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Wird das Baby von der Beikost nicht satt?
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Verfasst am: 15.05.2008 [15:43]
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Vanessa
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 15.05.2008
Beiträge: 2
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Mein Sohn (knapp sieben Monate alt) bekommt seit drei Wochen Beikost. Er hat von Beginn an mit Wonne seinen Brei (am Anfang Karotte, dann Karotte mit Kartoffel und jetzt auch mal Spinat oder Zucchini) „verspeist“. Im Anschluss habe ich ihn immer noch gestillt. Seit ca. einer Woche habe ich den Eindruck, dass er irgendwie mehr Hunger hat (er wächst momentan auch sehr). Oft braucht er eine zusätzliche Zwischenmahlzeit. Letztens war er beim Brei essen auch richtig gierig. Tags drauf begann er nach fünf Löffeln Brei furchtbar zu weinen und ließ sich kaum beruhigen. Er wollte dann keinen Brei mehr und drehte ständig seinen Kopf in Richtung meiner Brust. Ich stillte ihn also und konnte ihn dann erst weiterfüttern. Ich habe schon alle bisherigen Gemüsesorten durch und es ist jedes Mal das Gleiche: Nach ein paar Löffeln weint er furchtbar und will nicht weiteressen. Das geht erst wieder, wenn ich ihn gestillt habe. Hat er durch das Wachstum so viel Hunger und sättigt der Brei nicht so schnell wie Muttermilch, dass er trotz Essens kaum Sättigung verspürt und deswegen weint? Will er wieder lieber Milch? Ab wann kann ich zur Mittagsmahlzeit auf das Stillen verzichten? Kennt jemand ein solches Verhalten und kann mir weiterhelfen? Liebe Grüße |
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Verfasst am: 16.05.2008 [21:09]
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doris
Alter Hase
Dabei seit: 04.04.2008
Beiträge: 37
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Hallo Vanessa, ich bin freib . hebamme und berate viele Muttis zum thema Beikost. Ich würde zu dem zurückgehen, was er am leibsten mag und erstmal dabei bleiben. Babys brauchen garnicht soviel Abwechslung.Bleib bei z.b. Karotte-Kartoffel und erhöhe die Menge nach Lust des Kindes. Außerdem müßen die Kinder oft auch den Speisebrei "runterspülen" und sind für einen Schluck Wsser dankbar. Sie haben noch nciht die Zungenfertigkeit, zb. im hinteren Mundbereich hängengebliebenen Speisen vorzuholen. Sie schlucken es dann mit dem trinken hinter. Vielleicht hilft ds ein bisschen. Wenn er dann nur noch wenig/keine Milch nachtrinkt, kommt Obst als Nachtisch. Zum sattmachen brauchts auch Öl, am Besten Rapsöl! Viel Erfolg, Doris |
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Verfasst am: 17.05.2008 [14:56]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Vanessa, wenn Ihr Sohn jetzt während seines Wachstumsschubes statt des Gemüsebreis gezielt die Brust zu wollen scheint, ist es, wie Sie schon vermuten, sehr wahrscheinlich, dass er für den Brei einfach zu hungrig ist. Der Gemüsebrei mit Kartoffel enthält ohne Fettbeigabe nur etwa 30 bis 40 kcal pro 100 g (Analysenwerte gängiger Gläschen; bei Selbstgekochtem kommt es natürlich darauf an, wie viel Wasser Sie beigeben!), die Muttermilch hingegen ca. 70 kcal pro 100 ml. Daher verlangt Ihr Sohn nun wohl instinktiv das für ihn Richtige, nämlich die nahrhaftere Muttermilch. Damit die Beikost eine komplette Stillmahlzeit ersetzen kann, muss sie etwa 140 bis 160 kcal pro Mahlzeit enthalten! Da Ihr Sohn den Brei gerne isst, können Sie es momentan so machen, dass Sie ihn zuerst stillen und dann als „Nachspeise“ oder eine Stunde später etwas Kartoffel-Gemüse-Brei anbieten. Fahren Sie neben dem Stillen ruhig damit fort, die Beikost zu erweitern. Geben Sie aber als nächstes auf 200 g Gemüsebrei zwei Teelöffel Fett (vorzugsweise Rapsöl). Die zugegebenen 10 g Fett enthalten gut 80 kcal, somit wird der Brei gleich sättigender. Danach erst sollten Sie Ihrem Sohn Fleisch dazugeben. Zusätzlich können Sie den Gemüse-Kartoffel-(Fleisch)-Brei auch mit ein bis zwei Teelöffeln Reisflocken oder Haferflocken (Schmelzflocken) anreichern. Achten Sie aber bitte darauf, dass die Konsistenz des Breis damit nicht zu fest wird! Ich denke, Sie werden dann bald selbst merken, wann Ihr Sohn bei der Mittagsmahlzeit auf die Brust verzichten kann! Herzlichst Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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