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Autokindersitz
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Autokindersitze: So sitzt Ihr Kind sicher im Auto!

Sicher unterwegs im Auto

Um Ihr Kind im Auto bestmöglich zu schützen, brauchen Sie einen Kindersitz. Doch welcher ist wann der richtige Autokindersitz und was sollten Sie beim Kauf und beim Anschnallen beachten? 

Expertenrat von 

Autokindersitze sind nach Gewichtsgruppen eingeteilt, doch spielt auch die Körpergröße bei der Wahl des passenden Sitzes eine Rolle. Das Alter Ihres Kindes ist dagegen unerheblich (Angaben dienen nur der Orientierung).

  • Gruppe 0 bzw. 0+ für Kinder bis 10 Kilogramm (kg) bzw. 13 kg Körpergewicht (etwa 12 bis 18 Monate). In diesen auch als Babyschalen bezeichneten Sitzen werden die Kleinen entgegen der Fahrtrichtung in halb liegender Position gesichert. Die Verwendung dieser Sitze in Fahrtrichtung ist nicht zulässig. Wichtig: Wird das Baby damit auf dem Beifahrersitz transportiert, muss der Beifahrer-Airbag deaktiviert werden!
  • Gruppe I für Kinder von 9 bis 18 kg (etwa 9 Monate bis 4 Jahre). Hier gibt es zwei unterschiedliche Systeme: Fünfpunktgurt- bzw. Hosenträger-Systeme, die sich meist in mehrere Ruhepositionen kippen lassen. Wichtig: Am sichersten ist die aufrechte Position! Sitze mit Fangkörper, die bei einem Aufprall Kopf und Körper des Kindes bremsen.
  • Gruppe II für Kinder von 15 bis 25 kg (etwa 3,5 bis 7 Jahre). auch hier gibt es wieder zwei Systeme: Sitzerhöhungen, häufig in Kombination mit Rücken- oder Schlafstütze. Kommen am häufigsten zum Einsatz, sind jedoch nur in Kombination mit einem Drei-Punkt-Gurt verwendbar, bei vielen Autos also nicht auf der Rückbank in der Mitte! Fangkörper-Systeme, bei denen ein weiches, montiertes Tischchen den Fall des Körpers aufhält
  • Gruppe III für Kinder von 22 bis 36 kg (ab etwa 6 Jahren; Kindersitzpflicht bis zu einer Körpergröße von 1,50 Metern bzw. bis Vollendung des 12. Lebensjahres), meist werden Sitzerhöhungen verwendet
Themenwoche: Sichtbar im Straßenverkehr!

Die Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ wurde 2008 vom Bundesverkehrsministerium (BMVI) und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) ins Leben gerufen wurde, startet zum Beginn der dunklen Jahreszeit führt ein Aktionsbündnis in Kooperation mit dem Deutschen Familienverband (DFV) für mehr Sichtbarkeit im Straßenverkehr. 

Passend dazu begleitet Euch Elternwissen vom 13.10. - 22.10.2014 mit hilfreichen Tipps, rund um das Thema Sichtbarkeit im Straßenverkehr auf unserer Facebook-Seite. Dort habt Ihr die Chance eins von drei Sichtbarkeitspaketen von „Runter vom Gas“ zu gewinnen. Mitmachen lohnt sich!

Mein Tipp:

Ihr Kind benötigt etwa drei Sitze, bis es mit dem „normalen“ Gurt angeschnallt werden kann:

  • Babyschale für die ersten 10 bis 15 Monate
  • Sitz der Gruppe I bis zum 4. Lebensjahr
  • mitwachsender Sitz der Gruppe II/III für die Zeit von 4 bis 12 Jahren

Nehmen Sie Kind und Auto zum Kauf mit

  • Der Sitz muss zu Ihrem Auto passen. Daher sollten Sie ihn unbedingt in Ihrem Wagen ausprobieren. Der Sitz sollte leicht ein- und auszubauen sein und muss sich sicher befestigen lassen. Bei neueren Automodellen ist eine Isofix-Halterung die bessere Wahl, da Isofix-Sitze bei einem Frontaufprall als besonders sicher gelten.
  • Achten Sie auf die Europäische Prüfnorm ECE 44. Nur Sitze, die nach ECE 44/03 oder 44/04 geprüft wurden, sind zulässig. Sie finden die Prüfnorm auf einem orangefarbenen Etikett am Kindersitz. Unter dem „E“ im Kreis steht eine Zahlenfolge, die mit 03 oder 04 beginnen muss!
  • Lassen Sie Ihr Kind probesitzen. Es muss bequem sitzen und sich wohlfühlen. Der beste Sitz taugt nichts, wenn Ihr Kind ihn nicht akzeptiert.

Mein Tipp: Testurteile von Autokindersitzen 

Beim Autokindersitz-Test (Stiftung Warentest November 2012) haben folgende Autokindersitz-Modelle am besten abgeschnitten (schadstoffarm und höchste Unfallsicherheit):

  • Babyschalen (0+ bis 13 kg, ca. 1,5 Jahre): Römer Baby-Safe plus SHR II (mit und ohne Isofix), CYBEX Aton 2 (mit und ohne Isofix)
  • Kindersitze Gruppe I (9 bis 18 kg, ca. 1 bis 4 Jahre): CYBEX Juno-Fix (mit Isofix) Weitere Modelle samt Testergebnis finden Sie unter www.adac.de/infotestrat/tests/kindersicherung/kindersitz-test/.
  • Messen Sie die Babyschale aus. Da der Sitz nur so lange passt, solange Babys Kopf noch vollflächig aufliegt, sollten Sie die Länge des Rückenteils der Babyschale abmessen. Hier gibt es trotz gleicher Gewichtsklasse erhebliche Unterschiede! Empfehlenswert ist ein Sitz der Gruppe 0+.
  • Achten Sie bei einem gebrauchten Sitz auf folgende Aspekte: sehr guter Zustand, nicht älter als vier Jahre, gültige ECE-Kennzeichnung, unfallfrei.

Tipps zum richtigen Anschnallen im Kindersitz:

  • Die wichtigste Faustregel vorab: Gurten Sie Ihr Kind immer im Kindersitz an, egal, wie kurz die Strecke ist! Die meisten Unfälle passieren innerorts. Geben Sie den Kindersitz mit, wenn Ihr Kind von anderen im Auto mitgenommen wird.
  • Der sicherste Platz ist auf der Rückbank in der Mitte. Hier ist Ihr Kind bei einem  Seitenaufprall am besten geschützt. Der zweitbeste Platz ist auf der Rückbank rechts, sodass Ihr Kind immer zum Gehsteig hin aussteigen kann. Falls Ihr Kind auf dem Beifahrersitz sitzt, muss bei Verwendung einer Babyschale der Airbag abgeschaltet werden und bei einem größeren Kind, das in Fahrtrichtung sitzt, sollte der Autokindersitz möglichst weit zurückgeschoben werden.
  • Die Gurte des Autokindersitzes müssen eng am Körper anliegen, dürfen aber nicht drücken oder einschneiden.

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