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Baby verweigert Beikost


Autor Nachricht
Verfasst am: 19.10.2009 [13:48]
AnnetteHoll
Quelle der Weisheit
Themenersteller
Dabei seit: 26.06.2008
Beiträge: 52
Sehr geehrte Frau Dr. Andrea Schmelz,

meine Tochter ist 7 Monate alt und ich stille sie noch voll. Als sie sechs Monate alt war (vor 5 Wochen) habe ich begonnen, Beikost einzuführen. Allerdings verweigert mein Baby jeglichen Brei - habe ihr Pastinake, Karotte und auch Apfel gegeben. Sie schließt nach dem ersten Löffel den Mund und dreht den Kopf weg. Mehr als ein, zwei Löffel "isst" sie nicht. Dann beginnt sie unruhig zu werden, fängt teilweise an zu weinen und trinkt beim Stillen sehr gierig.
Ich habe immer wieder ein paar Tage Pause eingelegt und dann wieder damit begonnen, ihr Essen anzubieten. Leider ohne Erfolg.
Gibt man ihr ein Karottenstückchen in die Hand, dann beißt sie interessiert darauf herum. Aber ich denke, dabei bekommt sie ja keine Nahrung, sondern es geht eher um das ERforschen und Erschmecken.
Wie soll ich weiter vorgehen? Immer wieder Gemüsebrei anbieten oder es einmal mit Getreidebrei versuchen? Oder Fingerfood, also Gemüse- und Obststücke anbieten? Oder das Ganze eine Weile ruhen lassen, vielleicht braucht meine Tochter einfach noch ein bisschen Zeit?


Da ich etwas ratlos bin, würde ich mich über eine Antwort sehr freuen.
Grüße von Anette Holl

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.10.2009 um 13:49.]

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Antworten Profil
Verfasst am: 19.10.2009 [17:28]
3jungsmama
Newbie
Dabei seit: 19.10.2009
Beiträge: 2
Hallo!

Ich habe 3 Kinder un die haben ganz unterschiedlich mit der Beikost angefangen.
Ich würde bei einer Sache (allein wegen Allergierisiko) bleiben, also z.B. Karotte oder "Matsch-Banane". Vor der nächsten regulären Still-/Flaschenmahlzeit würde ich einfach immer wieder ein Löffelchen probieren. Irgendwann werden es dann 2, 3 und so weiter.
Aber es braucht halt Geduld! Mein 1. hat mit 6 Monaten schon alles gegessen, mein 2. war fast 2 (!)Jahre alt, bis er "richtig gegessen" hat, mein 3. fing mit 8 Monaten an. So kann es gehen! Bei allen habe ich die selbe Art der Beikost-Einführung gemacht!
Antworten Profil
Verfasst am: 19.10.2009 [22:09]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
Liebe Frau Holl,
gerade Stillkinder sind oft zum "planmäßigen" Beikoststart noch nicht für Beikost zu begeistern. Da hilft nur, es immer wieder geduldig zu probieren - ohne Druck und Zwang.

Dass die Beikost am Geschmack scheitert, glaube ich eher nicht, denn dann hätte Ihre Tochter das Obstgläschen, das süßer schmeckt und darum von einigen kleinen Süßschnäbeln lieber gegessen wird, mit mehr Begeisterung verspeist.

Da Ihre Kleine Fingerfood interessant findet, sollten Sie ihr gut weich gekochtes Gemüse in Stückchen zum Selberessen anbieten (etwa Karotten-, Kartoffel- oder Kohlrabiwürfelchen). Auch wenn sie damit nur kleine Mengen isst, gewöhnt sie sich an den Geschmack. Und als gute Ernährungsbasis hat sie ja die Muttermilch.

Sie schreiben, dass Ihre Tochter nur wenige Löffel isst, dann den Kopf wegdreht und anschließend an der Brust gierig trinkt. Das könnte darauf hindeuten, dass sie zu den Mahlzeiten für das Löffeln, das noch sehr langsam geht und von dem sie nicht richtig satt wird, einfach zu hungrig ist. Bieten Sie die Beikost etwa 1,5 Stunden nach der letzten Stillmahlzeit an zu einem Zeitpunkt, wenn sie ausgeschlafen, wach und fröhlich ist. Sehr hungrige oder bereits "angemüdete" Babys haben keine Geduld zum Löffeln.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 21.10.2009 [11:55]
Moma
Newbie
Dabei seit: 21.10.2009
Beiträge: 1
Hallo Frau Holl icon_wink.gif
Habe noch einen weiteren Tip für sie
geben sie ihrer Tochter immer wieder einmal einen Löffel zum spielen in die Hand so hat sie die Mödlichkeit erst einmal das fremde Material zu erforschen zu spüren, wenn sie abpumpen können kann man aus der milch auch sehr gut einen Pudding anrühren indem die Pasinake oder noch besser Kartoffel untergerührt wird bis eine flüssige aber sämige Konsistenz entsteht wenn ihre Tochter dann wie Frau Schmelz schon erwähnte ausgeschlafen ist und noch nicht so hungrig etwa nach einer Stunde kann man ihr diesen Brei anbieten sie wird den Geschmack der Milch wieder erkennen das Material des Löffel schon kennen und vielleicht dann Freude haben die kost vom Löffel zu lutschen. Zum ernähren reicht das vorerst sicher nicht aber das sind erste Schritte
LG Moma

Pessimismus ist der Weg zu verlieren was anderen Freude macht !!!
Antworten Profil
Verfasst am: 15.11.2009 [03:17]
Cristina
Alter Hase
Dabei seit: 28.07.2008
Beiträge: 27
Hallo Frau Holl,

meine beiden Kinder waren auch ganz schlechte Brei-Esser und heute essen sie beide wunderbar und fast alles.
Was ich damit sagen will: das Wichtigste ist die Geduld nícht zu verlieren, auch wenn´s schwerfällt.

Bei uns war es völlig egal, ob Gläschen oder selbst gekocht, immer das gleiche oder öfter mal was Neues, sie wollten einfach keinen Brei. Hab sogar auf Reisen manchmal für 2,3 Tage wieder voll gestillt.

Als sie dann endlich am Familienessen teilnehmen konnten und als mit ca. 18 Monaten endlich die Backenzähne da waren, war das alles kein Problem mehr.

Wichtig finde ich auch, sich nicht zu viele Gedanken zu machen, nach dem Motto: Wenn das Kind Hunger hat, isst es und wenn es nicht isst, hat es keinen Hunger.

Das gilt eigentlich erst für später, nur hab ich festgestellt, dass man als besorgte Mutter auch schnell anfängt, dem Kind verschiedene Dinge anzubieten und das Kind lernt schnell, dass es mit seinem Essverhalten Aufmerksamkeit erregen kann.
Ich habe nach jeder Breimahlzeit die Brust angeboten, auch wenn ich dachte, es wäre genug gegessen worden, damit die Kinder auch wirklich satt waren. Ansonsten hab ich nur Wasser zu trinken angeboten, damit sie sich nicht an Säften satt trinken.

Dann ist noch wichtig, dass Kinder bestimmte Lebensmittel bis zu 30x probiert haben müssen, bis sie sie mögen. Die natürliche Abneigung ist noch ein Relikt aus grauer Vorzeit, damit die Kinder nicht einfach giftige Pflanzen in den Mund nahmen.
Da kann man dann dem Kind zum Beispiel über den Sommer verschiedenes Obst anbieten, die eigentliche Mahlzeit besteht aber aus etwas, was das Kind schon kennt. Also ganz entspannt daran gehen und kein Aufhebens darum machen, wenn das Kind etwas nicht will, denn manchmal wird es sonst erst recht verweigert.

Es hilft auch, wenn das Kind mitlöffeln kann, weil es ja selbstständig werden möchte (Ikea hat tolle Plastiklätzchen), gekochtes Gemüse zum Kauen ist auch toll.

Wir sind einfach Vorbilder für die Kinder und wenn hauptsächlich gesunde Sachen auf den Tisch kommen, werden sie schon genug Vitamine bekommen, auch wenn sie nicht immer gut essen. Wir können bestimmen, was dem Kind zu essen angeboten wird, aber wieviel und wovon die Kinder dann essen, bestimmen doch letztlich die Kinder. Das wird schon!

Alles Gute, Cristina
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