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Kleines Mädchen hält Wecker in die Luft
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Effektive Strategien für ein kluges Zeitmanagement

Nie mehr verzetteln!

Für manche Kinder ist jeder Tag zu kurz. Schon morgens läuft ihnen die Zeit davon, sodass sie häufig zu spät in die Schule kommen. Im Unterricht trödeln sie gerne rum und werden mit ihren Aufgaben nicht fertig. Weil sie Angefangenes noch zu Hause beenden sollen, verschieben sich die Hausaufgaben. Spielen oder Freunde treffen ist Fehlanzeige, die Zeit reicht dazu einfach nicht mehr aus. Welche Strategie Sie anwenden können, um solche Probleme zu beseitigen, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

„Was du heute kannst besorgen, das verschieb auf übermorgen.“ Das scheint das Motto mancher Kinder zu sein, die immer zu spät sind und mit ihren Aufgaben nie rechtzeitig fertig werden. Doch häufig leiden diese Schülerinnen und Schüler selbst unter ihrem schlechten Zeitmanagement. Sie wären gerne pünktlich und würden vieles dafür geben, um nicht immer alles auf den letzten Drücker zu machen. Doch sie wissen einfach nicht, was sie ändern müssen. Das ist nicht gut, denn wer schon in der Schule mit seinem Zeitplan Probleme hat, schleppt das oft in die Ausbildung und ins Berufsleben weiter. Es macht also Sinn, schon früh am Zeitmanagement zu arbeiten.

Bestandsaufnahme: Wo sind die Zeitfallen Ihres Kindes?

Natürlich sind Grundschüler noch damit überfordert, ein passendes Zeitmanagement zu entwickeln. Oft wissen sie nicht einmal, wo es eigentlich „hängt“. Mit einem Wochenprotokoll können Sie und Ihr Kind den Zeitfallen auf die Schliche kommen. Listen Sie möglichst viele Aufgaben eines Tages auf und notieren Sie, wie viel Zeit Ihr Kind dafür benötigt. Sprechen Sie auch mit den Lehrern, um herauszufinden, wie sich Ihr Kind in der Schule verhält. Machen Sie Ihrem Kind klar: Die Zeit läuft einfach weiter, darauf hat es keinen Einfluss – wohl aber auf seinen eigenen Umgang damit.

So teilt Ihr Kind seine Zeit besser ein

Ganz wichtig für ein funktionierendes Zeitmanagement ist die Kenntnis der wichtigsten Zeiträuber und -fallen. Die Checkliste liefert dafür eine stabile Grundlage. Wer nicht zuerst seine Zeitfallen enttarnt, probiert wahrscheinlich viele gute Ratschläge aus und ist frustriert, wenn sie nicht wirken. Im Folgenden stellen wir Ihnen und Ihrem Kind für die drei Phasen des Tages (vor, in und nach der Schule) Strategien vor, die einen besseren Umgang mit der vorhandenen Zeit versprechen.

Zeitmanagement vor der Schule verbessern

Wer schon mit hängender Zunge die Wohnung verlässt, startet falsch in den Tag. Um morgens nicht in Hektik zu geraten, gibt es verschiedene Tipps.

  • den Wecker eine halbe Stunde früher klingeln lassen und langsam starten
  • Fenster auf, Licht an, Musik laufen lassen, um in Gang zu kommen
  • kalt duschen und warmturnen
  • Lieblingssachen anziehen
  • Eieruhr im 5-Minuten-Takt stellen (5 Minuten Bad, 5 Minuten anziehen) und dann frühstücken

Zeitmanagement in der Schule verbessern

  • an einem/einer pünktlichen Schüler/Schülerin orientieren
  • Timer an der Armbanduhr stellen
  • mit dem Arbeiten beginnen, auch wenn der Stift nicht gespitzt ist, das richtige Heft fehlt, die Nase läuft, die Aufgabe noch nicht ganz klar ist, der Nachbar was will …
  • Verbindlichkeiten eingehen (das Heft eines Mitschülers bis zum übernächsten Tag ausleihen)
  • Zeit für einen aufgeräumten Ranzen einplanen/in der Pause Ranzen sortieren

Zeitmanagement nach der Schule verbessern

  • entscheiden, welche Aufgaben am dringlichsten sind, und damit beginnen
  • klaren Zeitplan einüben und konsequent durchziehen (Mittagessen, Hausaufgaben, Spielen)
  • Hausaufgaben in kleine Päckchen unterteilen sowie für jedes einen zeitlichen Rahmen festlegen und einhalten – was nicht geschafft wird, bleibt liegen
  • Ranzen immer am Vortag packen
  • Selbstverpflichtungen eingehen (ich gehe immer um 20:30 Uhr ins Bett)

Ein Zeitpuffer muss immer sein

Egal wie gut ein Tag durchgeplant ist, fast immer kommt etwas Unerwartetes dazwischen. Profis empfehlen Zeitpuffer von 40 Prozent, eine hohe Zahl. Wer also für die Hausaufgaben 60 Minuten eingeplant hat, sollte noch einmal 24 Minuten draufschlagen und sich erst für dann verabreden. Ein Telefonat, die Suche nach einem Buch, der Besuch der Tante oder eine wichtige Frage von Mama können schnell Zeit kosten.

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