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Süßigkeitenregelung


Autor Nachricht
Verfasst am: 11.10.2010 [21:18]
Anneken
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 10.10.2008
Beiträge: 5
Hallo,
meine zwei Jungs (5 und 2,5) sind ständig am betteln nach der Süßigkeitenkiste. Es geht uns furchtbar auf den Geist ,javascript:emoticon('icon_evil.gif') deswegen geben wir dann ab und zu nach. Ich weiß daß das nicht richtig ist. Sie haben beide Hautprobleme, wenn sie Milchprodukte essen (also auch Schokolade o.ä., was sie natürlich nicht bekommen.) Ab und zu geht auch die Variante mit erst Obst und dann einen Keks, aber ich habe es noch nie erlebt, daß sie keine Süßigkeiten mögen, so wie Frau Schmelz das von ihren Kindern beschreibt. Ich gebe schon "gesunde Süßigkeiten, wie Dinkelkekse, Bio-Gummibärchen usw. Meine Frage ist: Wieviel ist für Kinder in dem Alter "normal" oder zumutbar, wenn sie sonst ordentlich essen? Und wie handhaben andere die Süsßgikeitenverteilung, 1 mal täglich oder einmal wöchentlich? Bin gespannt auf die Anregungen?

Herzliche Grüße
Anneken
Antworten Profil
Verfasst am: 18.01.2012 [09:38]
Calis
Newbie
Dabei seit: 12.10.2011
Beiträge: 2
Hallo,

meine Oma hatte als ich klein war einen Tante Emma Laden. Wir konnten so oft wir wollten hin gehen und uns was holen. Schokolade, eine Dose Fanta, Brausebonbons, Riegel. Alles was Kinderherzen höher schlagen lässt. Ich und mein Bruder wurden echt beneidet. Aber, dadurch dass wir es immer hatten oder holen konnten (die Oma musste man natürlich schon vorher schön fragen) war der Bedarf gar nicht mehr da. Wir wollten gar nicht so viel Süßes. Unser Konsum hat sich in Grenzen gehalten. Heute haben wir 3 Kinder und wir haben genau dies bei unseren Kindern auch ausprobiert. Unsere Süßigkeitenschublade ist ganz unten in der Küche. Sie ist meistens voll gefüllt. Schokolade noch vom NIkolaus, manchmal ist sogar noch ein Ei von Ostern letztes Jahr zu finden, Traubenzucker, Kekse etc. Bevor sie sich was holen müssen sie fragen und wenn es nicht gerade kurz vor dem Mittagessen ist, dürfen sie sich was nehmen. Manchmal schauen sie auch nur rein und machen die Tür dann wieder zu und holen sich ein Joghurt. Sie dürfen also, wollen aber ganz oft nicht oder denken gar nicht dran. Freunde von uns haben einen Süßigkeitentag (Sonntag) und da bekommt jeder eine Ration, mit der er machen kann was er will. Fand ich auch ne tolle Idee. Aber als sie zu Besuch waren wurde unsere SChublade regelrecht überfallen. Unsere Kinder haben nur so gestaunt. Das sind unsere Erfahrungen. Vielleicht einen Versuch wert. Viel Glück.
Antworten Profil
Verfasst am: 18.01.2012 [10:11]
umbre11a
Alter Hase
Dabei seit: 25.09.2010
Beiträge: 32
Liebe Anneken,

wir haben das Problem durch Selbsteinteilen gelöst. Wir haben bei dem großen, schwedischen Möbelhaus so eine magnetische Dose mit Sichtfenster gekauft und mit unserem Sohn vereinbart, dass die Dose nur 1 Mal täglich gefüllt wird. Die Dose kam an den Kühlschrank. Witzigerweise hat unser Sohn seitdem nie seine Dose leergefuttert. Oft genügt es ihm, daran vorbeizulaufen, zu sehen, dass er noch was hat und gut. Allerdings erlauben wir im auch Nachtisch, wie süßen Joghurt, was ja strenggenommen auch zu den Süßigkeiten zählt. Wichtig ist, dass man in der Anfangsphase wirklich konsequent dabei bleibt, dass die Dose nur einmal gefüllt wird. Dass man einem Süßschnabel das Leckern ganz abgewöhnen kann, ist eine Illusion. Wir leckern ja auch ganz gerne mal. Es geht ja darum, den kleinen Monsterchen ein rechtes Maß für die Dinge zu vermitteln und sie anzuleiten, auch einmal einen Wunsch zurückzustellen. Dabei hilft die Methode mit der Selbsteinteilung sehr gut. Nicht verzweifeln, wenn die Kinder am Anfang ihre Box leerfuttern und dann dennoch weiter betteln. Es braucht vielleicht ein bißchen, bis sie sich an die neue Regel gewöhnt haben.
Viel Erfolg.
Liebe Grüße
umbre11a
Antworten Profil
Verfasst am: 19.01.2012 [13:11]
Bömmel
Newbie
Dabei seit: 19.01.2012
Beiträge: 1
Hallo,
ich glaube jede Mutter ist da unsicher und jede Mutter handhabt das anders.
Was die Menge angeht, so gibt es eine ganz hilfreiche Faustregel:
Soviel Süßigkeiten am Tag, wie auf die Handfläche (natürlich ohne Finger) passen. Diese Regel soll auch für Fleisch gelten.
Dass man aber - ich glaube drei Handflächen - voll Gemüse/Obst und zwei mit Nudeln/Kartoffeln/Reis essen soll, sei Voraussetzung.
Möglicherweise sind es sogar mehr bei Obst/Gemüse. Es orientiert sich im Allgemeinen an der Ernährungspyramide.
Für mich einleuchtend war, dass die Hand ja wächst und das Kind dementsprechend auch mehr Süßigkeiten essen darf.
Aber wie immer: Ausnahmen bestätigen die Regel... Es kommt halt immer darauf an. Aber total weglassen ist eher ungünstig, dann bekommen die Kleinen Heißhunger. Bei uns liegen seit eh und je die Süßigkeiten - seit einem Jahr sogar im Kinderzimmer - offen rum. Und meine Tochter (6 J.) fragt mich immer, ob sie was essen darf. Aber ich glaube, da habe ich einfach Glück mit ihr... Was aber ganz wichtig ist: Klare Regeln.
Dir auch viel Glück
Bömmel
P.S. Probiere mal Naturjogurth mit einem Löffel selbstgemachter Marmelade, der ist wenigstens ein wenig gesünder und vielleicht auch nicht ganz so süß (je nach Einmachzuckervariante)
Antworten Profil
Verfasst am: 19.01.2012 [17:17]
gabi82
Newbie
Dabei seit: 17.01.2012
Beiträge: 4
Hallo,
das mit der Selbsteinteilungs-Methode ist wirklich ein toller Tipp. Eventuell probiere ich das bald aus. Ich habe es selbst in meiner Kindheit erlebt, dass wir ein Süßigkeiten-Fach ganz oben im Küchenschrank hatten, an das man als Kind nicht so leicht ran kommt. So habe ich das in meiner Familie nun auch fortgeführt.
Dadurch müssen die Kleinen immer nachfragen, wenn sie etwas möchten. Das hat natürlich zur Folge - wie ihr es auch schon beschrieben habt - dass das Betteln und Quengeln losgeht, wenn man mal nein sagt, weil an dem Tag schon genug genascht wurde...
Deshalb überlege ich ernsthaft, ob ich das mit der Selbsteinteilung bei uns einführe!
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Verfasst am: 28.02.2012 [14:16]
mariamaria
Junior
Dabei seit: 28.02.2012
Beiträge: 7
Super Tipp mit der Selbsteinteilung! Vielen Dank! Ich kenne diesen enormen Drang nach Süßigkeiten aus meiner eignen Kindheit und weiß, dass dieser nicht ganz zu stillen ist und dementsprechend ist eine visuelle Selbsteinteilung super, da oft "das-nicht-haben-können-und-dürfen" auch ein wichtiger Faktor für diese unstillbare Verlangen ist... icon_wink.gif
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