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Welche Mengen isst ein Kleinkind
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Verfasst am: 15.04.2009 [21:03]
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kallidasa
Profi
Themenersteller
Dabei seit: 07.07.2008
Beiträge: 47
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Guten Tag Frau Dr. Schmelz, meine Tochter ist 15 Monate alt, wiegt 10 Kilo und ist ca. 78 cm lang. Laut den Perzentilkurven liegt sie damit voll im Mittelfeld und auch der BMI von 16,44 ist Mittelmaß - zumindest entnehme ich das den Diagrammen im U-Heft. Nun hat sie aber immer noch einen unglaublich dicken Babybauch. Sie hat gerade angefangen zu laufen - vielleicht geht der Bauch ja weg, wenn die Kinder sich dadurch mehr bewegen? Meine Tochter isst abends 2 Scheiben Brot mit Käse, was ich ziemlich viel finde, aber sie verlangt danach. Kann ich mich darauf verlassen, dass bei so kleinen Kindern der Instinkt noch funktioniert, oder besteht auch hier schon die Gefahr, dass sie sich überfressen? Dann müsste ich die Menge doch begrenzen! Meine Tochter hat derzeit folgenden Speiseplan: Frühmorgens: 150 ml Ziegenmilch Frühstück: Frischkornmüesli mit Obst und Joghurt Mittagessen: gekochtes Gemüse, manchmal mit Getreide angereichert Nachmittags-Snack: ein Stück Obst (meist eine Banane) und manchmal ein Zwieback dazu Abendessen: 2 Scheiben Käsebrot oder (selten) eine Portion Milchreis und ein Stück Obst Woher weiss ich, ob die Mengen stimmen? Lieben Dank und besten Gruß! Birgit |
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Verfasst am: 15.04.2009 [23:04]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Birgit, da Ihre Tochter absolut normal entwickelt ist, was Größe und Gewicht angeht, brauchen Sie sich keine Sorgen über die Nahrungsmenge machen. Kinder in diesem Alter haben meist ein sehr gutes Gespür dafür, wie viel sie brauchen. Die Nahrungsmenge kann auch deutlich schwanken: Manchmal essen die Kleinen gut, dann haben sie wieder ein oder zwei Wochen wenig(er) Appetit. Im Übrigen habe ich nicht das Gefühl, dass Ihre Tochter übermäßig viel isst, auch wenn 2 Brote abends auf einen guten Appetit schließen lassen. Bitte begrenzen Sie die Nahrungsmenge nicht, sondern achten Sie nur darauf, dass Sie gesundes, abwechslungsreiches Essen auf den Tisch bringen. Bieten Sie abends zusätzlich Gemüse an, das ist dann auch automatisch weniger gehaltvoll als ein Käsebrot. Meiner Erfahrung nach werden Gurkenwürfel (eventuell mit Joghurtdip, aber das gibt bei Kleinkindern oft eine ziemliche Kleckerei) gerne gegessen. Dass der Bauch noch so "dick" ist, ist in diesem Alter normal und das liegt daran, dass die Bauchmuskulatur noch nicht so stark entwickelt ist. Deswegen "hängt" der Bauch so heraus. Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 22.04.2009 [11:49]
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katz_1
Junior
Dabei seit: 07.11.2008
Beiträge: 9
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das Thema interessiert mich auch sehr. Ich glaube, heutzutage geht es mehr darum, dass das Kind nicht zu viel isst als umgekehrt. Meine Tochter (4) hat auch einen seeeeeeeehr gesunden Appetit. Schon in der Krabbelgruppe hat die Erzieherin uns mehrmals darauf hingewiesen, dass sie "keine Grenze kennt", also so lange isst, wie lange auf dem Tisch was steht. Laut dem Diagramm in U-Heft liegt sie im Durchschnitt, ist also nicht dick. Hat aber auch immer noch mehr "babybauch" als mir lieb wäre. Wann ist denn die Situation da, dass man dem Kind Einschränkugen macht, wie viel es isst? Ich erlaube ihr zB nicht mehr nach 19:00 Uhr zu essen (generell, es gibt sicher auch ausnahmen). Oder, es gibt sachen, die sie sehr gerne isst (auch die Wurstbrote oder überhaupt brötchen), da will sie manchmal noch ein halbes und noch eins.. Und seit kurzem mag sie nicht mehr so die "gesunden" Sachen und will lieber so ein Wurstbrot. Ich bin eigentlich eine demokratische Mutter in solchen Fragen - ich zwinge mich ja auch nicht etwas zu essen, wenn es mir nicht schmeckt. Also, wenn sie die Gemüsesuppe nicht will und lieber Wurstbrot, kriegt sie normalerweise auch. Soll ich ihr lieber nichts geben und abwarten bis der hunger gross genug für die Suppe geworden ist?? Ich esse nie brötchen und oft salate, aber, in Unterschied zu vielem anderen, eifert sie beim Essen nicht mir nach danke und grüße [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 22.04.2009 um 11:51.] |
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Verfasst am: 22.04.2009 [20:33]
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kallidasa
Profi
Themenersteller
Dabei seit: 07.07.2008
Beiträge: 47
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Hallo Katz, ja, ich finde das auch sehr schwierig. Inzwischen ist ja hinlänglich bekannt, dass die Grundlage für lebenslange Essgewohnheiten schon in der frühen Kindheit gelegt wird und unter diesem Blickwinkel finde ich die Verantwortung bei diesem Thema schon recht gross. Meine Kleine hat anfangs absolut alles gegessen, wird aber auch langsam beim Gemüse mäkelig. Und heute Nachmittag hat sie eine hysterischen Anfall bekommen, weil sie in jeder Hand ein Zwiebackstück hatte und das dritte auch noch haben wollte, aber nicht bekommen hat. Ich weiß nicht, ist das jetzt nur das Haben-Wollen von irgendwas oder geht es da um´s Essen? Man will sie ja auch nicht hungern lassen und vermutlich brauchen sie auch eine Menge bei dem ganzen Rumgerenne und zum Wachsen, aber die Grenze - ja, das finde ich auch sehr, sehr schwer. Ich würde meine Tochter gerne zum maßvollen Umgang mit Essen erziehen, was natürlich nicht hungern heißt, aber dieses sinnlose Reinstopfen - davor habe ich echt Angst. Gruß, Birgit |
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Verfasst am: 22.04.2009 [22:48]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe katz_1 und liebe Birgit, in den letzten Tagen habe ich zufällig im Fernsehen eine Diskussionsrunde zum Thema Übergewicht verfolgt und da hat einer der Experten (leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt) eine Studie zitiert, die zu dem Ergebnis kam, dass ein Vorhersagefaktor für späteres Übergewicht bei Kindern die Angst der Mutter war, dass das Kind zu dick werden könnte. Dieser Experte (ein Psychologe) interpretierte das so, dass die Mütter immer strikt darauf achteten, dass die Kinder nicht zu viel äßen und die Nahrungsmenge immer argwöhnisch beäugen würden, was ein entspanntes Verhältnis der Kinder zum Essen verhindern würde. Dieser "Ess-Stress" könnte Übergewicht fördern. Schon vor Jahren kam eine Studie zu dem Ergebnis, dass Diäten in der frühen Kindheit nicht gegen späteres Übergewicht helfen, sondern dieses eher fördern würden. Diese Studie ist mir deshalb im Gedächtnis geblieben, da auch ich im Kindergartenalter (auf Anraten der Kinderärztin) das Essen von meiner Mutter rationiert bekam und mich heute mit Übergewicht herumplage. Ich würde daher dringend davon abraten, die Nahrungsmenge einzuschränken. Ihre Töchter sollten essen dürfen, bis sie satt sind. Allerdings heißt das nun nicht, dass es 3 Wurstsemmeln sein müssen. Wenn ein Kind so lange isst, bis der Teller leer ist (oder bis nichts mehr da ist), ist es günstig, kleine Teller zu verwenden und nur kleine Portionen aufzutun bzw. schon gar nicht zu viel Essen auf den Tisch zu stellen. Wichtig ist auch der Mix: Es kann z.B. ein Wurstbrötchen geben (magere Wurst oder Schinken nehmen, nicht unbedingt Streichwurst!) und zusätzlich Kirschtomaten, Gurkenwürfelchen, eine Karotte und ein hart gekochtes Ei. Eiweiß sättigt nämlich gut und anhaltend, besser als Kohlenhydrate (insdbesondere aus Weißmehl und Zucker, was schnell wieder zu Heißhunger führt!), sodass Ihre Kinder damit möglicherweise eher satt sind. Wenn das Wurstbrötchen aufgegessen ist, gibt es erst mal nur noch die anderen Speisen, die auf dem Tisch stehen, und keine zweite Wurstsemmel. Ist das andere Essen nicht "genehm", war der Hunger wohl doch nicht mehr so groß. So bieten Sie automatisch gesundes, vitaminreiches Essen an, das nicht zu viele Kalorien enthält und Ihre Kinder dürfen sich daran sattessen. Das Gemüsesuppen-Problem würde ich so lösen: Zwingen Sie Ihr Kind nicht, die Gemüsesuppe zu essen. Wer bei Tisch etwas nicht mag, kann als Ersatz eine trockene Scheibe Brot essen, damit er nicht hungrig bleiben muss. "Wunschkost" wie Käse-, Wurst- oder vielleicht irgendwann auch Nutellabrötchen gibt es ab sofort nicht mehr. Momentan wird Ihre Tochter ja quasi dafür "belohnt" (mit dem beliebten Wurstbrot), wenn sie die Gemüsesuppe nicht isst. Da gibt es für sie natürlich überhaupt keinen Anreiz, die Gemüsesuppe zu essen. Wurstbrot gibt es dann, wenn alle anderen auch Wurstbrot essen, aber nicht mehr als "Extrawurst" für Ihr Kind. So kann Ihre Tochter selbst entscheiden, ob sie lieber ein ("unattraktives") trockenes Brot isst oder wie alle anderen die Gemüsesuppe probiert oder lieber hungrig bleibt, wenn nichts dabei ist, was ihr schmeckt. Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 23.04.2009 [11:49]
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kallidasa
Profi
Themenersteller
Dabei seit: 07.07.2008
Beiträge: 47
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Hallo Frau Dr. Schmelz, ganz herzlichen Dank für Ihren Hinweis auf die psychologische Komponente dieses "Problems"! Das war ein echter Denkanstoß! Sicher haben Sie Recht, dass der entspannte Umgang mit gesundem Essen die besten Voraussetzungen schafft. damit die Kinder später keine schlechten Essgewohnheiten entwickeln. Ich selbst kann beim Essen schlecht maßhalten (woher das kommt, weiß ich aber nicht) und ich bin zwar schlank, muss aber ständig mein Gewicht im Auge behalten und das möchte ich meiner Tochter später einfach ersparen. Sie bekommt bei mir ohnehin nur vegetarisch-vollwertige Kost, zu 90% Bio-Lebensmittel und weder Zucker noch weißes Mehl noch Wurst oder Fleisch. Ich hoffe, dass ich damit eine gute Grundlage schaffe, denn mir ist schon klar, dass die Zeit kommen wird, da ich nur noch beschränkt beeinflussen kann, was sie ißt, z. B. wenn sie mal in den Kindergarten geht und/oder von anderen Kindern oder deren Müttern Süßigkeiten bekommt. Danke noch mal und besten Gruß! Birgit |
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Verfasst am: 24.04.2009 [10:35]
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katz_1
Junior
Dabei seit: 07.11.2008
Beiträge: 9
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hallo Frau Dr. Schmelz und kallidasa, ich bin auch der Meinung, dass, wenn die Eltern sehr viel einschränken und viel über die Essenseinschränkung reden, das bei dem Kind in der Zukunft eher zu Gewichtsproblemen führt. Oder sogar so Essstörungen - kann ich mir gut vorstellen. Deswegen versuche ich meine Tochter auch nicht direkt einzuschränken, sondern ihr gewisse Regeln beizubringen (dass weisses Brot oder Zucker nicht gut, dass man Schokolade nur als Ausnahme isst oder dass man vor dem Schlafen gehen nicht mehr essen sollte...). Sie kriegt natürlich im Kindergarten auch weisses Brot und nimmt es dann lieber als dunkles - klar. Sie kriegt von anderen Müttern schokolade geschenkt usw. Ich nerve sie nicht mit Verboten diesbezüglich, ich mache zu Hause mein Ding und wiederhole immer wieder - warum es so besser ist. Und hoffe, dass es irgendwann dann Wirkung zeigen wird. So hoffe ich, ich würde nicht zu diesen Müttern aus der Studie zählen, die so viel Druck erzeugen, dass das Kind später eher in die "Übergewicht"-Forschungsgruppe kommt Meine empirische Beobachtung ist allerdings, dass die Kinder praktisch immer dick sind, wenn die Eltern es sind (also offensichtlich überhaupt keinen Druck erzeugen und gar nicht auf die Mengen bei den Kindern achten). Ich merke schon, wir alle drei kennen das Thema auch für sich selbst. Für mich ist "richtiges" Gewicht auf jeden Fall Folge der Disziplin und nicht einfach so gegeben. Es sind wirklich nur die Ausnahmen, wenn eine Frau essen kann, was sie will und trotzdem schlank bleibt. In der Regel ist es damit verbunden, dass man sich schon gut unter Kontrolle hat. Also denke ich, dass ich meiner Tochter beibringen muss, dass man auch beim Essen, wie auch beim Spielen oder allem, was Spass macht, Grenzen kennen muss und lernen sie einzuhalten. Das ist mein Plan Bis vor Kurzem habe ich die Kontrolle wirklich nur über "Tricks" versucht auszuüben (wie zB- nicht auf den Tisch stellen..). Aber jetzt, ab 4 fange ich an zu denken, dass ich auch mehr Disziplin in ihr erziehen sollte (und essverhalten ist ein Teil dessen) Schwierig ist natürlich wirklich zu wissen, ob es gerade um Hunger geht oder um Lustessen. (Und Lustessen sollte sicher auch mal sein!) Wenn ich meiner Kleinen kein Wurstbrot mehr gebe und sie doch keine Suppe will und dann aber richtig schreit und tobt, sie hätte HUNGER... hat sie hunger oder will sie sich durchsetzen? @kallidasa - erstaunlich, welche Ähnlichkeiten ich bei uns sehe Meine Mutter hat sicher nie versucht auf mein Gewicht zu achten (eher hatten wir manchmal in meiner Kindheit nicht genug zu essen), ich habe nie Diäten gemacht (kann ich gar nicht so verzichten Vielen Dank für die Diskussion und grüße |
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Verfasst am: 24.04.2009 [20:55]
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Engelbiest
Profi
Dabei seit: 09.09.2008
Beiträge: 43
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Hallo ihr "Esser" Also das fand ich jetzt spannend, denn ich habe mir bislang noch nie Gedanken darum gemacht, ob meine Kinder auch ja nicht zu viel essen. Nun sind mein Mann und ich schlank und haben keine Probleme damit unser Gewicht zu halten, aber dennoch muss man ja darauf achten, was die Kinder essen und wieviel von was. Dabei denke ich immer an eine Studie, von der ich während meines Studiums gehört habe: Hier ließen Ernährungswissenschaftler in einem Kindergarten die Kinder zu jeder Mahrlzeit in einen Raum zum essen, wobei auf dem Tisch alles stand: Also von Gemüse über Obst zu Getreide, aber auch Schokolade und anderes Süßes. Über einen längeren Zeitraum wurde nun genau mitgeschrieben was und wieviel ein Kind jeweils gegessen hat, zum Schluss gab es eine Aswertung. Dabei haben wohl die meisten Kinder tatsächlich genau ausgewogen gegessen. Kinder wissen also, was sie zum groß werden brauchen und ich verlasse mich meistens darauf. Ich versuche also lediglich darauf zu achten, immer von allem genügend anzubieten, also Gemüse zu jeder Mahlzeit als Rohkost oder gekocht und den ganzen Tag über stelle ich Obst und rohes Gemüse zur Verfügung. Es ruft immer wieder Erstaunen hervor, wenn ein Besuch mitbekommt, wie mein Sohn nachmittags kommt und mich um eine Mohrrübe, Paprika oder Apfel bittet. Klar bittet er mich auch mal um Zwieback oder Keks oder im Moment um Eis, aber im Gleichgewicht zu Obst und Gemüse. Und was die Menge angeht ist meine Erfahrung: Gerade im Alter zwischen 15 Monaten und dem 3. Geburtstag können die Kleinen manchmal mehr verputzen als ein Erwachsener und verbauen das problemlos auch wieder Also denn, ich hoffe eure Kinder schmieren wenigstens nicht so wie meine kleine Schmutzprinzessin Tschüs Jana. |
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Verfasst am: 27.04.2009 [21:34]
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kallidasa
Profi
Themenersteller
Dabei seit: 07.07.2008
Beiträge: 47
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katz_1 schrieb: Sie kriegt natürlich im Kindergarten auch weisses Brot und nimmt es dann lieber als dunkles - klar. Hallo Katz, ja, aber warum ist das denn so? Klar, über Geschmack lässt sich streiten, aber warum finden alle weißes Brot leckerer als dunkles? Ist es nicht im Grunde genommen Gewohnheit? Oder ist es dann der Reiz, genau wie bei der Schokolade, wenn sie weißes Brot zu Hause nicht bekommen? Fakt ist doch, dass Roggen- und Körnerbrot mehr Geschmack und Konsistenz hat, als ein pappiges weißes Brötchen, das ja de facto nach gar nichts schmeckt. Merken die Kinder das nicht von selbst? Es muss Gewohnheit sein: die Tochter meines Mannes isst, wenn sie bei uns ist, klaglos jedes Körner- und Schwarzbrot, ja sie findet es sogar lecker. Hat sie aber die Wahl, greift sie wieder zum Papp-Brötchen. Ich vermute, sie bekommt zu Hause nichts anderes und denkt nicht drüber nach, weil sie das zu Hause nicht vermittelt bekommen hat. Sie ist 11 und somit in einem Alter, zu so etwas eine eigene Meinung zu haben. Meine Tochter ist ja noch sehr klein, da brauche ich noch nichts zu erklären, aber ich möchte ihr später schon gerne beibringen, was gut ist und was nicht (wie du das ja auch versuchst). Aber es ist natürlich sehr schwer zu argumentieren, wenn fast alle anderen das für gut halten, was man selbst für weniger gut hält. Wie soll man einem kleinen Kind erklären, dass es den allermeisten Menschen egal ist, was sie in sich hineinstopfen? Man möchte ja auch nicht als "Exot" gelten und auch sicher nicht täglich hundert Mal mit der Frage konfrontiert sein, warum alle anderen Mütter dies und das aber erlauben... In diesem Zusammenhang fällt mir auch auf, wie jetzt schon andere Menschen versuchen, mein Kind mit ungesunden Sachen zu "verführen". An der Käsetheke bekommt sie eine Scheibe Wurst angeboten (natürlich von der allerbilligsten Sorte), die ich ablehne, weil wir Vegetarier sind (warum bietet eigentlich niemand mal eine Scheibe Käse an?). An der Supermarkt-Kasse wollen sie ihr immer Eierplätzchen geben - die Riesentüte zu 69 Cent, auch minderwertiges Zeug. Eine Kassiererin war neulich richtig beleidigt, als ich den Keks abgelehnt habe, obwohl ich es ganz höflich getan habe. Beim Bäcker wollten sie ihr ein ganzes (!) Brötchen schenken. Natürlich ein weißes. Ich weiß schon, dass ich das später im Kindergarten und bei anderen Müttern nur noch begrenzt beeinflussen kann, aber ich finde es erschreckend, dass es jetzt schon losgeht. Und dann kriegt man manchmal noch nen dummen Spruch dazu... Noch mal zum Thema der Menge: heute Abend habe ich ihr Milchreis gemacht - mit Ziegenmilch und ohne Zucker, nur mit reinem Fruchtmark vermischt. Sie liebt das und sie schaufelt das so schnell in sich rein, dass mir schon vom Zuschauen schlecht wird. Ich habe dann einfach mitgegessen - die Portion war ziemlich groß geraten - da ist sie richtig wütend geworden. Ich glaube, das war das erste Mal, dass sie so etwas wie Futterneid hatte. Aber ich habe auch keine Lust auf ein kotzendes Kind des nachts... Liebe Grüße, Birgit |
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Verfasst am: 29.04.2009 [14:30]
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katz_1
Junior
Dabei seit: 07.11.2008
Beiträge: 9
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kallidasa schrieb: warum finden alle weißes Brot leckerer als dunkles? ich habe ja die Befürchtung, dass es ein ähnlicher Mechanismus wie Süsses bzw Schokolade ist - irgendeine art von sehr leicht zu verarbeitenden kohlenhydraten, was dann Organismus hormonell besonders "honoriert" @Engelbiest wenn alles so einfach wäre, wie diese Studie am Ende beschließst (wer hat sie übrigens in Auftrag gegeben?), hätten wir keine übergewichtigen Kinder, oder? Ausser, dass vieles, was ungesund ist, einfach viel zu viel angeboten wird in unserer Welt, gibt es noch die Problematik, dass die Lebensmittel keinesfalls so natürlich sind heutzutage, und dass man sich auf das natürliche Instinkt eines Lebewesens nicht mehr verlassen kann. Ich kann es zB bei den Hautieren beobachten. Wir haben einen Hund und eine Katze und kochen meistens das Futter für die (Fleisch mit Brei). Manchmal müssen wir denen Dose geben, weil halt zeitlich irgendwie nicht geschafft haben mit dem Selbstgekochten. Sie essen zweifellos vom Dosenfutter mehr als vom selbstgekochten. Und das selber kochen haben wir überhaupt eingeführt, weil die bei dosen und trockenfutter so ein komisches Essverhalten (eben dieses "futterneid") zeigten und der (damals) welpe hat gefressen bis zum erbrechen und die katze war deutlich dicker als normal. [Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 29.04.2009 um 14:31.] |
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