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Elektrosmog, Strahlung, strahlen

Achtung, Strahlung! Wie sie Elektrosmog vermeiden können.

Elektrosmog: Strahlen vermeiden

Macht Elektrosmog nun krank oder nicht? Die Experten streiten noch darüber. Da aber auch die Unbedenklichkeit von Handy, Schnurlostelefon & Co. nicht zweifelsfrei belegt ist, kann Vorsicht keinesfalls schaden.  

Expertenrat von 

Erst kürzlich wurde bekannt, dass zwei Studien der Medizinischen Universität Wien, die eine Schädigung des menschlichen Erbguts bereits durch Mobilfunkstrahlung bei geringer Belastung nachgewiesen haben wollen, vermutlich gefälscht waren. Entwarnung kann trotzdem nicht gegeben werden, denn Untersuchungen belegen, dass zumindest Neugeborene messbar schon auf kurzzeitige Belastung mit Elektrosmog reagieren.

Wo Strahlen auftauchen – und wie Sie mit einfachen Mitteln Elektrosmog reduzieren

Kritisch zu sehen sind vor allem die hochfrequenten elektromagnetischen Felder von schnurlosen Telefonen, Handys und drahtlosen Internetverbindungen (WLAN).Wie stark sie strahlen, hängt von der Sendeleistung (Angabe in Milliwatt) ab. Hier ein kleiner Überblick über mögliche Elektrosmog-Verursacher in der Wohnung:

  • Schnurloses Telefon (DECT-Standard). Strahlt zwar „nur“ mit 250 Milliwatt, dafür aber ständig, denn das Mobilteil muss mit der Basisstation in Kontakt bleiben.
    Tipp: Es gibt inzwischen Geräte, die zumindest dann nicht strahlen, so lange das Mobilteil auf der Basis liegt (so genanntes ECO-DECT, z. B. verschiedene Modelle des Siemens Gigaset oder AEG Fame). Das Telefon Orchid Eco Low Radiation strahlt sogar nur, wenn telefoniert wird. Bei einem normalen DECT-Telefon können Sie zumindest nachts den Stecker der Basisstation ziehen und das Mobilteil ausschalten.
  • Handy. Stärkste Strahlungsquelle mit bis zu 2.000 Milliwatt, insbesondere bei schlechtem Empfang, z. B. bei Telefonaten in geschlossenen Räumen.
    Tipp: Schalten Sie das Handy aus, wenn es nicht benutzt wird. Telefonieren Sie nicht damit, wenn Sie Ihr Baby oder Kleinkind auf dem Arm halten. Gehen Sie zum Telefonieren lieber ins Freie, und verwenden Sie das Handy nicht im Auto, sofern Sie keine extra Antenne dafür haben (z. B. durch die Freisprechanlage). Orientieren Sie sich beim Kauf eines Handys am SAR-Wert, der angibt, wie stark das Gerät strahlt (Übersicht unter www.bfs.de/elektro/hff/oekolabel.html).
  • Schnurloser Kopfhörer. Sendet mit bis zu 10 Milliwatt, Kopfhörer für Bluetooth-Geräte wie Computer sogar nur mit 2,5 Milliwatt.
  • Fernseher. Flachbildschirme geben kaum Strahlung ab, ältere Geräte mit Röhre sogar eine minimale Menge an Röntgenstrahlen.
    Tipp: Zu einem Röhrenbildschirm sollten Sie und Ihr Kind mindestens zwei bis drei Meter Abstand halten.
  • WLAN. Strahlt mit einer Leistung von 30 bis 200 Milliwatt.  
    Tipp: Wenn Sie Ihren PC per Kabel mit dem Internet verbinden, geht es ganz ohne Strahlung.
  • Funkwecker. Nur das Zeitsignal wird über Funk empfangen. Gibt selbst keine Strahlung ab und ist unbedenklich.
  • Fernbedienung. Funktioniert mit Infrarotstrahlung und ist unbedenklich.
  • Induktionskochfeld. Erhitzt die Speisen durch ein magnetisches Wechselfeld.
    Tipp: Damit von der Strahlung möglichst wenig nach außen dringt, bitte immer Töpfe benutzen, die die jeweilige Kochfläche ganz abdecken.
  • Mikrowelle. Fabrikneue Geräte sind so gut abgeschirmt, dass kaum Strahlung nach außen dringt. Ältere Geräte können allerdings Leckstrahlung abgeben.
    Tipp: Ihr Kind sollte nicht direkt vor dem Sichtfenster stehen, wenn die Mikrowelle in Betrieb ist.
  • Netzteile und Trafos. Verursachen immer elektromagnetische Felder. Selbst bei ausgeschaltetem Gerät ziehen Transformatoren noch Strom – zu hören am leisen Brummton – und strahlen munter weiter.
    Tipp: Immer den Netzstecker ziehen, wenn das Gerät nicht gebraucht wird!
  • Energiesparlampen. Sind nichts anderes als kleine Neonröhren und benötigen deshalb ein kleines Vorschaltgerät (im Sockel der Lampe). Dabei entsteht eine periodische Pulsung von 100 Hertz, die unter anderem zu Konzentrationsschwierigkeiten und Augenproblemen führen kann.
    Tipp: Setzen Sie Energiesparlampen nur dort ein, wo ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zum Kopf gewährleistet ist, z. B. in Wand- und Deckenlampen. Als Nachttisch-, Schreibtisch- oder Leseleuchte sind sie nicht zu empfehlen!
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