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Kind nutzt den Computer
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Kinder und Computer: Mit vier schon am PC?

Computereinstieg für Kinder

Ohne Computer geht es heutzutage weder in der Schule noch später im Beruf. Verständlich, dass viele Eltern ihr Kind schon früh an den Umgang mit dem Computer heranführen wollen. Ab wann ist Ihr Kind reif dafür und wie machen Sie beim Umgang mit dem PC alles richtig? Dieser Beitrag verrät es Ihnen. 

Expertenrat von 

Experten sind sich darin einig, dass ein Computer und dessen Nutzung für Kinder unter drei Jahren nicht sinnvoll ist. In diesem Alter sind Kinder damit noch überfordert und verstehen nicht wirklich, was sie am Computer tun. Viel wichtiger ist es, Ihr Kind an Bilderbücher heranzuführen.

Kinder ohne Computer: Versäumt Ihr Kind etwas?

Kinder ab drei Jahren dürfen ihre ersten Schritte am Computer machen – müssen das aber nicht! Interessiert sich Ihr Kind für den Computer und möchte diesen gerne einmal ausprobieren, spricht ab einem Alter von drei Jahren nichts dagegen, dass es sich mit dem Computer vertraut macht. Häufig ist das der Fall, wenn Sie selbst viel am Computer arbeiten oder ältere Geschwister den PC bereits rege nutzen. Wenn Sie prinzipiell gegen die Computer-Nutzung sind, Ihr Kind aber unbedingt möchte, sollten Sie versuchen, sich mit Ihrem Kind auf einen Kompromiss zu einigen. Meist ist ein absolutes Verbot ungünstig, da es den Reiz des Computers nur noch erhöht. Überlegen Sie, ob Sie Ihr Kind nicht lieber maximal eine (für Dreijährige) bis zwei Stunden (für Sechsjährige) pro Woche an den Computer lassen wollen. Vielleicht ist es davon fasziniert, möglicherweise aber legt sich die Begeisterung für den Computer wieder, wenn Sie ihn nicht völlig verbieten.

Zeigt Ihr Kind kein Interesse, sollten Sie es nicht dazu drängen. Ihr Kind braucht im Vorschulalter weder Lernspiele noch einen Computer-Vorschulkurs! Ab dem Grundschulalter wird der Umgang mit dem Computer meist ohnehin unumgänglich, und es genügt, wenn Ihr Kind sich erst dann damit beschäftigt.

Kinder und Computer: Ein spezieller Lerncomputer ist unnötig

Es ist verständlich, dass Eltern manchmal ein mulmiges Gefühl beschleicht, wenn ihr Kind an Mamas oder Papas Computer sitzt. Da scheinen Lerncomputer für Kinder eine gute Alternative zu sein. Sie sind robust und vom Design auf die Fähigkeiten von Kindern zugeschnitten. Sie stürzen nicht ab und können überall mit hin genommen werden, da sie meist batteriebetrieben sind. Jedoch läuft auf Kindercomputern immer nur eine begrenze Anzahl von Spiel- oder Lernprogrammen des betreffenden Herstellers. Deswegen sind sie nur eine Anschaffung für kurze Zeit. Dafür ist der Preis jedoch in der Regel zu hoch. Da die für Vorschulkinder geeigneten Lerncomputer in der Regel ein winziges, meist schlecht auflösendes Display haben, sind sie nicht zu empfehlen. Als Alternative bieten sich z. B. Lernkonsolen für Kinder ab drei Jahren an, die an den Fernseher angeschlossen werden, sodass wenigstens ein vernünftiger Bildschirm sichergestellt ist. Doch sitzt Ihr Kind dadurch noch länger vor dem Fernseher und wird meiner Meinung nach besonders früh an Spielkonsolen herangeführt. Genau genommen sind Kindercomputer nur neuartige Spielzeuge, die keinen wirklich kindgerechten Einstieg in die Computerwelt bieten können. Kaufen Sie lieber altersgerechte Software und lassen Sie Ihr Kind den Familien-PC nutzen. So können Sie mit der Entwicklung Ihres Kindes Schritt halten, ohne einen neuen PC kaufen zu müssen. Und wenn Sie Ihre Daten regelmäßig sichern und immer daneben sitzen, wenn Ihr Kind am Computer spielt, kann auch nicht viel passieren.

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