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Nervöse Tics bei Kindern
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Tics: Ein Grund zur Sorge?

Wie Sie mit Tics umgehen

„Das treibt mich in den Wahnsinn!“ Eltern sind genervt, wenn ihr Kind eine „schlechte“ Angewohnheit hat: Es räuspert sich andauend, zwinkert mit dem Auge, zuckt mit dem Kopf, gibt immer wieder merkwürdige Geräusche von sich oder es schnieft immer wieder laut, obwohl die Nase frei ist. Ist es nur eine nervige Angewohnheit, oder steckt vielleicht ein Tic dahinter? 

Expertenrat von 
Dana Kümmeler, Heilpraktikerin

Bei Tic-Störungen handelt es sich um unwillkürliche, meist rasch ablaufende einfache oder kombinierte Bewegungen bzw. Geräusche, die nicht oder kaum gesteuert werden können und keine erkennbare Funktion haben. Es gibt verschiedene Arten von Tics, wobei manche auch zusammen auftreten können (siehe Kasten unten). Tics können häufig (mehrmals in der Minute) oder nur wenige Male am Tag auftreten. Bei emotionalen Belastungen und starker Erregung wie etwa Freude oder Ärger treten die Tics meist häufiger auf, im entspannten Zustand werden sie seltener. Tics scheinen also mit dem Nervensystem in Zusammenhang zu stehen. Betroffene können ihre Tics kurzzeitig unterdrücken, wenn sie extremste Konzentration aufbieten – dauerhaft gelingt das aber nicht. Im Schlaf treten Tics normalerweise nicht auf.

Mein Kind hat Tics: Grund zur Sorge?

Tic-Störungen sind bei Kindern relativ häufig. Es wird geschätzt, dass ungefähr jedes zweite Kind im Grundschulalter einen vorübergehenden, meist motorischen Tic hat. Bei Jungen kommt das häufiger vor als bei Mädchen, warum, ist bislang unklar. Die gute Nachricht: Die meisten Tics sind vorübergehend und verschwinden nach einigen Wochen oder Monaten wieder. Selbst wenn die Tic-Störung eines Kindes länger als ein Jahr andauert, muss sie nicht unbedingt chronisch werden. Da sich die Körperwahrnehmung von Kindern noch in der Entwicklung befindet, bemerken sie ihren Tic meist selbst nicht. Folglich ist das Auftreten von Tics bei Kindern für die Eltern meist belastender als für die Kinder selbst. Jedoch werden die betroffenen Kinder häufig von anderen Kindern oder Erwachsenen, die nichts über diese Störung wissen, angesprochen, ausgelacht oder beschimpft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich bei Ihrem Kind um harmlose Tics handelt, lassen Sie von Ihrem Kinderarzt abklären, ob diese Tics eventuell mit einer Hyperaktivität oder sonstigen neurologischen bzw. psychiatrischen Erkrankungen zusammenhängen. Auch das seltene „Tourette-Syndrom“, bei dem gleichzeitig einige Bewegungs-Tics und Laute, oft obszöne oder aggressive Wörter, kombiniert werden, kann auf diese Weise ausgeschlossen werden.

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Kommentare zu "Tics: Ein Grund zur Sorge?"

  • Karin schreibt am 05.01.2016

    Guten Abend
    bei meinem 8 jährigen Enkel wurde heute erneut ein tic diagnostiziert. Es fing Heilig Abend an. Er hatte von der Schule einen Auftritt in der Kirche. Meiner Tochter fiel auf, dass er seine Augen gerollt hat. Daraufhin fuhr meine Tochter mit ihm zum Augenarzt. Untersuchung ergab keine Probleme mit den Augen. Habe von den Sacreah Essistenzen gelesen. Wären diese Tropfen was gegen den Tic? Bitte schreiben Sie mir über meine Emailadresse. Dankeschön
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