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Vater arbeitet von Zuhause aus und füttert dabei Baby
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Die richtige Work-Life-Balance

Arbeiten von Zuhause

Viele Mütter und Väter, die in Vollzeit tätig sind, kennen die Problematik: Der Arbeitstag ist lang und wenn Sie endlich nach Hause kommen, sind die kleinen Zwerge schon im Bett. Die Zeit am Wochenende erscheint Ihnen zu kurz, um die persönliche Entwicklung des Kindes mitzuerleben. Oder Sie befinden sich in Elternzeit, möchten das Arbeiten aber nicht gänzlich aufgeben. Mit diesen Arbeitsmodellen stellen wir Ihnen Alternativen zum herkömmlichen Arbeitstag vor, mit denen Sie beides sein können: Eltern und Berufstätige. Außerdem geben wir Ihnen Tipps, wie Sie effektiv von Zuhause aus arbeiten. 

Expertenrat von 

Welche Alternativen gibt es für Eltern?

1)     Heimarbeit als Nebenverdienst

Obwohl sich immer mehr Familienmodelle in der Gesellschaft etablieren, muss trotzdem ein Elternteil nach der Geburt des Nachwuchses temporär zu Hause bleiben. Auch wenn sich Mütter und Väter mittlerweile die Elternzeit teilen, besteht doch häufig ein Problem: Wer zu Hause bleibt, verdient weniger Geld und die Haushaltskasse wird dadurch ausgedünnt. Außerdem ist die Elternschaft ein 24-Stunden-Job, den Sie sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr in Vollzeit ausführen. Eine gute Möglichkeit, auch während der Elternzeit Geld zu verdienen und trotzdem jederzeit für den Nachwuchs präsent zu sein, ist Heimarbeit.

Worauf Sie allerdings explizit achten müssen:

  • Achtung: Nicht alle Angebote sind seriös! Informieren Sie sich ausgiebig über die Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten!
  • Bei Heimarbeit während der Elternzeit: nicht mehr als 15 bis maximal 30 Stunden pro Woche

2)     Home Office bei einem Angestelltenverhältnis

Eine Alternative zu der herkömmlichen 40-Stunden-Woche in einem Büro kann Home Office sein. Dazu benötigen Sie aber eine Absprache mit Ihrem Vorgesetzten. Hier haben Sie den Vorteil, dass Sie sich den Wiedereinstieg in Ihren alten Job erleichtern können, wenn Sie ein paar Stunden in der Woche von Zuhause aus tätig sind. Doch Home Office ist auch eine Alternative nach der Elternzeit. Dank moderner Technik und Cloudlösungen stellt es heute kein Problem mehr dar, mehrere Tage vom heimischen Arbeitszimmer aus die anstehende Arbeit zu verrichten. Auch eine stundenweise Anwesenheit in der Firma ist möglich. Diese Arbeitsbedingungen eignen sich besonders gut, wenn Ihr Kind in einer Kindertagesstätte oder bereits in der Schule ist. Sowohl Home Office als auch Heimarbeit bieten Ihnen folgende Vorteile:

  • Ein hohes Maß an Flexibilität
  • Kinderbetreuung nach Wunsch
  • Finanzielle Unabhängigkeit
  • Für das Kind da sein
  • Selbstfindung und Seelenfrieden

3)     Selbstständigkeit

Auch eine Selbstständigkeit bietet Ihnen den Vorteil, dass Sie viele Tätigkeiten vom heimischen Schreibtisch aus tätigen können. Viele Steuerberater, Buchhalter, Texter, (Grafik-)Designer oder auch Journalisten arbeiten größtenteils von ihren eigenen Räumlichkeiten aus.

Nachteil: Sie sind abhängig von der momentanen Auftragslage. Wenn sich Ihr Unternehmen aber bereits auf dem Markt etabliert hat und Sie sich die Aufträge aussuchen können, lassen sich Kindererziehung und Arbeit sehr gut unter einen Hut kriegen.

Wie alle Berufstätigen werden Sie aber trotzdem auf ein gewisses Maß an Hilfe angewiesen sein. Gänzlich ohne Unterstützung können Sie weder die Selbstständigkeit noch die Teilzeitarbeit ausführen. Sichern Sie die Rückendeckung Ihres Partners oder der Familie. Auch ein Halbtagsplatz in einer Kindertagesstätte oder bei einer Tagesmutter ist eine Option, denn so lernt Ihr Kind andere Gleichaltrige kennen und Sie können sich in diesem Zeitraum auf Ihre Arbeit konzentrieren.

Effektiv in den eigenen vier Wänden arbeiten

Das Arbeiten von Zuhause aus birgt jedoch auch einige Nachteile. Sie benötigen viel Selbstdisziplin, denn Kinder bedeuten auch immer eine Ablenkung, die ein effektives Arbeiten verhindert. Trotzdem müssen Sie wichtige Telefonate führen, Abgabefristen und Termine einhalten oder Rücksprache mit Ihrer Arbeitsstelle halten. Mit dieser Checkliste wollen wir Ihnen dabei helfen, Grenzen zu setzen, ohne Ihr Kind aus den Augen zu verlieren.

  • Richten Sie sich ein Arbeitszimmer oder zumindest eine Arbeitsecke ein, wo Sie das benötigte Equipment unterbringen und genug Freiraum haben. Dazu zählen Aktenschränke, ein Schreibtisch, ein bequemer Bürostuhl, Regale oder auch Ablagesysteme. Gestalten Sie Ihren Arbeitsbereich so, dass gerade Kleinkinder nicht an wichtige Unterlagen kommen!
  • Besorgen Sie sich notwendige Programme, die Ihnen das Arbeiten Zuhause erleichtern. Als Buchhalter oder Selbstständige brauchen Sie eine vernünftige Software zur Auftragsbearbeitung, mit der Sie Rechnungen und Aufträge schreiben können. Ein Anbieter, der sich auf Software für kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert hat, ist dieser hier. Auch als Grafiker benötigen Sie diverse Softwareprogramme, die Ihre Arbeit erst möglich machen.

  • Richten Sie sich feste Bürozeiten ein und setzen Sie notfalls auch Ihrer Familie Grenzen. Nicht alle Tätigkeiten im Haushalt müssen sofort erledigt werden. Gestalten Sie Flexibilität und Stabilität ausgewogen.
  • Halten Sie Kontakt zu Ihrer Arbeitsstelle oder zu Kunden. Durch Skype, Email-Programme, Telefon-Konferenzen und weitere moderne Technik stellt dies heutzutage kein Problem mehr dar.  

 

 

 

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