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Glückliches Kind beim Spielen
© Oksana Kuzmina - 123rf.com

Prima Klima im Kinderzimmer

Die wichtigsten ökologischen Aspekte

Gerade in den Räumen, in denen Babys und Kleinkinder schlafen, ist ein für ihre Gesundheit förderliches Wohnraumklima besonders wichtig. Wer denkt nicht noch gelegentlich gerne an seine früheste Kindheit zurück, soweit die Erinnerungen tragen. Die wenigen Quadratmeter des eigenen Kinderzimmers boten einen Schauplatz für Erlebnisse, Entdeckungen, kleine Tragödien und höchste Glücksmomente. 

Expertenrat von 

Die Vertrautheit der eigenen Wohnumgebung ist gerade für die frühkindliche Entwicklung besonders wichtig, ein Sich-Wohlfühlen und Sich-Geborgenfühlen in der eigenen „Wohnhöhle“ ist die Basis für späteres Wohlbefinden und Urvertrauen in eine positive Umgebung, welche die eigene Persönlichkeitsentwicklung maßgeblich prägt.

Nur in einem Wohlfühlklima kann die Basis für ein Urvertrauen zu sich selbst und die eigenen Stärken geschaffen werden. Dabei ist es so wichtig, auch all diejenigen Aspekte zu berücksichtigen, die für eine gesunde Entwicklung nicht nur in psychischer, sondern auch physischer Sicht maßgeblich verantwortlich sind. Dabei gibt es einige Ratschläge, die helfen können, eine natürliche, behagliche Wohn- und Schlafatmosphäre mit Augenmaß zu schaffen.

Liebe zur Farbe

Gerade Kinder sind für visuelle Reize besonders empfänglich und interagieren unbewusst mit ihnen, indem sich die aufgenommenen Eindrücke in ihrem Verhalten widerspiegeln. So haben beispielsweise auf Basis farbpsychologischer Erkenntnisse rote Wände im Kinderzimmer nichts zu suchen, denn das fördert Aggression und die Lautstärke.

Um besonders Babys und Kleinkinder vor einer optischen Reizüberflutung (noch) zu bewahren, sollten grundsätzlich Farbakzente im Kinderzimmer dezent gehalten sein, Pastellfarben schmeicheln dem Auge und schaffen per se eine gemütliche Atmosphäre. Daher sind für Kinder bis zu drei oder vier Jahren zarte, beruhigend wirkende Farbtöne eher angebracht. Sie bieten auch in späteren Jahren durch ihre neutralere Farbwirkung zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten mit eher kontrastreichen Farbtupfern und auffälligeren Tapetenmustern und können nahezu zeitlos in einem Zimmer werden, das sich im Lauf der Jahre von einem Baby- über eine Kleinkind- bis hin zu einem Jugendzimmer entwickelt.

Gerne können aber bereits zu Beginn leichte Kontraste gesetzt werden, beispielsweise durch zwei voneinander abgesetzte, leicht abgetönte Wandfarben, die durch eine Borte mit passenden Kindermotiven miteinander verbunden sind. Klassischerweise wird der untere Bereich dabei mit einem etwas kräftigeren, dunkleren Ton von einem aufgehellten, oberen Wandbereich leicht kontrastiv abgesetzt, gekrönt von einem sehr hellen Deckenfarbton. Polarweiße Decken wirken kalt und unbehaglich, es empfiehlt sich eine schwach abgetönte Farbe in einem sandfarbenen Ton, der besonders warm wirkt.

(Quelle: Marktforschungsinstitut Innofact).

Ältere Kinder wissen oft schon genau, was ihnen gefällt und was nicht. Daher dürfen sie bei der Zimmergestaltung eigene Ideen einbringen und gemeinsam mit den Eltern ihren Lieblingston aus einer Farbtonpalette heraussuchen. Das ist pädagogisch wertvoll, um ihren Sinn und Gespür für Farben zu wecken. Anhand der gewählten Grundfarbe können dann zwei oder drei aufeinander abgestimmte Töne ausgewählt werden, mit denen die Wände abwechselnd gestrichen werden können. Am besten kommt die kräftigste Farbnuance dabei zur Geltung, wenn nur eine oder maximal zwei Wände damit gestrichen werden.

Farben und Putze aus der Natur

Dabei sollten idealerweise ausschließlich Öl- oder Lehmfarben auf Cellulose-Basis zum Einsatz kommen. Naturfarben sind nicht nur schadstofffrei, sondern sorgen für ein besonders gesundes Raumklima, wie oekotest.de empfiehlt.

Gerade Lehmfarben und -putze enthalten nur natürliche Rohstoffe wie Tonerden, Kreide, Marmormehl, Talkum, Kasein und Borax, und sind dennoch wischfest, lösungsmittelfrei, diffusionsoffen und feuchtigkeitsregulierend. Lehmfarben können den Großteil an Luftfeuchte, die gerade in Schlafräumen durch Ausdünstungen besonders hoch ist, aufnehmen, speichern, und bei sinkender und geringerer Luftfeuchtigkeit wieder abgeben. Die Farboberflächen sollten gerade in Kinderzimmern diffusionsoffen und atmungsaktiv sein, nur so lässt sich ein besonders behagliches Raumklima schaffen. Die Farbschichten wirken wie Schwämme, die Feuchtigkeit in großen Mengen aufnehmen, bei Bedarf aber erneut an die Raumluft abgeben können.

Lehmfarben und Lehmputze benötigen keine chemischen Umwandlungsprozesse und sind dadurch wie andere Naturfarben umweltfreundlich in der Herstellung.

Ihre Vorteile liegen auf der Hand, sie

1. sind Allergiker-freundlich und gesundheitlich absolut unbedenklich

2. regulieren die Luftfeuchtigkeit und damit das Raumklima.

3. schonen und pflegen Holzelemente und Kindermöbel im Zimmer, da sowohl überschüssige Luftfeuchtigkeit vermieden, als auch zu trockene Zimmerluft gerade in den winterlichen Heizperioden angefeuchtet wird, und die Hölzer nicht rissig und spröde werden oder Verwerfungen ausbilden.

Kindermöbel – ökologisch unbedenklich und sicher

Um das Baby- oder Kinderzimmer zu einem optisch stimmigen Ganzen werden zu lassen, sollten die einzelnen Möbel in Form und Farbe aufeinander abgestimmt sein, wobei dem Bett nicht nur funktional, sondern auch optisch eine zentrale Bedeutung beigemessen werden sollte.

Daher haben zahlreiche Hersteller von exklusiven Kinderbetten für ein komplettes Babyzimmer Komplettlösungen in ihrem Produkt-Portfolio, bei denen die einzelnen Module wie Kinderbett, Wickelkommode, Schrank und Regale in Farbe, Material und Design einheitlich gestaltet sind und zueinander passen.

Zur Grundausstattung eines Babyzimmers gehören dabei

1. Wiege oder Stubenwagen (bis zu circa einem halben Jahr)

2. Baby-Bett mit höhenverstellbarem Lattenrost

3. Wickelkommode (in der Höhe auf die Größe der Eltern abgestimmt)

4. Schrank, Kommode oder ähnliches als Stauraum für Windeln, Pflegeprodukte, Höschen, Bodies, Pullover, Strampler etc.

Auf Gütesiegel achten

Dabei sollten die Möbel schadstoffgeprüft sein und EU-Sicherheitsnormen erfüllen. Verantwortungsvolle Eltern achten bei der Auswahl der Baby- und Kindermöbel auf ökologische Unbedenklichkeit und Vorhandensein von Sicherheitsprüfsiegeln, was durchweg bei heimischen und überwiegend bei EU-Produkten der Fall ist.

Im Sinne einer positiven Öko-Bilanz sind die verwendeten Hölzer idealerweise möglichst standortnah geschlagen und verarbeitet worden – vorzugsweise aus nachhaltiger Forstwirtschaft, gekennzeichnet durch das FSC-Siegel.

Bei der Neubeschaffung ist auf das Vorhandensein des GS-Zeichens zu achten.

Ein Kinderbett sollte gekennzeichnet sein mit:

1.    Name und Adresse des Herstellers

2.    Angaben zum Produkt, Nummer/ Datum der DIN EN-Norm 716-1:2008 + A1:2013

3.    Markierung der maximalen Matratzenhöhe.

(Quelle: vis-bayern.de)

Verletzungen von Babys und Kleinkindern können durch scharfe Kanten oder Ecken, Ritzen in glatten Oberflächen, vorhandene Querelemente, die ein Hochklettern ermöglichen sowie durch überstehende Teile entstehen, an denen Babys und Kleinkinder mit Schnuller-Ketten oder ähnlichem hängen bleiben können.

Für emissionsarme Wandfarben steht das RAL-ZU-102 in Form des „Blauen Engels“, ökologisch unbedenklich sind auch zertifizierte Naturwandfarben. Nassabriebbeständige Farben sind nach DIN EN 13 300 gekennzeichnet. Geeignete Farben sollten einen möglichst geringen Anteil an flüchtigen, organischen Verbindungen enthalten, die beispielsweise am grünen Logo mit Bauklötzen erkennbar sind, aber auch am Hinweis, dass sie der europaweiten Norm DIN EN 71-3 entsprechen.

Um natürliche Ressourcen und letztlich auch den eigenen Geldbeutel zu schönen, sind mitwachsende Möbel besonders empfehlenswert. Das können praktische Gegenstände wie ein Hochstuhl sein, der das Kind vom Windelträger und als Stuhl bis hin zum Schultütenträger begleitet, oder das Babybett, das zum Kinderbett wird. Viele Möbel lassen sich aber auch mit ein wenig handwerklichem Geschick umbauen und den sich verändernden Lebensumständen im Laufe der Jahre an neue Gegebenheit anpassen.

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