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Kinderzimmer
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Kinderzimmer gestalten 2.0: So sicher wohnen die Kleinen heute

Sicher Wohnen

Ein Kinderzimmer sollte nicht nur liebevoll gestaltet, sondern auch sicher sein. Schließlich soll der Nachwuchs sich hier nicht nur rundherum wohlfühlen, sondern sich auch völlig frei bewegen können, ohne ein Risiko einzugehen. Kindersicher muss der Haushalt spätestens dann werden, wenn Kinder in der Lage sind, sich selbst von der Stelle zu bewegen, auch wenn dies zunächst nur in Form von Rollen oder Robben geschieht. Dem Kinderzimmer sollte hierbei ein besonderes Augenmerk gelten, denn tatsächlich ist es so, dass sich die meisten Unfälle, die Kindern im elterlichen Haushalt passieren, im Kinderzimmer ereignen. Die Küche, obwohl sich hier doch im wahrsten Sinne des Wortes so viele Gefahrenherde verbergen, liegt nur auf Platz zwei der gefährlichsten Räume im privaten Haushalt. 

Expertenrat von 

Die Welt mit Kinderaugen betrachten

Was Eltern so oft als Leitsatz für ein harmonisches Familienleben mit auf den Weg gegeben wird, kann auch im Hinblick auf die Sicherheit im Kinderzimmer ein guter Ausgangsunkt sein: Wer die Welt mit Kinderaugen betrachtet, entdeckt zahlreiche Gefahrenquellen, die der Elternperspektive häufig verborgen bleiben. Wenn es daran geht, die Umgebung eines Kindes sicher zu machen, sollten sich deshalb alle Eltern auf Augenhöhe mit ihrem Kind begeben, bevor sie das Kinderzimmer gestalten. Das bedeutet, sich auf allen Vieren oder in Bauchlage durch das Kinderzimmer zu bewegen und einmal genau in Augenschein zu nehmen, was die Kleinen aus ihrer Perspektive alles zum Ausprobieren verlockt. Die meisten Eltern werden überrascht sein, was es da so alles zu entdecken gibt und wo es notwendig ist, ein paar zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Bei Kindermöbeln auf Qualität setzen

Das Herzstück eines jeden Kinderzimmers sind die Möbel. Wenn Eltern sich zum ersten Mal auf die Suche nach den passenden Möbeln machen, um das Kinderzimmer zu gestalten, stehen sie vor der Qual der Wahl. Die Auswahl ist riesig, ebenso wie die Preisspannen. Auch wenn das Budget für die Kinderzimmereinrichtung begrenzt ist, sollten Eltern nicht am falschen Ende sparen. Vor allem bei den Möbeln ist Qualität der wichtigste Faktor.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte beim Kauf der Möbel für das Kinderzimmer auf das GS Prüfzeichen des TÜV achten. Möbel, die dieses Zeichen tragen, wurden vom TÜV gründlich auf ihre Sicherheit hin überprüft. Das gilt sowohl für die verwendeten Materialien als auch für die Verarbeitung und den Schadstoffgehalt.

Außerdem sollten Eltern auf ein paar grundlegende Designaspekte achten. Kinderzimmermöbel sollten beispielsweise keine scharfen Kanten oder spitzen Ecken besitzen. Abgerundete Ecken und Kanten sorgen für Sicherheit. Auf Spalte oder Zwischenräume sollten Kindermöbel ebenfalls verzichten. Sie bergen die Gefahr, dass Kinder sich darin einklemmen können. Hohe Möbelstücke mit einer geringen Stellfläche, wie Schränke und Regale, sollten mit einer Vorrichtung versehen sein, die es ermöglicht, das Möbelstück fest in der Wand zu verankern. Das verhindert, dass Kinder die Möbel beim Spielen umstoßen oder umziehen und darunter begraben werden können. Besonders hochwertige Kindermöbel verfügen außerdem über einen Sicherheitsverschluss an Türen und Schubladen, der verhindert, dass Kinder beim Schließen ihre Finger einklemmen können. Mit hochwertigen Möbeln können Eltern das Kinderzimmer gestalten und dabei von Anfang an Wert auf höchste Sicherheit legen.

Mit dem Babyphone alles im Blick

BabyphoneEin weiterer wertvoller Helfer für die Sicherheit des Kindes ist ein gutes Babyphone. Die meisten Eltern schwören auf die elektronische Unterstützung, wenn es darum geht, den Schlaf oder das Spiel ihres Kindes aus einem Nachbarraum oder aus dem Garten zu überwachen. Ein Babyphone überträgt Geräusche oder auch Bilder aus dem Kinderzimmer und ermöglicht es den Eltern so, jederzeit reagieren zu können.

Die Auswahl an Babyphones ist riesig und es ist gar nicht so einfach, das passende Modell für den eigenen Bedarf herauszufinden. Eine Übersicht über aktuelle Modelle und ihre Funktionen gibt es unter babyphone-testberichte.de. Grundsätzlich gilt, dass digitale Geräte eine störungsfreiere Übertragung gewährleisten als analoge Modelle. Eine hohe Reichweite kann auch ein Auswahlkriterium sein. Um die Strahlenbelastung für das Kind besonders gering zu halten, sind batteriebetriebene Geräte sinnvoller als Modelle, die ständig mit der Steckdose verbunden sein müssen.

Eine Videoübertragung kann zusätzlichen Elektrosmog im Kinderzimmer verursachen und ist deshalb nicht erforderlich. Besonders belastungsarm sind Geräte, die nur dann ein Signal übertragen, wenn im Kinderzimmer ein Geräusch entsteht. Schläft das Kind ruhig und friedlich, sendet das Babyphone nicht und die Strahlenbelastung lässt sich so auf ein Minimum reduzieren.

Steckdosen absichern

Kleines Kind fasst an gesicherte SteckdoseEine große Gefahrenquelle im Kinderzimmer sind Steckdosen. Das gilt vor allem für Dosen, die sich auf Fußbodenniveau befinden. Sobald ein Kind mobil wird, sollten Eltern deshalb das gesamte Kinderzimmer nach Steckdosen absuchen und jede mit einer Sicherung versehen. Das gilt auch für Steckdosen, in denen dauerhaft ein elektrisches Gerät eingesteckt ist. Es gibt Steckdosensicherungen, die durch einen speziellen Mechanismus die Funktion der Steckdose nicht beeinträchtigen. Ist ein Stecker eingesteckt, liefert die Steckdose Strom. Wird der Stecker aber abgezogen, verschließt sich die Steckdose automatisch.

Inzwischen gibt es im Elektrofachhandel auch Steckdosen mit einer integrierten Kindersicherung. Besonders günstig ist es, bei der Einrichtung der eigenen vier Wände gleich auf Vorrichtungen mit Kindersicherung zu setzen.

Auch Lampen im Kinderzimmer sollten bestimmten Sicherheitsrichtlinien entsprechen. So ist es empfehlenswert, Lampen nur an der Decke anzubringen und nicht frei im Raum aufzustellen. Kabel sollten sicher in der Fußleiste oder in einem Kabelkanal befestigt werden, um die Stolpergefahr zu verringern. Die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“ empfiehlt außerdem, Lampen im Kinderzimmer mit maximal 24 Volt auszustatten.

Sturzgefahr am Fenster bannen

Kleinkind versucht gesichertes Fenster zu öffnenFenster üben auf Kinder eine große Faszination aus. Sie sollten deshalb immer gut abgesichert sein. Es gibt abschließbare Fenstergriffe, die verhindern, dass ein Kind das Fenster eigenmächtig öffnen und hinausklettern kann. Eine Kindersicherung für Fenster und Türen lässt sich häufig problemlos und für kleines Geld nachrüsten. Einen zusätzlichen Schutz bieten Sturzgitter, die vor dem Fenster angebracht werden. Wer zur Miete wohnt, sollte die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld mit dem Vermieter absprechen. Gegebenenfalls übernimmt dieser sogar die Kosten für Umbaumaßnahmen. In jedem Fall sollte aber die Genehmigung des Vermieters eingeholt werden, bevor bauliche Veränderungen vorgenommen werden.

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