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Erkrankung und der Umgang mit den Kindern
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Ernsthafte Erkrankung: So sagen Sie es Ihren Kindern

Wenn Ihr Arzt Ihnen eine schwerwiegende Diagnose gestellt hat, sollten Sie das Ihren Kindern mitteilen. Lesen Sie hier, wie Sie sich auf das schwierige Gespräch vorbereiten und worauf Sie dabei besonders achten sollten. 

Expertenrat von 
Dr. Dietmar Kowertz, Verbraucherschutz-Experte

Wurde Ihnen eine schwerwiegende Diagnose zu einer ernsthaften Erkrankung mitgeteilt, dann seien Sie damit offen und ehrlich in jeweils angemessener Art und Weise gegenüber Ihren Kindern. Das zeigt, dass Eltern bzw. Großeltern glaubwürdig sind und Ehrlichkeit Vorrang hat vor Vertuschen und Verschweigen. Oft verheimlicht der erkrankte Elternteil die Diagnose gegenüber seinen Kindern, um diese zu schützen. Doch die finden meistens schnell heraus, dass etwas nicht stimmt. Das beunruhigt sie umso mehr und verstärkt ihre Furcht. Oft führt das Verheimlichen dazu, dass sie sich Dinge vorstellen, die weitaus schlimmer sind als die Wirklichkeit, und fangen womöglich an, die Schuld für die Veränderungen bei sich zu suchen. So weit sollten Sie es nicht kommen lassen. Sicher, mit seinen Lieben über eine ernsthafte eigene Erkrankung zu sprechen, ist alles andere als einfach, doch es sollte und muss getan werden.

Erkrankung: 10 Tipps für das Gespräch mit Ihren Kindern:

  1. Machen Sie sich vorher ein paar Notizen, damit Sie wichtige Dinge nicht vergessen. Schreiben Sie die Schlüsselpunkte auf, die Sie ansprechen möchten – beispielsweise die Art Ihrer Erkrankung, was die Ärzte dazu sagen sowie die vorgesehenen Therapiemaßnahmen.
  2. Wählen Sie den geeigneten Zeitpunkt, etwa dann, wenn Kinder wach und aufmerksam sind. Wochenenden eignen sich dazu besonders gut, denn dann haben Kinder noch die Möglichkeit, das Gespräch zu verarbeiten, ehe der Schulalltag sie wieder gefangen nimmt.
  3. Führen Sie ein Gespräch auf Augenhöhe – wörtlich genommen. Das fördert die Aufmerksamkeit und den wechselseitigen Dialog. Ein kleineres Kind sollte daher idealerweise auf Ihrem Schoß sitzen.
  4. Beginnen Sie mit einem „Warnschuss“. Wenn Sie das Gespräch z.B. mit dem Satz beginnen „Ich muss Dir etwas ganz Wichtiges sagen …“ unterstreichen Sie damit, dass es eine besondere Unterhaltung sein wird und es etwas Ernstes zu besprechen gibt.
  5. Sprechen Sie deutlich, ruhig und mit Zuversicht. Kinder achten nicht nur darauf, was gesagt wird, sondern auch auf das Wie. Wenn Sie Ruhe und Zuversicht ausstrahlen, wird sich dies auf das Kind übertragen. Machen Sie zwischen Ihren Sätzen ein paar Sekunden Pause, damit die Informationen sich setzen können.

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