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Agerssiv, wütend und nur noch NEIN
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Verfasst am: 01.11.2010 [13:40]
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MissJessy
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 19.07.2010
Beiträge: 5
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Hallo zusammen, Ich weiß nicht weiter. Mein Sohn ist 2, 5 jahre alt und hat einen kleinen Bruder im Alter von 7 Monaten. Ich stellte es mir wirklich sehr schön vor mit den beiden, doch leider ist es alles andere als harmonisch. Der Große ist nur gemein zu seinem Bruder. Er dreht ihm die Arme um, schubst ihn und will ihn in seinem Wipper umscheissen, sich auf ihn drauf legen etc. Der Kleine darf nicht mal seine Spielzeuge anfassen, dann reißt er ihm die gleich aus der Hand und schreit: NEE BABY!!! So verhält er sich den ganzen Tag. Sei es dem kleinen Bruder gegenüber, mir oder fremden Menschen gegenüber. Auf dem Spielplatz darf keiner sein ausser ihm. Sobald wer dazu kommt, heißt es gleich: Die Nee... Im Geschäft an der Kasse, es kommt wer dazu: Nee Die nee.. Er schlägt und schubst andere Kinder auf dem Spielplatz, wenn die im Weg stehen oder an ihm vorbei wollen. Gestern hatte er seinen Sitzbagger mit auf dem Spielplatz, da kam ein andere Junge an und setzte sich drauf. Da ist er gleich hin und hat ihn geboxt und runter geschubst. Dann wollte der Junge mit seinem Ball und ihm zuammen Fußball spielen, auch das wollte er nicht. Lief hin, schubste ihn und nahm ihm den Ball weg und legte diesen in den Kinderwagen. mit anderen Kindern zusammen spielen will er auch nicht. Es ist egal was wir machen, sei es das Fenster im Auto auf, wenn ich singe oder mit ihm Spaß machen will, heißt es immer gleich: Nee..Nee Nee.. Im Kindergarten (2x die Woche a 3 Stunden) verhält er sich genau so. Er will an keinen Gruppenaktivitäten teilnehmen, weder am Singen noch am Tanzen. Er ist immer aussen vor und macht etwas anderes. Mir tut das in der Seele weh, weil ich nicht weiß was mit meinem Kind los ist. Wie kann ich das ändern, dass er nicht mehr so negativ und agressiv ist?? Ist das nur eine Phase oder haben wir ein ernsthaftes Problem mit den Kleinen Mann??? |
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Verfasst am: 01.11.2010 [17:48]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe MissJessy, Ihr Sohn befindet sich in der Trotzphase und da ist es leider ziemlich normal, dass alles "Nein" ist. Leider freuen sich die meisten Kleinkinder (entgegen der Erwartungen vieler Eltern) auch nicht über ein Geschwisterchen, sondern sehen dieses lediglich als Rivalen an, den sie am liebsten wieder zurückgeben oder sogar verhauen wollen. Auch das ist leider normal. Lassen Sie Ihren großen Sohn nicht mit dem Baby allein! Ihr Sohn kann noch nicht teilen und spielt deshalb nicht mit, sondern allenfalls neben anderen Kindern. Und weil die Kleinen sich mit Worten oft noch nicht gut genug ausdrücken können, wird gerne mal geschlagen, getreten oder geschubst. Adäquates Sozialverhalten muss erst mit der Zeit gelernt werden. Weil das Thema Trotz sowie Probleme beim Teilen fast alle Eltern betreffen, kommen diese Themen demnächst in meinem E-Mail-Newsletter (Trotz am 8.11. und Teilen am 19.11., Sie können sich hier für den kostenlosen Newsletter anmelden: www.elternwissen.com/newsletter/elternbrief.html) Hier finden Sie weitere hilfreiche Beiträge: Teilen: www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/teilen-lernen-anfangs-gar-nicht-so-leicht.html Eifersucht aufs Baby: www.elternwissen.com/tag/eifersucht.html Trotzphase: www.elternwissen.com/tag/trotzphase.html Aggressives Verhalten: www.elternwissen.com/tag/hauen.html Da Sie momentan mit einem recht anstrengenden, eifersüchtigen Kleinkind in der Trotzphase sowie einem Baby sicher bis obenhin ausgelastet sind, sollten Sie versuchen, jede Hilfe, die Sie bekommen können, anzunehmen. Wenden Sie sich, um Unterstützung in Erziehungsfragen zu bekommen, am besten an eine Erziehungsberatungsstelle (Adressen unter www.bke.de). Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 01.11.2010 [19:12]
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muttis
Super-Nanny
Dabei seit: 19.10.2009
Beiträge: 85
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Ich fühle mit dir. Unser Kleiner ist momentan auch ein großer Wüterich, der uns alle gehörig an die Grenzen bringt - ich freue mich daher schon sehr auf den von Frau Schmelz angekündigten Newsletter! Bei dir kommt noch hinzu, dass sich da ein "Rivale eingeschlichen" hat. Das haben wir auch bei unserem Älteren gesehen: Man kann Kinder nicht wirklich auf ein Geschwisterchen vorbereiten - sie merken erst wenn das Geschwisterchen da ist, was das bedeutet, und reagieren dementsprechend heftig. Hier auf dieser Seite findest du sehr gute Ratschläge. Auch ich hab gerade zum Thema Geschwister - aus gegebenem Anlass - viel geschrieben. Wenn's dich interessiert, schau mal vorbei: http://muttis.wordpress.com/tag/geschwister/ Alles Gute! |
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Verfasst am: 01.11.2010 [19:55]
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MissJessy
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 19.07.2010
Beiträge: 5
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Guten Abend, vielen Dank für die so rasche Antwort. Ihre Worte haben mich erstmal aufgebaut. Man kommt sich so machtlos vor und vor allem weiß ich immer nicht wie ich mich richtig verhalten soll, wenn er mal wieder so einen Bockanfall bekommt. Leider ist es so, dass dieses Verhalten am Morgen nach dem Aufstehen beginnt und abends mit dem schliessen der Zimmertür endet. Egal was man macht, alles ist falsch und endet SOFORT in einem Wutausbruch. Und das geht schon seit über einem halben Jahr so. Ich dachte immer, irgendwann wird es besser. Aber nein, es wird momentan eigentlich nur noch schlimmer. Wann hört das bloß auf?? Ich hoffe nur, dass ich mit meinem Verhalten nicht alles nur noch schlimmer mache oder gar seine Gefühle verletze. Es ist wirklich nicht leicht, aber diese Phase wird hoffentlich bald ein Ende haben.. So, nun werde ich mir aber erstmal die Links, die Sie mir geschickt haben, durchlesen. Da bekomme ich bestimmt noch mehr Tipps.. Vielen lieben Dank |
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Verfasst am: 17.11.2010 [10:35]
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artna
Junior
Dabei seit: 03.03.2010
Beiträge: 9
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Hallo MissJessy, es scheint mir so zu sein, dass der grosse Bruder stark vernachlässigt wurde und es zu einem Teufelskreis kam. In dieser Situation würde ich ihm viel Liebe und Geduld zeigen und zwar undabhängig von seinen Taten. Denn sein Verhalten ist die Reaktion auf innere Unzufriedenheit. Es ist sehr schade, dass es schon so schnell in sein so noch kurzes Leben kam. Mit 2,5 brauchen Kinder so viel Aufmerksamkeit, interessante Beschäftigung mit den Eltern, die sie fördert, und ständig Beweise, dass man sie lieb hat. Dies führt automatisch dazu, dass es zu keinem aggressiven Verhalten kommt. Viel Glück! |
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Verfasst am: 21.11.2010 [22:18]
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umbre11a
Alter Hase
Dabei seit: 25.09.2010
Beiträge: 32
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Hallo Miss Jenny, ich glaube - anders als meine Vorrednerin artna - nicht, dass dein großer Sohn stark vernachlässigt wurde. Ich bin überzeugt, dass Agressivität ein ganz normales, menschliches Verhalten ist, das durch unser Sozialverhalten in gewisse Grenzen gewiesen werden sollte, damit ein Zusammenleben mit anderen möglich wird. Das ist ein Lernprozess. Keinesfalls führt allein(!) liebevolles Verhalten dazu, dass kein aggressives Verhalten vorkommt. Auch Kinder aus ach so liebevollem Umfeld zeigen gelegentlich entwicklungsbedingt aggressives Verhalten. In Maßen wünschen wir uns auch, dass unsere Kinder sich nicht übervorteilen lassen, fordern sie auf, selbstbewusst zu agieren und sich nicht beiseite schubsen zu lassen. Das ist ja auch Aggressivität, aber eben in gesellschaftlich adäquatem Maße. So wie du schreibst, ist es dir sehr wichtig, deinen beiden Kindern gerecht zu werden. Hilfe von außen zu suchen, heißt nicht, dass man unfähig ist, manchmal benötigt man den neutralen Blick eines Außenstehenden, um dem Problem auf die Spur zu kommen. Eine Erziehungsberatung ist sicher das beste Mittel, um dir zu helfen, denn Ratgeber, so gut sie auch immer sein mögen, erfassen eben nicht deine spezielle Problemlage. Ich bin sicher, dass es auch keiner jahrelangen Therapien bedarf, um das Problem zu lösen. Vielleicht weiß ja auch dein Kinderarzt Rat, an wen du dich wenden könntest. Ich bespreche auch viele erzieherische Fragen mit meiner Kinderärztin. Viel Glück! umbrella |
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