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Süßigkeitenregelung


Autor Nachricht
Verfasst am: 11.10.2010 [21:18]
Anneken
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 10.10.2008
Beiträge: 5
Hallo,
meine zwei Jungs (5 und 2,5) sind ständig am betteln nach der Süßigkeitenkiste. Es geht uns furchtbar auf den Geist ,javascript:emoticon('icon_evil.gif') deswegen geben wir dann ab und zu nach. Ich weiß daß das nicht richtig ist. Sie haben beide Hautprobleme, wenn sie Milchprodukte essen (also auch Schokolade o.ä., was sie natürlich nicht bekommen.) Ab und zu geht auch die Variante mit erst Obst und dann einen Keks, aber ich habe es noch nie erlebt, daß sie keine Süßigkeiten mögen, so wie Frau Schmelz das von ihren Kindern beschreibt. Ich gebe schon "gesunde Süßigkeiten, wie Dinkelkekse, Bio-Gummibärchen usw. Meine Frage ist: Wieviel ist für Kinder in dem Alter "normal" oder zumutbar, wenn sie sonst ordentlich essen? Und wie handhaben andere die Süsßgikeitenverteilung, 1 mal täglich oder einmal wöchentlich? Bin gespannt auf die Anregungen?

Herzliche Grüße
Anneken
Antworten Profil
Verfasst am: 11.10.2010 [23:09]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
Liebe Anneken,
meine Kinder mögen schon auch Süßigkeiten (insbesondere mein Sohn, die Tocher würde lieber Chips essen), aber manchmal wünschen sie sich wirklich einen Obstteller.

Ihre Jungs betteln deshalb so häufig nach der Süßigkeitenkiste, weil sie damit immer wieder Erfolg haben. Insofern wird sich ohne die nötige Konsequenz das Problem eher noch verschärfen.

Wenn Ihre Jungs es von der Haut her vertragen und ansonsten ausgewogen essen, dann dürfen bis zu 10 Prozent der täglichen Kalorienmenge aus Süßigkeiten stammen. Konkrete Mengen und weitere Tipps finden Sie hier: www.elternwissen.com/ernaehrung/essprobleme/art/tipp/hilfe-mein-kind-will-immer-nur-suessigkeiten.html.

Um das ständige Gequengel nach Süßem einzudämmen, können Sie eine feste "Naschzeit" einführen, zu der es etwas Süßes gibt. Das könnte z.B. als Nachspeise nach dem Mittagessen oder abends als "Betthupferl" (natürlich werden danach die Zähne geputzt!) sein. Zu allen anderen Zeiten wird das Gequengel ignoriert und wenn es sich nicht mehr lohnt, weil es zu anderen Zeiten nichts Süßes gibt, werden Ihre Kinder es mit der Zeit bleiben lassen.

Sie können auch jedem Sohn eine Süßigkeitenkiste einrichten, die einmal täglich gefüllt wird. Wenn sie leer gegessen ist, gibt es für diesen Tag keine Nascherei mehr. Der 5-Jährige könnte prinzipiell sogar schon einen ganzen Wochenvorrat an Süßem ausgehändigt bekommen, um sich das selbst einzuteilen. Das ist aber nicht sinnvoll bei Ihnen, da der kleine Bruder täglich eine kleine Ration bekommt und es dann nur Diskussionen gibt. Daher besser für beide Kinder einmal täglich die Kiste auffüllen.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 13.10.2010 [09:08]
Anneken
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 10.10.2008
Beiträge: 5
Liebe Frau Schmelz,

herzlichen Dank für Ihre Antwort. Das mit der Kiste für einen Tag hatte
ich auch schonmal gehört. werds mal probieren.

liebe Grüße
Anneken
Antworten Profil
Verfasst am: 20.10.2010 [16:08]
ReginaDe
Newbie
Dabei seit: 09.10.2010
Beiträge: 1
Hallo Anneken!
Wenn meine Kinder (3 und 4) Süßes wollen (kommt fast jeden Tag vor) bekommen sie für diesen Tag jeder etwas in ein Schüsselchen. Als Maß gilt bei uns die eigene Kinderhand mit geschlossenen Fingern als Schüssel geformt. Natürlich nicht aufgetürmt bis zur Nasenspitze, sondern halt so viel, wie sie gut reinbekommen, und auch nicht "zwei, weil wir ja gestern nichts hatten". Dieses Maß wurde mir bei der Mutter-Kind-Kur genannt und auch bei einem Elternabend über gesunde Ernährung. Als gesunden Ausgleich sollten sie aber auch zwei Hände Obst und drei Hände Gemüse essen.
Wir haben das als neue Regel angekündigt und es klappt prima.
Wünsch dir viel Erfolg!
Regina
Antworten Profil
Verfasst am: 13.01.2011 [23:24]
kallidasa
Profi
Dabei seit: 07.07.2008
Beiträge: 47
Hallo Anneken,

ich hatte mir fest vorgenommen, meine Tochter ohne Süßigkeiten großzuziehen, bzw. hatte gehofft, es würde sich bei ihr der Süßhunger gar nicht erst einstellen, wenn sie den Kram gar nicht erst kennenlernt.

Nunja, wir leben nicht ein einer Glaskugel und aus unerfindlichen Gründen macht es allen möglichen Leuten (sogar Fremden) einen Höllenspaß, Kindern Süßigkeiten zu schenken (oder hat deinem Kind schon mal jeamnd ein Möhrenstück angeboten????) und die Unsitte, den Kleinen im Supermarkt und anderen Geschäften an der Kasse Süßigkeiten zu schenken (oft, ohne die Mutter vorher zu fragen, was ich echt dreist finde und dann auch immer gleich sage!) greift auch immer weiter um sich.

Kurz, auch meine Tochter (knapp 3) ist inzwischen heiss auf Süßes und bettelt danach. Da hat es dann auch nichts genützt, dass sie ihre ersten beiden Lebensjahre komplett ohen Schokolade und Eis ausgekommen ist (auskommen musste). Ich finde es sehr schwer, das richtige Maß zu finden und wenn mir das mit der Kinderhand auch irgendwie einleuchtet, finde ich das doch ganz schön viel. Ich gebe meiner Tochter die Gummibärchen einzeln, die Vorstellung, dass sie auf einmal eine ganze Hand voll isst, finde ich grauslich.

Ich denke, man kann den Süßhunger nicht ganz unterdrücken, er ist halt irgendwie genetisch angelegt. Viel spannender finde ich die Frage, wie man den Kindern vermittelt, Maß zu halten - das ist vielleicht von den Kleinen noch zu viel verlangt, aber wenn sie mal 8 oder 9 sind, dass sie dann nicht reinstopfen, was sie kriegen können, sondern mit z. B. einem Riegel Schokolade zufrieden sind. Irgendwie muss das doch über die "Genuss-Schiene" machbar sein. Man muss ihnen das Genießen vorleben. Keine Ahnung, ob das klappt...

Schade, dass die Süßigkeiten eine so große Rolle in unserer Gesellschaft spielen. Man kommt ja einfach nicht um sie herum... Aber solange sogar noch im Kindergarten (wie z. B. unserem) Kakao als Getränk (!!!) zum Frühstück gereicht wird (natürlich das billige Kakaopulver von Aldi, das zu 57% aus Zucker besteht), braucht man sich über nchts zu wundern. Meine Tochter kippt sich auch davon rein, soviel sie kriegen kann (gibt es nämlich zu Hause nicht). Habe das Thema im Kindergarten-Vorstand schon mal angesprochen, erntete nur ratlose Blicke - die haben nicht verstanden, was ich für ein Problem habe...

Alles Gute!

Birgit
Antworten Profil


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