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Internet für Kinder

Internet für Kinder: So bereiten Sie Ihr Kind vor

Sicher durchs Internet

Um vor den zahlreichen kleineren und größeren Gefahren des Internets möglichst geschützt zu sein, sollte Ihr Kind den kompetenten Umgang mit dem Internet frühzeitig erlernen. Lesen Sie hier, wie das Internet für Kinder Schritt für Schritt an Sicherheit gewinnt. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Je mehr Ihr Kind über das Medium Internet und den Umgang damit weiß, desto besser geht es sicher durchs Internet. Überlassen Sie also im Internet nichts dem Zufall und begleiten Sie Ihr Kind von Anfang an. Beantworten Sie geduldig seine Fragen über Internet für Kinder und lassen Sie es nicht allein vor dem Rechner sitzen. Erst wenn Sie sicher sind, dass Ihr Kind klug und verantwortungsbewusst mit dem Medium Internet umgeht, können Sie sich Stück für Stück zurückziehen.

Mit 5 Jahren schon ins Internet?

Viele Eltern stellen sich die Frage, in welchem Alter ihr Kind reif genug für das Internet ist. Viel wichtiger als eine konkrete Altersangabe ist jedoch die Kompetenz, mit der sicher durchs Internet geht. Wenn Vorschulkinder durch Eltern oder ältere Geschwister regelmäßig mit dem Computer und dem Internet in Berührung kommen, kann ihr Interesse am Internet für Kinder schon früh geweckt werden. Anstatt eine künstliche Altersgrenze festzulegen, ist es viel sinnvoller, ein Kind entsprechend seiner individuellen Entwicklung mit dem Medium Internet vertraut zu machen. Mit Sicherheit schadet es keinem Vorschulkind, gemeinsam mit der Mutter eine E-Mail im Internet zu verfassen bzw. mit dem Vater die aktuellen Fußballergebnisse oder ein bestimmtes Kochrezept nachzusehen. So lernt es früh den praktischen Nutzen des Internets kennen.

Sicher durchs Internet: 1. Fördern Sie im Internet das kritische Bewusstsein Ihres Kindes

Egal ob Buch, Fernsehen, Radio oder Internet: Zeigen Sie Ihrem Kind schon früh, dass es Spaß macht, Inhalte und Informationen zu hinterfragen. Nur wenn es lernt, sich seine eigenen Gedanken zu machen und nicht alles für bare Münze zu nehmen, was ihm präsentiert wird, wird es zu einer kritischen Distanz finden. Diese Distanz ist im Internet besonders wichtig, denn die Präsentation von Informationen ist hier durch die vielfältigen Möglichkeiten besonders attraktiv.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Fragen Sie bei jeder Information im Internet, woher sie kommt und wie glaubwürdig sie ist.
  • Überprüfen Sie Informationen aus dem Internet mit dem Lexikon.
  • Legen Sie eine Liste von seriösen Informationsseiten im Internet an.
  • Versuchen Sie Werbung im Internet zu enttarnen.

Sicher durchs Internet: 2. Zeigen Sie Ihrem Kind das handwerkliche Know-how

Weiß Ihr Kind darüber Bescheid, wie die Informationen entstehen und wer sie im Internet aufbereitet? Kennt es die Arbeitsweise von Journalisten, den Reiz einer reißerischen Meldung, die Wirkungskraft von Werbung? So wie Sie Ihren Sprössling über den Einsatz von Filmblut aufklären, sollten Sie auch den Unterschied zwischen seriösen und reißerischen Internetseiten deutlich machen. Zum Handwerk gehört es ebenfalls zu wissen, wie ein Computer funktioniert, welchen Zweck ein Browser hat, wie der Informationsfluss im Internet verbreitet wird oder wozu E-Mail und Homepage gut sind.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Vergleichen Sie die Ergebnisse unterschiedlicher Suchmaschinen.
  • Vergleichen Sie verschiedene Newsletter in Bezug auf ihre Aktualität und Seriosität.
  • Testen Sie unterschiedliche Browser und deren Funktionen.
  • Vergleichen Sie verschiedenste Internetseiten nach ihrem Informationsgehalt, ihrem Aussehen und der Bedienungsfreundlichkeit.

Sicher durchs Internet: 3. Helfen Sie dabei, die Informationen auch zu verarbeiten

Der Umgang mit der Informationsflut aus dem Internet will ebenfalls geübt werden. Lassen Sie Ihr Kind nicht sinnlos herumsurfen, sondern formulieren Sie gemeinsam ein oder zwei Fragen, die im World Wide Web beantwortet werden sollen. Helfen Sie Ihrem Kind dabei, sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, indem sie es immer wieder darauf hinweisen. Sprechen Sie über die besuchten Seiten, diskutieren Sie erhaltene Informationen und schauen Sie sich kleine Videosequenzen gemeinsam an.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Bündeln Sie Informationen, die zusammengehören.
  • Bewerten Sie Filme nach ihrer Aussagekraft.
  • Nutzen Sie Verweise und Links.
  • Besuchen Sie Diskussionsforen zum Thema.

Sicher durchs Internet 4. Nicht passiv konsumieren, sondern aktiv gestalten

Das Internet verführt dazu, stundenlang von einer Seite zur nächsten zu surfen und sich wahllos weiterzuklicken. Lassen Sie nicht zu, dass Ihr Kind so vereinnahmt wird. Zeigen Sie ihm die vielfältigen Möglichkeiten auf, mit denen es im Internet aktiv agieren kann. Dazu gehört beispielsweise die Kontaktaufnahme zu anderen Usern, das Erstellen einer eigenen Homepage oder einer Fotogalerie für die Schulklasse bzw. die Verwandtschaft.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Besuchen und bewerten Sie gemeinsam verschiedene Chatrooms.
  • Testen Sie unterschiedliche E-Mail-Programme.
  • Erstellen Sie zusammen eine Homepage.
  • Spielen Sie mit Bildbearbeitungsprogrammen.
Mein Tipp
Informieren Sie sich regelmäßig über neue Entwicklungen im World Wide Web. Falls Sie selber unsicher im Umgang mit dem Internet sind, gibtes verschiedene Möglichkeiten der Schulung. Informieren Sie sich zum Beispiel bei Ihrer Volkshochschule nach aktuellen Kursen.

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