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Ein Schulmädchen, das vor Büchern sitzt
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Die 6 besten Anti-Stress-Tipps für Kinder

Stress lass nach!

Einfach mal in den Himmel schauen und Wolken zählen: Wann hatte Ihr Kind das letzte Mal wirklich freie Zeit? Zeit für sich selbst, in der es tun kann, was es möchte, und nichts Vorgeschriebenes erledigen muss? Eine Studie belegt: Etwa jedes sechste Kind (18 Prozent) und jeder fünfte Jugendliche (19 Prozent) leidet unter starkem Stress. Dies sind erschreckend hohe Zahlen, die zeigen, wie wichtig es ist, dem Thema Stress bei Kindern und Jugendlichen besonderes Augenmerk zu schenken. Doch was macht unseren Kindern Stress? Wie wirkt sich dieser auf Kinder und Jugendliche aus? Und was können Sie als Eltern dagegen tun? Die Antworten auf diese Fragen finden Sie in diesem Beitrag. 

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Dies sind die wichtigsten Stress- Ursachen bei Kindern:

1. Schulischer Leistungsdruck:

Schulstress beginnt oft schon in der Grundschule: Jeder zweite Schüler der zweiten und dritten Klasse fühlt sich gestresst. Gute Noten oder das Empfehlungsschreiben fürs Gymnasium setzen Kinder und Eltern unter Druck.

2. Zeitmangel:

Fast alle gestressten Kinder klagen über zu wenig Zeit. Sie wollen weniger Termine wahrnehmen müssen, die ihnen keinen Spaß machen und mehr Zeit mit Freunden verbringen. Auch Zeit, um alleine zu lernen, und mehr Zeit zum Ausruhen wünschen sich viele Kinder.

3. Hoher Erwartungsdruck der Eltern:

Kinder wollen, dass ihre Eltern stolz auf sie sind. Doch viele Kinder mit hohem Stresslevel haben das Gefühl, nicht zu schaffen, was die Eltern von ihnen verlangen.

4. Hohe Frustration:

Viele gestresste Kinder verfügen über eine niedrige Problemlösungskompetenz. Sie haben ständig das Gefühl, etwas nicht zu schaffen, und wissen nicht, wie sie dies ändern können. Das führt zu Frust und häufig auch zu einem hohen Aggressionspotenzial.

5. Mediale Reizüberflutung:

Für viele Kinder sind Fernseher, Computer und vor allem das eigene Smartphone nicht mehr wegzudenken. Die ständigen Reize überfordern ein Kind jedoch. Auch die ständige Kommunikation in diversen Messenger Gruppen wie WhatsApp setzt Kinder unter Dauerstress.

6. Falsche Ernährung:

Kinder wachsen und entwickeln sich ständig. Ihr Körper braucht daher regelmäßiges, gesundes Essen, um die notwendigen Nährstoffe bereitstellen zu können. Ein Übermaß an Fertiggerichten, Fast-Food, süßen Getränken und Süßigkeiten trägt erheblich zu einem erhöhten Stress-Level bei Kindern bei.

Die besten Zaubermittel gegen Konzentrations-Störungen, Lernprobleme, Stress, ADHS …

Auf diese Stress-Signale sollten Sie achten

Die vergangenen Untersuchungen zu Stress bei Kindern brachten noch eine andere interessante Tatsache ans Licht: Viele Eltern nehmen kaum wahr, wenn ihr Kind unter Stress leidet. Eine Studie der Bepanthen Kinderförderung aus dem Jahr 2015 ergab, dass nur 20 Prozent der Eltern von Kindern mit hohem Stresslevel befürchten, ihr Kind eventuell zu überfordern. Um feststellen zu können, ob Ihr Kind unter Stress leidet, sollte Sie auf diese möglichen Stress-Symptome achten:

  • Psychische Anzeichen von Stress:
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Verringerte Fähigkeit, mit Niederlagen umzugehen
  • Erhöhte Aggressivität und Reizbarkeit
  • Vermehrte Angst und Anspannung bis hin zur Depression
  • Unruhe
  • Konzentrationsstörungen
  • Körperliche Anzeichen von Stress:
  • Wiederkehrende Kopf- und Bauchschmerzen
  • Herzklopfen
  • Verspannungen
  • Trockener Mund

 

Wichtig ist: Je kleiner das Kind, desto körperlicher reagiert es auf Stress, also etwa mit Kopf- oder Bauchschmerzen.

Was Sie gegen Stress bei Ihrem Kind tun können

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind gestresst ist, sollten Sie zunächst nach den Ursachen forschen. Selbstkritisch, aber ohne sich selbst an allem die Schuld zu geben. Denn meist sind es verschiedene Faktoren, die den Stresspegel in die Höhe treiben. Stellen Sie sich dazu die folgenden Fragen:

1. Wie sieht der „Terminplan“ Ihres Kindes aus?

Ist der Tag Ihres Kindes zu voll? Das Zauberwort heißt hier „Entschleunigen“. Mehr als zwei verpflichtende Nachmittags-Termine pro Woche werden von vielen Kindern als belastend empfunden.

2. Hat Ihr Kind ausreichend Spielraum, seine Zeit selbst zu planen?

Auch Kinder wollen nicht immer nur das tun, was andere von ihnen wollen. Sie wollen mitbestimmen, was sie in ihrer Freizeit tun, welche Hobbys sie ausüben und wann sie ihre Pflichten erledigen. Diese Form der Selbstbestimmung stärkt das Selbstbewusstsein und senkt den Stresspegel.

3. Wie geht es Ihrem Kind in seinem Umfeld?

Hat Ihr Kind Schulprobleme oder -ängste? Ist es in die Klassengemeinschaft integriert? Fragen Sie auch bei Lehrern und Erziehern nach.

4. Gibt es im Alltag mit Ihrem Kind Ruheinseln und Rituale?

Ein regelmäßiger Tagesrhythmus mit festen Schlafenzeiten und gemeinsamen Mahlzeiten schafft einen Rahmen, der Kindern gut tut. Auch Rituale wie das abendliche Vorlesen geben Ihrem Kind Orientierung.

5. Hat Ihr Kind ausreichend Bewegung?

Etwa zwei Stunden Bewegung pro Tag sind für Kinder notwendig, damit sie Stresshormone abbauen können.

6. Wie gehen SIE mit Stress um?

Gibt es in Ihrem Alltag viel Hektik, Streit oder Probleme? Versuchen Sie, auch Ihren eigenen Alltag zu entschleunigen.

Bachblüten helfen Ihrem Kind gegen Stress

Um Ihrem Kind aus der Stress-Spirale heraus zu helfen, können Bachblüten eine große Hilfe sein. Die Auswahl der richtigen Blüten richtet sich nach der genauen Art der Symptome Ihres Kindes.

Mit Akupressur für mehr Konzentration und Gelassenheit

Auch die Akupressur ist eine wirksame Methode, mit der Sie Stress und Lernproblemen bei Ihrem Kind sanft entgegensteuern können. Drücken Sie die beschriebenen Punkte mit leicht kreisenden Bewegungen ca. 1 Minute lang. Den Punkt Dickdarm 4 kann Ihr Kind in stressigen Situationen, z. B. bei einer Klassenarbeit, auch selbst drücken und sich damit entspannen.

Mein Tipp: Tanzen wie ein Schmetterling

Eine bei Kindern sehr wirksame und beliebte Anti-Stress-Übung ist auch dieses einfache Fingerspiel. Es aktiviert den Energiefluss im gesamten Körper, erfrischt den Geist, trainiert das Gehirn und beugt sogar Krankheiten vor. Ablauf: Lege beide Handflächen flach vor der Brust aneinander. Die Fingerspitzen zeigen nach oben. Spreize nun die Finger leicht auseinander. Verschränke nun die kleinen Finger abwechselnd so miteinander, dass abwechselnd einmal der rechte und einmal der linke Finger oben liegt. Wiederhole diese Bewegung 10 Mal. Mache diese Bewegung anschließend mit den anderen Fingern und dem Daumen. Atme dabei ruhig und regelmäßig und achte darauf, dass dein Gesicht entspannt bleibt. Du kannst das Fingerspiel im Sitzen, im Stehen oder sogar im Gehen üben.

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