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Pornografie-Konsum
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Hilfe, mein Sohn schaut Pornos!

Pornografie-Konsum von Jugendlichen

Pornografie ist ein noch immer sehr umstrittener Teil der Pubertät. Aufgrund von Internet und Co. ist es heute fast unmöglich Teenagern den Zugang zu Pornos zu verbieten. Aber das muss auch nicht sein! Wie Sie richtig damit umgehen, was Sie beachten müssen und wie Sie am besten mit Ihrem Kind darüber sprechen, lesen Sie in diesem Artikel. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Pornos: Verbieten oder tolerieren?

An Pornografie scheiden sich bekanntlich die Geister: Viele finden es normal, sich gelegentlich Pornos anzusehen, andere wiederum empfinden sie als abstoßend. Fakt ist, dass Pornos im Zeitalter des Internets in allen nur erdenklichen Varianten und sogar kostenlos verbreitet werden - und jeder, der das möchte, findet auch Zugang dazu. Für Eltern stellt sich da natürlich die Frage: 

  • Was passiert, wenn mein Kind Pornos schaut? 
  • Muss und kann ich es davor schützen? 
  • Kann oder soll ich das verhindern? Und, wenn ja, wie?

Um es gleich zu sagen: Man wird es wohl kaum verhindern können, dass ein Jugendlicher irgendwann mal mit Pornos zu tun hat. Das liegt einerseits daran, dass der Zugang per PC oder Smartphone mittlerweile kein Problem mehr darstellt und ein Klick auf die entsprechenden Seiten ab einem gewissen Alter kaum zu unterbinden ist. Selbst wenn Sie zuhause den Familien-PC mit einer Kindersicherung versehen, bleiben Lücken bestehen, die ein cleverer Teenager rasch herausfindet. Oder er schaut sich die Sexfilme eben bei einem Freund an.

Sexualpädagogen halten es insofern für wenig hilfreich, wenn nicht sogar für nutzlos, einem Jugendlichen Pornos generell verbieten zu wollen. Allerdings ist es unumgänglich, mit Jugendlichen über Pornografie zu reden.

Wichtig ist vor allem, auf Folgendes hinzuweisen: 

  • Dass es sich bei Pornos nicht um ein Abbild echter, normaler Sexualität handelt, sondern dass diese Filme inszeniert und gespielt sind. Weder sind Männer im echten Leben immer "scharf" und "potent" noch Frauen ständig "willig" und "gefügig"! Im "echten Sex" geht es wie in "echten" Beziehungen immer um Gleichwertigkeit und gegenseitigen Respekt! 
  • Warnen Sie Ihr Kind davor, dass es auch Pornos gibt, die verstörend wirken können; denn leider sind z.B. auch Gewaltpornos etc. leicht im Internet zu finden. 
  • Bieten Sie Ihrem Kind an, dass es Ihnen unangenehme Erlebnisse im Internet erzählen kann - ohne Angst haben zu müssen, ausgeschimpft zu werden. Manchmal klicken Jungs aus purer Neugier etwas an und landen dann auf Seiten, auf die sie gar nicht wollten.

Hilfreich ist weiterhin, einem Jungen ein gutes Aufklärungsbuch zur Verfügung zu stellen, in dem viele seiner Fragen beantwortet werden.

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