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Allergieprophylaxe - Änderungen seit 2006
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Verfasst am: 27.02.2009 [15:12]
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MamaMia
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 27.02.2009
Beiträge: 1
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Hallo, ich bin zur Zeit ziemlich verwirrt, was die richtige Allergieprophilaxe bei Babies angeht. Bei meiner Tochter (geboren 2006) hieß es noch: so lange wie möglich stillen (mind. 6 Monate) erst dann ganz langsam mit Beikost beginnen - immer nur ein neues Nahrungsmittel - erst nach einer Woche das nächste. Manche Nahrungsmittel sollten überhaupt mind bis zum 1. Geburtstag weggelassen werden (z. Beispiel Weizen und Nüsse)es sollten auch nicht zu viele Lebensmittel miteinander gemischt werden. Bei meinem Sohn geboren 2008 soll nun alles wieder ganz anders gemacht werden. Der Kinderarzt gab den Rat auf jeden Fall schon im 5. Lebensmonat mit Beikost zu beginnen und dabei auch möglichst rasch verschiedene Obst, Gemüse und Getreidesorten zu füttern. Laut einer neuen Studie (kennt diese Jemand?!) erhöhe dies die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder keine Allergien auf diese Narungsmittel entwickeln - diese Empfehlung wiederspricht meinen bisher gemachten Erfahrungen so sehr, dass ich sehr verunsichert bin und nicht weiß, ob ich das wirklich umsetzen soll. Irgendwie wirklich ein Dilemma, denn bei einem Kind habe ich es dann ja auf jeden Fall laut aktuellen Erkenntinssen "falsch" gemacht.Würde mich interessieren, welche Erfahrungen andere Eltern gemacht haben bzw. gerade machen - was raten andere Kinderärzte?. Und wenn jemand weiß, wo es diese Studie nachzulesen gibt bitte die Info hier deponieren. Danke im Voraus. |
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Verfasst am: 27.02.2009 [16:59]
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olivia1507
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 27.05.2008
Beiträge: 50
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Hallo! Ich kenne diese Studie nicht... Ich habe es bei meinem ersten Kind (2004 geboren) so gemacht, wie Du es bei Deinem großen beschrieben hast. 6 Monate voll gestillt und dann langsam mit Beikost angefangen. Bei meiner zweiten Tochter (2007 geboren) hatte ich vor es genauso zu machen, doch ließ sich das nicht so einfach verwirklichen. Ich habe sie zwar 6 Monate vollgestillt doch danach wollte sie ganz schnell bei uns am Tisch mitessen und das gleiche wie ihre Schwester haben... Da haben wir es dann also eher so gemacht wie Dir der Kinderarzt jetzt geraten hat. Wäre es nach mir gegangen, hätte ich es auch lieber langsamer angehen lassen. Aber manchmal denke ich, wir sollten an diese Dinge etwas gelassener rangehen und darauf vertrauen, was unsere Kinder mögen. Meine Große hat ganz leicht mit Neurodermitis zu tuen und bei der Kleinen ist bisher nichts aufgetreten. Mein Mann und ich sind beide Allergiker. Ich wünsche Euch alles Gute! |
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Verfasst am: 27.02.2009 [20:52]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe MamaMia, es ist nicht eine bestimmte Studie, die besagt, dass späte Beikost ungünstig wäre. Vielmehr liefern die bisher durchgeführten Studien samt der Nachbeobachtung der Patienten keine Hinweise dafür, dass eine allergenarme Ernährung auch im 2. Lebenshalbjahr noch einen Nutzen für die Allergeivorbeugung hätte. Inzwischen gibt es sogar Hinweise, dass die späte Einführung von Beikost eher ungünstig sein könnte. Ihr Kinderarzt ist also in jedem Fall ganz up to date und hat Sie richtig beraten. Sie müssen allerdings jetzt nicht jeden Tag und möglichst schnell neue Speisen einführen. Alle 2 bis 3 Tage ein neues Nahrungsmittel genügt - sonst können Sie es nicht mehr erkennen, falls Ihr Kind auf etwas reagiert. Bitte machen Sie sich jetzt kein schlechtes Gewissen: Sie haben für jedes Ihrer Kinder das Beste gewollt und sich an die aktuellen Empfehlungen gehalten. Nur sind die Experten anhand der bisherigen Erfahrungen inzwischen ein Stückchen schlauer geworden und haben deshalb die Empfehlungen geändert, damit das Optimum an Allergievorbeugung erreicht wird! Weil sich in der Allergievorbeugung bei der Beikosteinführung wirklich Neuerungen ergeben haben, wird es auch in der Maiausgabe von "Gesundheit & Erziehung für mein Kind" (erscheint im April) einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema geben, in dem alles genau erklärt wird. Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 27.02.2009 um 20:54.] Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Irgendwie wirklich ein Dilemma, denn bei einem Kind habe ich es dann ja auf jeden Fall laut aktuellen Erkenntinssen "falsch" gemacht.








