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3 Fragen zu 6-jährigem Jungen -Vorsicht lang-
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Verfasst am: 18.03.2011 [12:37]
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Sonnenschein74
Alter Hase
Themenersteller
Dabei seit: 18.03.2011
Beiträge: 20
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Hallo,ich habe 3 Dinge,auf die ich eine Antwort brauche.Es geht um meinen Sohn,der im Juli 6 Jahre alt wird. 1.ist er momentan sehr,sehr anhänglich.Er war immer ein sehr zugängliches Kind,hatte wenig Angst vor neuen Situationen,war immer offen für alles.Seit einiger Zeit merke ich jedoch kleine Veränderungen an ihm.Seit einem Jahr z.B.geht er einmal die Woche zum Turnen.Die Kinder dort sind alle etwas älter als er,teilweise schon 2.Klasse.Bisher waren nie Probleme da.Als ich ihn jedoch letzte Woche hinbrachte,spielten schon einige von den größeren Kindern Fußball.Ich wollte mich von ihm verabschieden,und sagte,er solle doch schon mal mitspielen,bis es richtig losgeht(und bei Fußball ist er eigentlich nicht mehr zu halten).Da kuschelte er sich an mich und meinte,er würde lieber noch bei mir bleiben.Auf meine Frage,was denn los sei,sagte er,die ließen ihn sowieso nicht mitspielen und würden sich einen Spaß draus machen,wenn sie ihn nur hinter dem Ball herlaufen lassen und ihm dann vor der Nase wegschnappen.So zurückhaltend kenne ich ihn gar nicht. Ist dieses Verhalten der Älteren ihm gegenüber normal?Oder was können wir tun?Als 2.Beispiel:seit Ewigkeiten haben wir abends das selbe Ritual vor dem Schlafengehen.Er krabbelt ins Bett,ruft den Papa,sagt ihm Gute Nacht.Anschließend mache ich ihm ein Hörbuch rein,sage ihm auch Gute Nacht mit Knuddeln und Küßchen,und gehe raus.Wenn das Hörbuch durch ist,geht er nochmal auf Toilette.Sonst ging er danach sofort wieder ins Zimmer und rief von dort nochmal Gute Nacht.Seit ein paar Wochen jedoch kommt er nach der Toilette nochmal ins Wohnzimmer und will nochmal von jedem gedrückt und geküßt werden.Wenn ich ihn dann jedoch mit dem Hinweis ins Bett schicke,daß wir schon das ganze "Zeremoniell" hinter uns haben,fängt er an zu weinen,geht dann doch ins Bett und weint dort weiter.Das Ende vom Lied ist,das ich doch nochmal zu ihm gehe,um ihn zu trösten,weil ich es schrecklich finde,wenn er weint und dann denke,ich mache ihn total unglücklich.Ich weiß,daß das falsch ist.Weil er ja dann doch kriegt,was er will.Sämtliche Versuche,ihm zu erklären,daß wir doch schon Gute Nacht gesagt haben,scheiter.Jeden Abend der selbe Zirkus.Was können wir ändern und was kann der Grund sein?Wenn ich ihn frage,wovor er Angst hat sagt er nur,das wüßte er selbst nicht. 2.Seit einigen Monaten fällt mir auf,daß unser Sohn zeitweise einen Ton an sich hat,wenn er mit uns spricht,der mir die Nackenhaare aufstellt.Da ist teilweise nichts mehr zu spüren von dem so umgänglichen Kind.Da steht dann ein kleiner Knirps vor mir und macht mich mehr oder weniger "dumm von der Seite an".Um mir kurz darauf im 5-Minuten Takt zu sagen,daß er mich lieb hat!?Woran kann das liegen?Oder was machen wir falsch?Oder ist es einfach nur ein bißchen Macho-Gehabe,da er ja jetzt im KiGa schon als Schulkind "gehandelt" wird? 3.und das irritiert mich doch etwas,scheint er in letzter Zeit ein großes Interesse an seinem Lulli zu haben.Z.B. kommen da Äußerungen wie,ich spiel da manchmal dran rum,weil das schön ist!?Vor ein paar Tagen haben wir abends noch auf der Couch gekuschelt,da lag er bäuchlings auf mir.Dann merkte ich,wie er seinen Lulli irgendwie immer mal wieder gegen mein Knie drückte.Auf meine Frage,was er da tut sagt er:wenn ich meinen Lulli wo gegen drücke,tut das ein bißchen weh,aber das tut mir auch gut.Ich meine,okay.Aber er wird gerade mal 6.Ist dieses Interesse an seinem besten Stück normal? Entschuldigung,das es so lang geworden ist.Und lieben Dank für die Anworten. LG Sonnenschein74 |
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Verfasst am: 19.03.2011 [18:04]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Sonnenschein74, auch bei Kindern im Vorschulalter gibt es oft noch Phasen, in denen sie wieder anhänglicher sind und/oder etwas verunsichert. Ob es dafür irgendeinen familiären (oder auch außerfamiliären, z.B. im Kindergarten) Grund gibt oder ein bestimmtes Erlebnis, weiß ich natürlich nicht. Das Verhalten im Turnen beim Fußball ist jedenfalls absolut alterentsprechend. Da würden viele Kinder ähnlich reagieren und nicht hinwollen, wenn sie immer wieder erleben, dass sie nicht für voll genommen werden und sich die anderen auf ihre Kosten eher einen Spaß machen. Die Trennungsprobleme am Abend beim Einschlafen können eventuell daher kommen, dass Ihr Sohn sich seit Neuestem im Dunklen fürchtet und das vielleicht gar nicht zugeben will. Angst vor allerlei "Monstern" ist in diesem Alter häufig (siehe z.B. auch www.elternwissen.com/forum/beitraege/erziehung-und-entwicklung/angst-in-der-nacht.html und www.elternwissen.com/forum/beitraege/erziehung-und-entwicklung/unsere-4-jaehrigetochter-hat-probleme-mit-dem-einschlafen.html). Oder bestehen allgemein jetzt häufiger Trennungsprobleme? (bitte hier nachlesen: www.elternwissen.com/forum/beitraege/erziehung-und-entwicklung/5-jaehrige-will-mama-nicht-gehen-lassen.html) Dass Kindergartenkinder oft eine "große Klappe" haben und auch Mama und Papa gelegentlich auf eine Art und Weise anreden, die nicht mehr akzeptabel ist, ist auch nicht selten. Das gucken sie sich häufig von anderen Kindern ab und probieren es dann mal zuhause aus... Sie haben bestimmt nichts in der Erziehung falsch gemacht. Machen Sie Ihrem Sohn klar, dass Sie es nicht akzeptieren, wenn er so mit Ihnen redet. Ignorieren Sie ggf. Schimpfwörter (so lange er sie nicht direkt zu Ihnen sagt!) und verlassen Sie den Raum. Macht er Sie "schräg an", weil er etwas möchte oder aber nicht machen will, sollten Sie auf keine Fall nachgeben. Sprechen Sie später darüber und erklären Sie ihm, dass er mit Ihnen durchaus verhandeln kann, aber nicht in so einem Ton. Das Interesse für die eigenen Geschlechtsorgane, Doktorspiele und auch Selbstbefriedigung sind im Kindergartenalter durchaus normal. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/von-bienchen-und-stoerchen-aufklaerung-fuer-kinder.html. Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 19.03.2011 [23:46]
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LeaMasha
Newbie
Dabei seit: 19.03.2011
Beiträge: 3
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Kinder durchlaufen im Alter zwischen ca. 5-7 eine sogenannte "kleine Pupertät" da sind auffällige Veränderungen im Verhalten ganz normal. Ihr macht da gar nichts falsch! Und wenn das Kind weint beim ins Bett bringen/gehen dürft ihr ihn auf gar keinen Fall mit seinen Sorgen allein lassen. Dein Instinkt hat dich da nicht getäuscht! Trösten ist angesagt. Mit vorranschreitendem Alter gibt es immer mehr Dinge die dem Kind Angst machen können. Vielleicht hat eins der Kinder im KiGa mal von einem Monster unter dem Bett erzählt, oder irgendwas Ähnliches. Eventuell weiß er eigentlich, dass es sowas nicht gibt, kann sich aber auch vorstellen, dass es das vielleicht doch gibt und diese Unsicherheit, ob oder ob nicht, macht ihm angst. Nur ein Beispiel: als ich klein war (ca. 8 oder 9) habe ich mir mit Freunden Toystory angeguckt. Danach musste meine Zimmertür nachts immer auf bleiben (vorher war sie nachts zu), weil ich "Angst" hatte, dass meine Spielzeuge nacht lebendig werden, obwohl ich eigentlich wusste, dass das gar nicht geht... Aber die Möglichkeit bestand doch. Naja, also ich finde ihr/du hast genau richtig reagiert. Was den Penis angeht, ist das auch ganz normal. Lasst ihn bloß nicht denken er sei komisch oder gar "pervers" (um es mal krass auszudrücken) sondern erklärt ihm vielleicht schonmal warum sich das so toll anfühlt. Natürlich kindgerecht! Ein offener Umgang mit der Sexualität ist sehr wichtig. Das wäre dann vielleicht eine Aufgabe für den Papa. Jungs gehen damit ja anders um als Mädchen. Noch ein beispiel aus meiner Kindheit: Auch ich habe im kleinkindalter angefangen mich damit auseinander zu setzten, hab mich mit freundinen verabredet und mir das dann bei ihr mal genau angeguckt, genauso mit meinem damals besten freund, wo wir dann die Unterschiede festgestellt haben Fazit: eurer Kleiner ist in keinster Weise komisch und auch ihr habt nichts falsch gemacht!!! Liebe Grüße Lea |
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Verfasst am: 21.03.2011 [10:46]
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Sonnenschein74
Alter Hase
Themenersteller
Dabei seit: 18.03.2011
Beiträge: 20
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Hallo, erst einmal vielen Dank für die Antworten.Bin auf jeden Fall beruhigter.Allerdings hatte ich beim Thema "Anhänglichkeit/Verunsicherung" eine Sache vergessen zu erwähnen.Diese Sache jedoch beschäftigt mich sehr und in gewisser Weise habe ich Angst,vielleicht selbst schuld zu sein an der jetzigen Situation.Es geht um folgendes:ich bin seit vielen Jahren mehrfach chronisch krank(u.a.Diabetes Typ I,Mb.Bechterew,Polyarthritis und Fibromyalgie).Mittlerweile bin ich wegen der rheumatischen Sachen in Erwerbsunfähigkeitsrente.Alle Erkrankungen bestanden schon vor der Schwangerschaft.In der Schwangerschaft und ca.bis zum 1.Geburtstag des Kleinen war ich fast symptomfrei.Anschließend jedoch kam es knüppeldick und ich mußte wegen der Schmerzen,die immer da sind und zeitweise sehr extrem,auf Opiode eingestellt werden. Es ist nun auch nicht so,daß ich den ganzen Tag rumlaufe und mich selbst bemitleide.Im Gegenteil,ich versuche,mir dem Kleinen gegenüber nichts anmerken zu lassen,nehme meine Medikamente nie in seinem Beisein ein,weine nicht,wenn er dabei ist usw.Allerdings hat er sehr feine Antennen und merkt genau,wenn ich mal wieder einen besonders schlimmen Tag habe.Dann will er mir bei allem helfen,will mich an die Hand nehmen,wenn ich laufe,sagt,daß ich dieses oder jenes nicht machen müsse,das könne er doch tun.Auch wenn ich ihm dann immer sage,er muß das nicht,habe ich meinem Kind gegenüber ständig ein schlechtes Gewissen.Eben weil er von Anfang mitbekommen hat,daß die Mama krank ist.Weil ich mich oft aus Dingen ausklinken muß,die er machen will.Weil ich in meinen Augen nicht die Mama bin,die er verdient.Weil ich für das Kind dazusein habe und nicht das Kind für mich...Und natürlich mache ich mir oft Gedanken,ob er eben aus Angst um mich oder weiß Gott was so reagiert,wie er derzeit eben reagiert.Das ich ihm einfach sein Leben versaue. LG |
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Verfasst am: 22.03.2011 [02:45]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Sonnenschein74, es ist durchaus möglich, dass Ihr Sohn Angst um Sie hat und sich deshalb schlecht von Ihnen trennen kann. Besonsders ausgeprägt wird das Problem oft dann, wenn Kinder mitbekommen, dass es Mama (oder Papa) so schlecht geht, dass der Rettungswagen kommt und/oder sie ins Krankenhaus müssen. Da kann man dann nur Gesprächsangebote machen und erklären, dass es schlimm ausgesehen hat, aber glücklicherweise nicht so schlimm war. Sie können solche Situationen auch im Rollenspiel mit dem Teddy aufarbeiten (Teddy ist krank und muss ins Krankenhaus). Machen Sie sich bitte keine Vorwürfe, dass Sie Ihrem Kind das Leben "versauen"! Sie können nichts dafür, dass Sie krank sind. Sie versuchen das Beste draus zu machen und Ihren Sohn ein so normales Leben wie möglich leben zu lassen. Mehr können Sie nicht tun! Sie geben schon Ihr Bestes! Wichtig ist, dass Sie emotional für ihn da sind und er mit Ihnen über seine Gefühle reden kann. Sicher wird er durch die Tatsache, dass er auf Sie (altersgemäß) Rücksicht nehmen muss, ein besonders einfühlsames Kind mit ausgeprägter emotionaler Intelligenz, was ihm später zugute kommen wird! Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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