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Abnormes Essverhalten bei meinem Sohn (3 Jahre)

Autor Nachricht
Verfasst am: 01.12.08 [10:06]
Hanka
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 01.12.2008
Beiträge: 6

Hallo!
Im Forum "Erziehung" habe ich schon über die Aggression meines Sohnes geschrieben. Neben den dort beschriebenen Problemen macht uns das Essverhalten meines 3-Jährigen Sorgen:
Er isst Zwieback, Knäckebrot und Brötchen (alles trocken), Kartoffeln, Pommes, trinkt Milch und isst herzhafte 9-Monats- sowie 9-Monats-Obstgläschen. Außerdem natürlich gerne Süßes icon_wink.gif
Das ist für einen 3-Jährigen doch nicht normal! Er ist recht schlank, wirkt ansonsten aber nicht abgemagert oder unfit. Wir machen ihm keinen Druck mit dem Essen, sonst verweigert er das Essen eher ganz. Vor den meisten Dingen ekelt er sich richtig. Sollten wir uns professionell beraten lassen?
Für jeden Tipp / Hinweis bin ich dankbar!
Viele Grüße von
Hanka

Verfasst am: 01.12.08 [22:21]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 298

Liebe Hanka,
die Speisenauswahl Ihres Sohnes ist tatsächlich ziemlich eingeschränkt und es ist leider nicht besonders viel Gesundes (außer den Obst- uind Gemüsegläschen) dabei. Auf Dauer ist so eine Ernährung nicht empfehlenswert.

Dass Sie keinen Druck machen, ist gut. Das würde die Essensverweigerung nur verstärken. Was würde passieren, wenn Sie Ihrem Sohn zu den üblichen Familien-Essenszeiten eine ausgewogene und für ein dreijähriges Kind "normale" Nahrung anbieten würden? Also z.B. Nudeln mit Soße, Fleisch oder Fisch (gerne auch paniert) mit Beilage (Kartoffeln, Nudeln oder Reis plus Gemüse oder Salat).

Würde Ihr Sohn, wenn er hungrig genug ist, nach ein oder zwei ausgelassenen Mahlzeiten essen? Er darf natürlich keine Extrawürste oder Brot-Zwischenmahlzeiten (höchstens Obst und Gemüse) bekommen! Ein gesundes Kind wird vor einem gefüllten Teller nicht verhungern. Ich vermute, dass Ihr Sohn gelernt hat, dass er das übliche Essen nur verweigern muss, damit er etwas anderes bekommt.

Verfahren Sie nach der Faustregel: Sie bestimmen, wann und was es zu essen gibt, Ihr Sohn darf entscheiden, ob er etwas essen möchte oder nicht. Und wenn er essen möchte, kann entscheiden, wovon und wieviel. Aber Extra-Pommes oder andere Extrawürste werden ihm keine mehr gebraten.

Falls sich Ihr Sohn aber derart vor dem Essen ekelt, das er auch bei größtem Hunger nichts anderes als das Beschriebene essen würde, sollten Sie sich tatsächlich professionelle Hilfe holen. Der erste Ansprechpartner ist Ihr Kinderarzt, der Sie an einen Spezialisten (Kinderpsychologen oder Spezialsprechstunde für Ess- und Fütterstörungen an einer Kinderklinik) überweisen kann.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz


Verfasst am: 02.12.08 [09:33]
Hanka
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 01.12.2008
Beiträge: 6

Liebe Frau Schmelz!
Vielen herzlichen Dank für Ihre Einschätzung und den Tipp! Bisher habe ich es tatsächlich noch nicht durchgehalten, ihm den ganzen Tag gar nichts anderes anzubieten. Meistens läuft es so ab: Er frühstückt (trockenes Brötchen), Mittagessen lässt er ausfallen (das Gekochte verweigert er, er bekommt nichts anderes als das), abends isst er dann Zwieback oder Knäckebrot, wenn ich ihm kein Gläschen anbiete oder geht hungrig ins Bett. Gerade jetzt nascht er zwischendurch allerdings auch mal was oder wir essen Kekse.
Nach Weihnachten werden wir mal versuchen, die Süßigkeiten und Zwischenmahlzeiten ganz ausfallen zu lassen, vielleicht bringt das etwas. Abends könnte ich ihm statt der Gläschen auch das Mittagessen noch mal anbieten.
Wenn wir damit nicht weiter kommen, werden wir uns dann im neuen Jahr wirklich an einen Spezialisten wenden. Nochmals vielen Dank, Ihre Einschätzung war sehr hilfreich!
Viele Grüße! Hanka



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