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Sonnenschutz für Kinder

Der beste Sonnenschutz für Kinder

Sonnenschutz für Kinder

Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Zudem ist Kinderhaut besonders empfindlich und benötigt schon deshalb einen sehr guten Sonnenschutz. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Sonnenschutz achten sollten. 

Expertenrat von 

Kinder verbringen viel mehr Zeit im Freien als wir Erwachsene. Bis zum 18. Lebensjahr bekommen sie bereits 80 Prozent der UV-Strahlendosis ihres gesamten Lebens ab. Deshalb ist wirksamer Sonnenschutz für Kinder besonders wichtig.

Mein Tipp
Machen Sie auf unserer Internetseite www.elternwissen.com den „Hauttyp-Test für Kinder“ (unter„Elternwissen Service“ c„Gratis-Downloads“ c„Gesundheit“), um zu erfahren, wie sonnenempfindlich die Haut Ihres Kindes ist. Damit können Sie sich auf www.uv-check.de/ uvcheck.php individuell nach Alter und Hauttyp Ihres Kindes, Aufenthaltsort, Tages- und Jahreszeit die maximale Eigenschutzzeit sowie den empfohlenen LSF (Lichtschutzfaktor - gibt an, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit der Haut durch das Sonnenschutzpräparat erhöht)) ausrechnen lassen. 

Sonnenschutz für Kinder: wichtige Sonnenregeln

  • Zwischen 11 und 15 Uhr nur im Schatten oder drinnen spielen. In dieser Zeit ist die Kraft der UV-Strahlung dreimal so groß wie am Rest des Tages.
  • Genügend Sonnenschutzmittel verwenden, sonst entspricht der Schutz nicht dem angegebenen LSF. Ohren und bei Krabbelkindern Fußsohlen nicht vergessen!
  • Nachcremen erhöht die maximale Schutzzeit nicht! Den LSF nicht „ausreizen“, da dieser nur einen Durchschnittswert darstellt. Nach spätestens zwei Dritteln der „erlaubten“ Zeit ab in den Schatten (z. B. Kleinkind mit Eigenschutzzeit von fünf Minuten und LSF 15 eingecremt: nicht erst nach den errechneten 75, sondern schon nach 50 Minuten)!
  • Sonnenschutz alle zwei Stunden bzw. nach jedem Bad erneuern. Nach dem Baden oder Planschen sofort abtrocknen, da Wassertropfen auf der Haut wie ein Brennglas wirken.
  • Richtige Sonnenbekleidung: Als Kopfbedeckung Tuch, Kappe oder Hut, möglichst mit breitem Schirm als Gesichts- und Nackenschutz (ideal: Schirmmütze mit Nackenlatz); sonnendichtes, nicht zu enges Hemd oder T-Shirt; weit geschnittene, möglichst lange Hose. Die gefährdeten Fußrücken durch geschlossene Schuhe (z. B. Espandrilles) oder Söckchen in den Sandalen schützen.

Worauf Sie beim Kauf von  Sonnenschutz-Textilien achten sollten

  • Beim Kauf von Sonnenschutz-Textilien sollten Sie auf einen LSF von mindesten 40 achten (möglichst nach UVStandard801). Ansonsten gilt: Polyester und Polyestermischungen schützen besser als Baumwollgewebe, dunkle Farben besser als helle. Halten Sie das Kleidungsstück gegen die Sonne oder eine Lampe: Je weniger Licht durchscheint, umso besser! Nasse Textilien schützen deutlich schlechter. Enge Kleidung vermeiden, da sich durch Dehnung der Sonnenschutz reduziert.
  • Sonnenschutz für die Augen durch gute Sonnenbrille (mit CE-Zeichen und Zeichen „UV 400“) sowie Sonnenhut oder Mütze mit breitem Schirm.

Das richtige Sonnenschutzmittel für Ihr Kind

Am besten spezielles Sonnenschutzpräparat für Kinder benutzen, das folgende Kriterien erfüllen sollte:

  • Mindestens LSF 15, besser höher, hypoallergen ohne Parfüm, Konservierungsstoffe und Farbstoffe, mit mineralischem Lichtschutz (z. B. Partikeln wie Titandioxid, die die Sonnenenergie aufnehmen), damit chemischer Lichtschutz eingespart werden kann.
  • Immer extra wasserfeste Präparate kaufen, da nicht nur beim Baden, sondern auch beim Schwitzen der Sonnenschutz abnimmt.
  • Sonnencremes und -lotionen wählen, da sie die Haut am besten pflegen. Hände und Gesicht können nach dem ersten Geburtstag mit Sunblocker oder Zinkoxidsalbe geschützt werden.
  • Höheren LSF oder Sunblocker wählen bei Urlaub in den Bergen, im Schnee, am Wasser, bei hellem Sand sowie in südlichen Ländern. An den ersten Sonnentagen ist generell ein hoher LSF von 20 bis 30 zu empfehlen. Bei Kindern ab fünf Jahren muss der LSF um so höher sein, je heller der Hauttyp ist.


Vorsicht!
Babyöl fördert die Lichtempfindlichkeit der Haut und ist als Pflege deshalb nicht geeignet! 

Altersgerechter Sonnenschutz für Kinder (modifiziert nach den Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft dermatologische Prävention)

Im ersten Lebensjahr

  • nie in die direkte Sonne, immer im Schatten bleiben (auch im Schatten bekleidet lassen!)
  • sonnendichte T-Shirts, Hemden, Kopfbedeckung, Hosen und Schuhe
  • keine Sonnencreme (bei Winterurlaub im Gebirge gegebenenfalls jedoch das Gesicht eincremen!)

Ein bis fünf Jahre

  • direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
  • keine Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr!
  • sonnendichte T-Shirts, Hemden, Kopfbedeckung, Hosen und Schuhe
  • kindgerechte Sonnencreme mit hohem LSF für Hände und Gesicht

Ab fünf Jahren

  • wenig direkte Sonneneinstrahlung
  • sonnendichte T-Shirts, Hemden, Kopfbedeckung, Hosen und Schuhe
  • Sonnencreme ab LSF 15 für alle nicht von Kleidung bedeckten Hautstellen
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Kommentare zu "Der beste Sonnenschutz für Kinder"

  • Derya schreibt am 28.06.2016

    Hautkrebs mag ja keine schöne Sache sein, aber die Empfehlungen erscheinen mir zum Teil nun doch ein wenig krass. Bis zum ersten Lebensjahr selbst im Schatten dick einpacken? Da müsste ich als Mutter ja fast einen ganzen Sommer mit dem Baby drinnen verbringen (die Ausgangssperre zwischen 11 und 15 Uhr ist ja auch noch zu beachten...), ansonsten erleidet die Kleine doch in all die langen, dunklen Kleider gewickelt einen Hitzeschlag, wenn die Temperatur draussen mal über 30 klettert! Ich hoffe mal, dass unser eher dunkel geratenes Baby doch ein wenig Licht verträgt... Ich war selber von klein auf im Sommer gerne den ganzen Tag draussen, zuhause am See oder in den Ferien am Meer. Natürlich kannten wir so etwas wie Sonnenschutz, dennoch gab es den einen oder anderen Sonnenbrand und bis im September war ich jeweils dunkelbraun...und happy von der ganzen Sonne.
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