

Elternwissen-Forum
Diskutieren Sie in unserem Elternwissen-Forum über die Familien-Themen, die Sie interessieren: Kindererziehung, Kindergesundheit, Kinderernährung, Schule, Lernen und vieles mehr! Bitte sehen Sie sich unsere Diskussionsregeln vorher an.
Lebensmittelunverträglichkeit / -allergie
| Autor | Nachricht |
|---|---|
|
Verfasst am: 09.09.2009 [21:49]
|
|
|
Tiffy77
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 23.09.2008
Beiträge: 16
|
Hallo Frau Dr. Schmelz, seit einiger Zeit lese ich Ihre Berichte mit großem Interesse und bin von Ihrem Wissen beeindruckt. Heute ist es soweit, dass ich ein erstes Anliegen habe. Im letztem Sommer (2008 ) haben wir festgestellt, dass unsere Tochter (mittlerweile 26 Monate) eine Allergie gegen Tomaten und Karotten sowie eine Ei Unverträglichkeit hat. D. h. wenn sie Ei ist, wird ihr schlecht und nach einigen Stunden übergibt sie sich. Beim Ei hat beispielsweise eine sehr kleine Menge (weniger wie 1/4 Teelöffel vom hartgekochten Frühstücksei oder auch wenn sie wenige Gabeln von einem Auflauf mit verquirteltem Ei oder Kuchen gegessen hat) ausgereicht, dass sie sich erbrechen musste. Nach dem Erbrechen geht es ihr dann auch wieder besser. Tomaten und Karotten verursachen einen Ausschlag im Gesicht (Mundregion). Wobei sie sich bei Karotten auch schon mal erbrechen musste. Der Kinderarzt sagte uns, dass wir diese Lebensmittel ein Jahr vermeiden müssen, damit sich die Allergien/Unverträglichkeit "verwachsen" können. Nach einem Jahr könne ich es dann wieder mit den Lebensmitteln probieren. Nun ist es Ende diesen Monats ein Jahr her, dass sie die genannten Lebensmittel gegessen hat. Mit Ausnahme der Karotten, die hatte sie bei der Tagesmutter mal versehentlich zu essen bekommen (Folge: sie musste sich einige Stunden später erbrechen). Ich habe nun davon gehört, dass man Allergene einschleichen soll. Ist dem so? Wenn ja, können Sie mir sagen, wie ich das genau anstellen soll? Mit welcher Menge sollte ich anfangen? Wann und wie erhöhen? Wie oft sollte ich das Allergen zu essen geben? In welchen Abständen? Über welchen Zeitraum? Wann kann/sollte ich mit dem nächsten Allergen anfangen? hoffe, dass Sie mir in dieser Sache weiterhelfen können. Im Voraus bereits vielen Dank für Ihre Hilfe. Freundliche Grüße Tiffy1977 |
|
Verfasst am: 09.09.2009 [23:36]
|
|
|
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
|
Liebe Tiffy77, Übelkeit und Erbrechen Stunden nach dem Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln sind zwar eine eher ungewöhnliche Form der Unverträglichkeit, doch sollte das stikte Meiden des Auslösers für einen bestimmten Zeitraum auch hier funktionieren. Holen Sie sich das Okay von Ihrem Kinderarzt, bevor Sie mit der Wiedereinführung unverträglicher Nahrungsmittel beginnen! Mit der Karotte würde ich noch warten, da Ihre Tochter ja bei der versehentlichen Aufnahme bei der Tagesmutter eindeutig darauf reagiert hat und auch erbrechen musste. Wenn Sie mit den gemiedenen Nahrungsmitteln nach einem Jahr wieder einen Versuch wagen wollen, sollten Sie diese nur in kleiner Menge und in gekochter Form geben, am besten pur und nicht zusammen mit einer Mahlzeit. Geben Sie zum Testen einen Teelöffel gekochte Karotte (eventuell auch in Form eines Karottengläschens). Beim Ei geben Sie zunächst nur eine Messerspitze vom Eigelb, da das Eiweiß den Hauptteil der Allergene (in der Regel sind das immer Eiweißverbindungen, auch bei der Karotte z.B.) enthält. Werden diese geringen Mengen vertragen, können Sie am nächsten Tag jeweils die Menge verdoppeln, bis Sie bei einer normalen Portion angelangt sind. Beim Ei steigern Sie langsamer und geben nur jeden 2. Tag etwas, bis Sie bei zwei oder drei Teelöffeln Eidotter angelangt sind. Dann erst probieren Sie einen Teelöffel "gemischt" mit Eiweiß und Dotter (z.B. Rührei). Wenn nichts passiert, können Sie ein paar Bissen Kuchen mit Ei versuchen und sich auf diese Weise alle 2 bis 3 Tage mit einem weiteren Versuch an eine normale Ernährung mit Ei herantasten. Kommt es wieder zu einer Reaktion, sollten Sie mindestens 6 Monate (bei Ei ein Jahr) warten, bevor Sie einen neuen Versuch starten. Bei der Tomate, die Ausschlag um den Mund verursacht, ist es mit größter Wahrscheinlichkeit keine Allergie, sondern eine Reaktion auf so genannte biogene Amine (Tomaten enthalten Histamin, Serotonin, Tryptamin) oder eine Reaktion auf die enthaltene Säure. Da dies keine durch Antikörper vermittelten Reaktionen sind, hilft das Weglassen meist nicht. Wenn Ihre Tochter wieder Tomaten isst, kann das auch nach längerer Zeit wieder zu Ausschlag führen. Allerdings ist der Gehalt an biogenen Aminen und Säure abhängig von der Tomatensorte und dem Reifegrad, sodass Tomaten manchmal vertragen werden können, eine anderes Mal aber auch wieder nicht. Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz PS an alle mitlesenden Forumsmitglieder: Wenn Ihr Kind Nahrungsmittelallergien hat, sollten Sie niemals auf eigene Faust Nahrungsmittel ausprobieren, auf die es schon einmal heftig reagiert hat! Bitte machen Sie das nur in Absprache mit Ihrem Arzt oder sogar in einer Klinik (bei früheren Asthmaanfällen, Schwellungszuständen im Gesicht oder Hals, Kreislaufreaktionen)! Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
Elternwissen auf Facebook ![]() Mein Blog: Working Mom Blog Mein E-Mail Newsletter:Jetzt kostenlos registrieren Chefredakteurin von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind" |
|
Verfasst am: 14.09.2009 [22:17]
|
|
|
Tiffy77
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 23.09.2008
Beiträge: 16
|
Hallo Frau Dr. Schmelz, herzlichen Dank für Ihre Antwort. Ich werde Ihre Tipps auf jeden Fall beherzigen. Ausserdem werde ich mich mal nach einem anderen Kinderarzt umsehen, der mich in dieser Angelegenheit (hoffentlich) besser unterstützt. Nochmals Danke! Viele Grüße Tiffy1977 |
![]() Die besten Tipps für die Gesundheit und Erziehung Ihres Kindes:
|
Bitte nehmen Sie mich 30 Tage lang kostenlos in diesen umfassenden Beratungsservice auf. Wenn ich Ihnen innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der ersten Test-Ausgabe keine gegenteilige Mitteilung mache, möchte ich "Gesundheit und Erziehung für mein Kind" regelmäßig erhalten und nutzen. Bei Bankeinzug erhalte ich 30% Rabatt auf die ersten 8 Ausgaben und zahle dann nur 6,86 Euro statt regulär 9,80 Euro pro Ausgabe. Pro Jahr erscheinen 12 Ausgaben sowie 4 Spezialreports zu Schwerpunktthemen. Den Bezug kann ich jederzeit beenden. Eine kurze schriftliche Mitteilung genügt. ![]() |
Mein Elternwissen
Enter your username and password here in order to log in on the website:
- Wir suchen das schönste Muttertagsfoto!
- Finanzielles im Urlaub
- Masern/Mumps Impfung
- ist das bereits Mobbing?
- Wenn die Eltern schwierig werden....
- lebendiges Kind fühlt sich nicht wohl im Kindergarten
- UV-Schutzkleidung
- Welchen Einfluss hat der Geburtenrang auf die Persönlichkeit?
- Bin mit meinem Latein am Ende
- Meine 3,5 jähr Tochter - Opfer eines Kindes (der Sohn des Erziehers)
Anzeige
Elternwissen Shop
- Schule und Lernen
- Lernen und Fördern mit Spaß!
- Jan Uwe Rogges Pubertäts-Überlebensbrief
- Sicher richtig schreiben
- Erfolgreich aufs Gymnasium!
- Einfach besser konzentrieren!
- "Ich bin stark"-Training
- Das 17-Minunten-Deutsch-Training
- Das 17-Minuten-Mathematik-Training
- Das 17-Minuten-Sachunterrichts-Training
- Spezialreport: Konzentration verbessern - AD(H)S erkennen
- Spezialreport: Aufsätze üben
- Spezialreport: Privatschulen
- Spezialreport: Textaufgaben leicht gemacht
- Talente entdecken und fördern
- Ratgeber: Erste Hilfe bei Klassenarbeiten
- Gesundheit & Erziehung
- Gesundheit & Erziehung für mein Kind
- Mein erstes Jahr als Mama
- NEU: Dr. Schmelz' Gesundheitskarten
- Spezialreport: So wird Ihr Kind selbstbewusst
- Spezialreport: Erziehung leicht gemacht
- Spezialreport: Gesunde Kinderzähne
- Spezialreport: Kinder lernen Schlafen
- Spezialreport: Impf-Wissen für Eltern
- Spezialreport: Erste Hilfe
- Spezialreport: Gesünder Wohnen









