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Teenager springen ins Meerwasser
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7 goldene Regeln, damit der Familienurlaub gelingt

Familienleben

Das ganze Jahr freut man sich auf den gemeinsamen Familienurlaub im Sommer. Entsprechend hoch sind dann die Erwartungen. Besonders Eltern von Teenagern machen sich aber auch Gedanken darüber, ob und wie der Urlaub gelingen kann. Und sie sorgen sich: Was, wenn es dauernd nur Streit gibt und der Erholungswert gleich null ist? Was, wenn aus dem Traumurlaub ein Albtraumurlaub wird? Lesen Sie hier, worauf Sie bei der Urlaubsplanung und -gestaltung achten sollten und warum Sie Stress im Urlaub möglichst locker nehmen sollten 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Sommer, Sonne, Harmonie: So stellen sich viele Eltern den heiß ersehnten und wohlverdienten Familienurlaub vor. Sie freuen sich auf entspannte Tage, Ruhe und Erholung. Doch was, wenn der Teenager im gemütlichen Ferienhaus dauernd seine schlechte Laune heraushängen lässt, an allem herummäkelt und am liebsten wieder nach Hause fahren will? Um das möglichst zu vermeiden, sollten Sie folgende Tipps beherzigen:

1. Planen Sie Ihren Urlaub teenagergerecht

Wenn es um den Familienurlaub mit Teenagern geht, gilt: Träumen ist schön, planen ist besser. Beziehen Sie Ihren Teenagerin die Wahl des Urlaubsortes ein und recherchieren Sie, was er dort unternehmen kann. Folgende Punkte könnten relevant sein:

 

  • Gibt es die Möglichkeit, dass sich Ihr Teenager selbstständig vor Ort bewegen kann?
  • Gibt es WLAN, damit er mit seinen Freunden/Freundinnen kommunizieren kann?
  • Gibt es die Möglichkeit, etwas mit anderen Jugendlichen zusammen zu unternehmen?
  • Gibt es Sportmöglichkeiten, etwa Tischtennisplatten, Surf-, Tauch- oder Segelkurse?

 

2. Machen Sie sich Ihre Erwartungen klar und relativieren Sie diese gegebenenfalls

Was erwarten Sie von dem Familienurlaub? Sind Ihre Erwartungen realistisch? Wenn Sie davon träumen, dass Sie sich alle die ganze Zeit über nur wunderbar verstehen und alles reibungslos klappen wird: Vergessen Sie‘s. Schrauben Sie die Erwartungen dann herunter: Auch wenn im Urlaub bestimmte Stressfaktoren wegfallen (Schule, Arbeit, frühes Aufstehen, Alltagserledigungen …),so nehmen wir doch unsere Familienthemen und -probleme mit auf die Reise. Wenn Sie das bereits im Hinterkopf haben und mental darauf vorbereitet sind, dann treffen Sie Konflikte nicht so unvermutet.

3. Überlegen Sie, was Ihnen wichtig ist und sorgen Sie für sich

Was brauchen Sie, um sich zu erholen? Siesollten sich nicht nur nach den Wünschen des Kindes richten, denn sonst bekommen Sie garantiert schlechte Laune vor Ort. Sorgen Sie also dafür, dass Sie nicht immer zurückstecken, sondern auch das unternehmen können, wozu Sie Lust haben.

4. Werden Sie sich klar über Ihre Befürchtungen

Was genau befürchten Sie? Gehen Sie z.B. davon aus, dass

 

  • Ihr Teenager nicht immer Lust haben wird, das zu tun, was Ihnen gefällt?
  • Ihr Teenager vielleicht auch im Urlaub viel mit den Freunden chatten, posten oder telefonieren wird?
  • Ihr Teenager möglicherweise öfter schlechte Laune hat, als Ihnen lieb ist?

 

Das kann natürlich so werden. Wenn Sie sich innerlich darauf einstellen, ist das dann jedoch keine Überraschung mehr und Sie können souverän damit umgehen. Und wer weiß: Vielleicht trifft es ja auch alles gar nicht ein?

5. Erarbeiten Sie gemeinsam einen (vorläufigen) Urlaubsplan

Klären Sie miteinander, wer was im Urlaub machen möchte (Erholung, Action, Kultur, Sport …). Überlegen Sie gemeinsam, wie Sie diese vermutlich unterschiedlich gelagerten Interessen unter einen Hut bringen können.

Gestatten Sie sich, etwas in verschiedenen Konstellationen zu unternehmen, das ist belebend und macht das Ganze abwechslungsreich.

Listen Sie nun auf:

1. Was alle unbedingt unternehmen wollen.

2. Was Einzelne unbedingt unternehmen wollen, und

3. Was Sie eventuell unternehmen wollen. Basteln Sie dann daraus einen vorläufigen Urlaubsplan. Gehen Sie aber davon aus, dass sich daran noch etwas verändern wird, und bleiben Sie entsprechend flexibel.

6. Legen Sie gemeinsam ein paar grundsätzliche Regeln fest

Um vor Ort nicht ständig diskutieren zu müssen, können Sie bereits zu Hause gemeinsam ein paar Regeln vereinbaren, die für alle Familienmitglieder verbindlich sein sollten. Es sollten allerdings möglichst wenige sein, um sicherzugehen, dass sie auch eingehalten werden und sich jeder trotzdem frei fühlen kann. Solche Regeln könnten etwa lauten:

 

  • Wir sorgen abwechselnd dafür, dass morgens frische Brötchen geholt werden.
  • Wir frühstücken gemeinsam und essen gemeinsam zu Abend. Mittags kann sich jeder selbst etwas aus dem Kühlschrank holen/zubereiten etc.

 

7. Bleiben Sie offen und nehmen Sie es, wie es kommt

Auch im Urlaub kann es zu unvorhergesehenen Situationen, Ärger und Stress kommen. Je lockerer Sie mit Komplikationen umgehen, desto schneller wird sich alles regeln lassen.

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