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Wird meine Tochter satt?


Autor Nachricht
Verfasst am: 10.02.2009 [14:21]
FAM08
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 09.01.2009
Beiträge: 10
Hallo,
meine Tochter ist jetzt fast 19 Wochen alt, kam allerdings fünf Wochen zu früh auf die Welt mit 2225g, wurde zum Glück von Anfang an voll gestillt.
Sie hat recht früh angefangen, nachts immer längere Trinkpausen zu haben, vor drei Wochen hat sie dann sogar 8 bis 9 Stunden geschlafen, wurde zwar kurz wach, ist aber mit dem Schnuller gleich wieder eingeschlafen.
Seit 2 Wochen kommt sie jetzt wieder alle drei Stunden. Sie hat dann auch wirklich Hunger, trinkt gut und schläft gleich wieder ein.
Zudem hatten wir eine kleine "Stillkrise", sie hat total geweint, wenn ich sie angelegt habe. Auch nach dem Stillen hat sie noch geweint, so daß ich ihr noch einige Male ein Fläschchen mit Aptamil angeboten habe. Da hat sie dann zwischen 20 und max 70 ml getrunken.
Tagsüber und nachts funktioniert das Stillen problemlos, nur gegen Abend wird sie unruhig.
Meine Tochter wiegt jetzt 4380g, hat also bald ihr Geburtsgewicht verdoppelt. Das ist doch in Ordnung, oder? Generell trinkt sie immer max 100ml , mehr schafft sie auf einmal nicht.
Natürlich hätte ich es gerne,wenn sie nachts wieder längere Pausen hätte, aber ich würde auch gerne noch bis zum 6.Monat stillen und nicht an der Ernährung etwas ändern, nur damit ich mehr Schlaf bekomme.
Hat jemand einen Tip für mich? Mache ich alles richtig? Kann das auch gerade eine Wachstumsphase sein?
Vielen Dank, Meike
Antworten Profil
Verfasst am: 10.02.2009 [15:44]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
Liebe Meike,
Ihre kleine Tochter hat bisher prima zugenommen, sodass sie bestimmt genug Milch bekommt. Wiegen Sie sie immer vor und nach dem Stillen, da Sie schreiben, dass sie nie mehr als 100 ml trinkt? So viel "Wiegestress" brauchen Sie sich gar nicht anzutun. Vertrauen Sie einfach darauf, dass Ihre Brust in der Lage ist, so viel Milch zu produzieren, wie Ihre Kleine braucht, wenn Sie sie nur nach Bedarf (so oft und so lange wie sie möchte) anlegen.

Da Sie weiter stillen wollen (und Muttermilch ist wirklich das Beste fürs Baby!), sollten Sie möglichst auf zusätzliche Fläschchen verzichten - lieber öfter anlegen, wenn die Milch nicht reicht. Dann wird die Brust schon in ein bis zwei Tagen die erforderliche (erhöhte) Milchmenge ganz nach dem Bedarf Ihres Kindes liefern!

Auch die Tatsache, dass Ihre Tochter jetzt nachts wieder öfter kommt, muss Sie nicht beunruhigen. Das ist ziemlich häufig. Im Alter von ca. 3 Monaten (mit einer Varioantionsbreite von ca. einem Monat nach vorn und hinten) schlafen viele Babys zum Erstaunen ihrer Eltern nachts durch. Leider ist das meist nicht von Dauer und ab dem 4. bis 5. Monat brauchen sie doch wieder nächtliche Mahlzeiten.

Auch ein Wachstumsschub könnte den Hunger Ihrer Tochter erhöhen. Wachstumsschübe finden (bei am Termin geborenen Kindern) häufig in der 4., 6. und um die 12. Woche herum statt und dann noch einmal um den 6. Lebensmonat herum. Doch gibt es auch zwischendrin Phasen vermehrten Hungers - schließlich ist kein Baby wie das andere!

Dass Ihre Tochter abends eher schlechter/unruhiger trinkt, ist auch ganz typisch. Das berichten viele Mütter und das war auch bei meinen Kindern so. Schließlich haben die Kleinen dann schon einen langen, aufregenden Tag hinter sich und sind oft schon ein wenig "überreizt". Und damit will ich NICHT sagen, dass Sie etwas falsch machen oder nicht für genügend Rhythmus sorgen würden. Das ist - je nachdem, wie sensibel ein Baby reagiert - einfach durch die Eindrücke, die über den Tag bei ihm ankommen, bedingt, ohne dass es ein besonders "aufregender" Tag gewesen sein muss. Und auch bei uns Müttern macht sich ein langer "Babytag" bemerkbar. Auch wir sind dann oft nicht mehr so ausgeglichen wie morgens (besonders, wenn es auch noch Geschwisterkinder in der Familie gibt) und auch die Milchmenge ist morgens oft etwas höher als abends.

Vertrauen Sie darauf, dass Ihre Tochter mit der Muttermilch alles bekommt, was sie zum Wachstum braucht und machen Sie so weiter wie bisher - Sie machen schon alles richtig!

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 10.02.2009 [19:16]
FAM08
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 09.01.2009
Beiträge: 10
Liebe Frau Schmelz,
vielen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Nachricht!
Daß die Gemütsverfassung der Mutter sich fast unmittelbar auf die Milchmenge auswirken kann, habe ich schon bemerkt - ich werde also versuchen, "noch" entspannter zu sein, vor allem abends!
Die Trinkmenge weiß ich ungefähr, da ich letztens nochmal vor und nach dem Stillen gewogen habe - ich wollte nur mal schauen, wieviel sie jetzt so schafft. Ansonsten habe ich mir diesen Streß nicht angetan - Annika holt sich schon, was sie braucht. Ich kannte das Wiegen nur vom Krankenhaus, in den ersten Tagen war natürlich wichtig, daß Annika nicht zu viel Gewicht verliert, da sie so klein war.
Ihre Internetseite und auch die Zeitschriften sind wirklich toll und haben mir schon viel geholfen, Sie machen da wirklich eine tolle Arbeit!
Viele Grüße, Meike
Antworten Profil


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