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Familie beim Stand Up Paddling auf dem Meer
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Trendsport für den Sommer: Stand Up Paddling

Spaß für die ganze Familie

SUP steht für „Stand Up Paddling“ (= Stehpaddeln), erobert gerade Deutschland und ist, wie ich und meine Kinder finden, der ideale Familiensport. „SUPen“, wie es hierzulande auch genannt wird, bedeutet Spaß und Spiel für die ganze Familie: Gleichgewichtsspiele, um die Wette paddeln oder einfach bei Mama und Papa auf dem Brett mitfahren. Ich habe mit meinen Kindern die neue Wassersportart für Sie getestet. 

Was ist Stand Up Paddling genau?

SUP ist dem Wellenreiten ähnlich, nur dass man auf dem flachen Board steht und nicht mit den Händen, sondern einem speziellen Stechpaddel paddelt. Benutzt werden lange Bretter mit einer Finne – die ragt hinten am Brett ins Wasser und sorgt für Stabilität. Stand Up Paddling ist gut für Balance, Kraft und Ausdauer.

Für wen ist SUP geeignet?

  • Für die ganze Familie, sobald Ihr Kind sicher schwimmen kann.
  • Wo kann man es ausprobieren?
  • Sogenannte SUP-Stationen gibt es mittlerweile in vielen deutschen Städten, vor allem an Badeseen oder in deren Nähe.

Welches Board ist am besten für Ihr Kind?

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Juniorboards (z.B. von Makai, Mistral oder Fanatic; ab 600 € bei supshop.de oder unter supstore.de). Sie sind kleiner als die Erwachsenenmodelle und wurden speziell an die Bedürfnisse von Kindern angepasst. Doch gerade am Anfang können Kinder auch erst mal auf dem großen Erwachsenenboard lospaddeln, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Achtung: Im Gegensatz zum Board ist bei Kindern ein leichtes, kurzes (möglichst) verstellbares Kinderpaddel Pflicht! Ist es zu lang oder zu schwer, muss Ihr Kind viel mehr Kraft aufwenden, um vorwärtszukommen.

Kosten

Für 50 bis 60 € können Sie ein Board einen Tag lang ausleihen, für ca. 80 bis 90 € ein ganzes Wochenende. Das lohnt sich für den Anfang, denn SUP-Boards sind leider relativ teuer. Selbst die kleineren Juniormodelle gehen etwa bei 600 € los. Mit etwas Glück ergattern Sie bei einer Verleihstation aber ein gebrauchtes Modell vom Vorjahr. Fragen Sie dort einfach mal nach.

Gehen Sie keine Kompromisse in puncto Sicherheit ein

Kinder sollten unbedingt selbst schwimmen können und bei längeren SUP-Touren (mehr als 150 Meter vom Uferentfernt) nur mit Rettungsweste raus aufs Wasser. Westen gibt es für verschiedene Alters- bzw. Gewichtsklassen z.B. von Secumar oder Marinepool (ab ca. 36 €).

  • Jüngere Kinder sollten immer in Sichtweite eines Erwachsenen bleiben und nicht allein mit dem Board lospaddeln.
  • In den frühen Sommermonaten schützt ein Neoprenanzug vor Kälte, vor allem wenn Ihr Kind anfangs vielleicht noch häufiger ins Wasser fällt.
  • Sonnenschutz nicht vergessen – also mit Sonnencreme eincremen und ein leichtes Cap aufsetzen!

Achten Sie bei schiffbaren Gewässern auf größere Schiffe, denn die machen Wellen – und damit umzugehen, erfordert einige Erfahrung. Das gilt auch für das SUPen auf dem offenen Meer. Aufgrund ihres leichteren Gewichts sind die Wellen und deren Einflüsse für Kinder oft viel deutlicher spürbar als für Erwachsene.

So geht’s:

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es sich für den Anfang lohnt, ein oder zwei Bretter für die Familie auszuleihen, um das SUPen erst einmal auszuprobieren. Wer gleich professionelle Unterstützung möchte, findet in zahlreichen deutschen Städten SUP-Kurse, auch speziell für Kinder. Adressen gibt es beim Deutschen Stand Up Paddle Verband unter gsupa.com.

Die wichtigsten Tipps für Anfänger

 

  • Am Anfang am besten auf den Knien lospaddeln. So bekommt Ihr Kind ganz langsam ein Balancegefühl für das Board und fällt nicht sofort ins Wasser.
  • Wenn das gut klappt, langsam aufrichten und im Stehen das Gleichgewicht halten.
  • Das Paddel mit der einen Hand am oberen Ende und mit der anderen ein kleines Stück darunter greifen. Möglichst senkrecht und nahe am Brett ins Wasser einstechen.
  • Beine und Rücken sollten möglichst gerade bleiben, die Kraft kommt aus dem Bauch und dem Po.
  • Eine Wende gelingt sicher erst mit etwas Übung: Einen Fuß zurücksetzen, Gewicht nach hinten verlagern, die Nase des Brettes hebt sich dabei. Ruhig weiterpaddeln, bis sich das Brett gedreht hat.

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