aus Fehlern etwas lernen kann, und leiten Sie es, wenn es nicht von selbst auf die richtige Lösung kommt, behutsam in die gewünschte Richtung. Etwa: „So hat es nicht funktioniert! Was meinst du, warum hat es jetzt nicht geklappt? Was könnten wir anders machen? Wollen wir es mit XY nochmal probieren?“
  6. Sprechen Sie über das Ergebnis. Ist Ihr Kind einem naturwissenschaftlichen Phänomen auf die Spur gekommen, z. B. der Dichte (obwohl verschiedene Materialien auf der Waage gleich schwer sind, ist im Messbecher nicht immer gleich viel drin), sollten Sie es ermutigen, anderen Familienmitgliedern davon zu erzählen, etwa dem Papa oder der Oma.
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