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Dicke Luft? So lüften und heizen Sie die Räume richtig

Wohnräume richtig lüften

Lüften ist die schnellste und billigste Methode, um die Schadstoffbelastung in der Wohnung wirksam zu reduzieren. Wenn Sie außerdem noch richtig heizen, beugen Sie Schimmelpilzbefall wirksam vor. 

Expertenrat von 

Zugegeben: Auf Dauer kann man bei einer Schadstoffquelle in der Wohnung mit Lüften allein wenig ausrichten, aber als Sofortmaßnahme bis zur Sanierung hilft es, die Wohnraumluft wirksam zu verbessern. Zudem gibt es Schadstoffe, die sich ganz natürlich in der Raumluft anreichern, etwa Kohlendioxid, das wir ausatmen. Ist dessen Konzentration in der Wohnraumluft zu hoch, werden wir unkonzentriert und müde – und dagegen hilft nur mehrmals täglich „Fenster auf!“. Korrektes Lüften und die richtige Zimmertemperatur beugen außerdem Schimmelbefall vor.

Wirksam lüften und dabei Heizkosten sparen

  • Lüften Sie grundsätzlich morgens und abends alle Räume durch (auch wenn Sie den ganzen Tag unterwegs sind!).Wenn Sie mit Ihrem Kind zu Hause sind, sollten Sie zusätzlich vormittags und nachmittags nochmals diejenigen Zimmer lüften, in denen Sie sich aufgehalten haben.


  • Machen Sie einige Minuten richtig Durchzug! Öffnen Sie am besten gegenüberliegende Fenster vollständig, ansonsten in jedem Zimmer das Fenster weit öffnen. Das ist am effektivsten, während die Dauerkippstellung wenig bringt und im Winter viel Heizenergie verschwendet.

So lange müssen Sie lüften, um die Luft im Raum einmal vollständig auszutauschen

 

(die angegebenen Zeiten sind lediglich Richtwerte).

Art der Lüftung minimale Lüftungsdauer 
Querlüftung durch Öffnen zweier Fenster ca. 2 Minuten 
ein geöffnetes Fenster 4 bis 7 Minuten 
Fenster in Kippstellung 30 Minuten bis 2 Stunden 
bei geschlossenen Fenstern und Türen mindestens 3 Stunden oder (bei Isolierverglasung) auch deutlich länger 
  • Als Faustregel gilt: Je kälter es draußen ist, desto kürzer muss gelüftet werden. Je kühler die Zimmertemperatur ist, desto öfter muss gelüftet werden, denn kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen.
  • Lüften Sie bei jedem Wetter, auch bei Regen, denn die kühlere Außenluft ist trockener als die warme Zimmerluft.
  • Achten Sie darauf, beim Heizen und Kochen mit Kohle oder Gas kontinuierlich oder zumindest oft zu lüften.
  • Lüften Sie immer, wenn Sie mit geruchsintensiven Stoffen, Insektiziden oder Lösungsmitteln hantieren. Solche Arbeiten sollten Sie nach Möglichkeit ohnehin im Freien durchführen– und nie im Beisein Ihres Kindes!

Raus mit der überschüssigen Feuchtigkeit

In einem Haushalt fällt jede Menge Feuchtigkeit an, die auf Dauer die Bildung von Schimmelpilzen begünstigt, wenn sie nicht durch Lüften entfernt wird.

  • Wenn größere Mengen Wasserdampf anfallen (z. B. nach dem Duschen, Baden, beim Kochen, Wäschetrocknen, Bügeln), sollten Sie die Fenster öffnen! Halten Sie die Zimmertüre des betreffenden Wohnraumes geschlossen, sodass sich die Feuchtigkeit nicht in der ganzen Wohnung verbreitet.
  • Lüften Sie nicht von einem Zimmer in ein anderes, sondern nach draußen. Bei einem innen liegenden Bad ohne Fenster lüften Sie auf dem kürzesten Weg (durch ein anderes Zimmer). Besser noch ist eine Zwangsbelüftung (z. B.Ventilator, der mit dem Lichtschalter gekoppelt ist).
  • Luftbefeuchter sind fast immer überflüssig.

So viel Feuchtigkeit fällt im Haushalt an

Im Durchschnitt „produziert“ eine vierköpfige  Familie unter üblichen Wohnbedingungen 12 Liter Wasser (in Form von Wasserdampf ) pro Tag.

Feuchtigkeitsquelle anfallende Wassermenge 
Mensch, je nach Tätigkeit 50 bis 200 Gramm (g) pro Stunde 
große Topfpflanze 20 bis 30 g pro Stunde 
Geschirrspüler 150 bis 250 g pro Spülgang 
Waschmaschine 220 bis 400 g pro Waschgang 
Kochen 450 bis 1.000 g pro Stunde 
Baden in der Badewanne ca. 1.200 g pro Bad 
Duschen ca. 1.600 g pro Duschbad 

 

 

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