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Alles Kacke!!??
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Verfasst am: 19.04.2011 [23:05]
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Trafalgar
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2009
Beiträge: 12
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Hallo, meine jüngste Tochter (grade 3 geworden) macht mich grade verrückt. Im Grunde ist sie ein süßes kleines Ding, so richtig zum knuddeln und liebhaben. Aber wenn sie den Mund aufmacht,mag man sie nicht mehr knuddeln. JEDEN Satz beendet sie mit *Kacke*...spricht neuerdings nur noch extreme, übertriebene Babysprache, obwohl sie sonst wirklich sehr gut spricht und nimmt rein garnichts mehr ernst, sei es, dass wir sie um etwas bitten, sie rufen oder etwas verbieten. Immer muss der Bogen überspannt werden, wie ein ewiges Austesten der Grenzen. Wenn ich dann lauter werde, wird noch gekichert. Zieh ich mir da einen kleinen Terroristen groß??? Nein im Ernst, wie kommen wir über die Phase hinweg? Liebe Grüße Trafalgar |
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Verfasst am: 20.04.2011 [02:33]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Trafalgar, kann es sein, dass Ihre Tochter Sie mit ihrem Verhalten zu vermehrter Aufmerksamkeit "zwingen" will ("wenn ich nicht folge, muss Mami sich mit mir beschäftigen") oder haben Sie eher das Gefühl, Ihre Tochter testet nur Grenzen aus? Insbesondere, wenn Ersteres der Fall ist, sollten Sie Ihrer Tochter immer dann, wenn es gerade mal gut läuft (auch wenn das nach Ihrem Gefühl momentan eher selten ist), sofort Aufmerksamkeit schenken und ihr sagen, dass Sie sich freuen, wenn es reibungslos klappt. Vielleicht können Sie sie mit Extra-Zuwendung belohnen? Z.B., wenn sie sich abends ohne Theater bettfertig macht, können Sie eine längere oder gar 2 Gute-Nacht-Geschichten vorlesen. Gutes Verhalten muss sich für Ihre Tochter sichtlich "lohnen"! Folgt sie hingegen nicht, sollten Sie (sofern Sie es schaffen - ich weiß, die Kleinen können einen ganz schön "mürbe" machen!) möglichst gar nicht lauter werden, sondern handeln. Macht Ihre Tochter nicht, was Sie von ihr verlangen, gehen Sie zu ihr hin und verhindern (bei Verboten), dass sie mit dem Verbotenen fortfährt (verbotenen Gegenstand wegräumen, Arm festhalten, notfalls Kind auf dem Schoß festhalten). Macht Ihre Tochter nicht, was Sie ihr aufgetragen haben, führen Sie ihr z.B. beim Aufräumen die Hand und bleiben in unmittelbarer Nähe, bis sie das gemacht hat, was sie sollte. Klappt das nicht, weil sie sich z.B. trotzig auf den Boden wirft, können Sie logische Folgen wirken lassen (z.B.: was nicht aufgeräumt wird und weiter auf dem Boden liegt, wird für eine bestimmte Zeit weggepackt). In diesem Forumsbeitrag finden Sie weitere Tipps und Links, wie Sie mit Ungehorsam umgehen können: www.elternwissen.com/forum/beitraege/erziehung-und-entwicklung/hilfe-mein-sohn-4jahre-macht-was-er-will.html Schimpfwörter benutzen Kinder im Kindergartenalter zum Leidwesen der Eltern oft und gerne. Lesen Sie hier, wie Sie darauf reagieren können: www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/schimpfwoerter.html. Um dem "Kacke" die Attraktivität zu nehmen und alles etwas zu kanalisieren, können Sie z.B. "Schimpfzeiten" einführen (10 Min. auf dem Eierwecker einstellen). In der "Schimpfzeit" darf Ihre Tochter so viel und so oft "Kacke" (oder andere Schimpfwörter) sagen, wie sie will - so lange sie damit niemanden beleidigt. Dafür muss nach der "Schimpfzeit" aber Schluss sein, sonst muss sie in ihr Zimmer, weil Sie Ihrer Tochter nicht beim "Dauerschimpfen" zuhören wollen! In der "Schimpfzeit" kann aber auch die gesamte Familie das Wort benutzen. Vielleicht machen Sie in der "Schimpfzeit" einmal einen Wettbewerb, wer das Schimpfwort am häufigsten in seinen Sätzen unterbringt? Sie können dabei so richtig übertreiben und alles ins Lächerliche ziehen, das hilft bei manchen Kindern. Sie können auch zusammen kreativ werden und eigene, möglichst lustige Schimpfwörter erfinden, etwa "dödeliges Dörrhuhn" oder "sabbernder Sumpfschlürfer". Wenn Ihre Tochter absichtlich in Babysprache spricht, obwohl sie ansonsten fehlerfrei sprechen kann, sollten Sie das am besten ignorieren. Wenn sie etwas haben möchte und in Babysprache danach verlangt, können Sie in Zukunft so tun, als würde Sie sie nicht verstehen können. Die Bitte Ihrer Tochter wird erst erfüllt, wenn sie sich verständlich äußert... Herzliche Grüße und gute Nerven! Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 26.04.2011 [10:01]
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Trafalgar
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2009
Beiträge: 12
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Hallo Frau Schmelz, vielen Dank für Ihre Antwort! "Vermehrte Aufmerksamkeit erzwingen"....ja ich weiß auch nicht, bin mir da nicht sicher. Eigentlich dachte ich, ich würde meine Aufmerksamkeit zwischen meinen 3 Kindern recht gut verteilen, aber man kann sich ja nie so sicher sein, wer grade mehr braucht und wer weniger. Zurzeit zerren grade alle 3 sehr an mir... Bei der Kleinen klappt es noch ganz gut, wenn ich sofort Konsequenzen ziehe, bzw. mich ihr entziehe wenn sie sich unmöglich aufführt. Aber manchmal kann man nicht sofort reagieren, dann reizt sie es voll aus. Und die Größere zieht dann auch noch mit. Die Sache mit der Kacke hab ich vielleicht falsch beschrieben. Das ist für sie kein Schimpfwort, sondern einfach ein "Satzzusatz". So kommt sie z.B. freudestrahlend angerannt und ruft: "Hallo Mamakacke!" Was im Supermarkt besonders schön ist. Ich hab das Problem, dass ich oft einfach zu viel rede, anstatt zu reagieren. LG Trafalgar |
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Verfasst am: 06.05.2011 [08:51]
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miesemuckel
Profi
Dabei seit: 02.05.2008
Beiträge: 48
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Liebe Trafalgar, ich hatte eine ähnliche Phase mit meiner Tochter in diesem Alter (inzwischen ist sie 6). "Kacke" in allen Variationen war auch bei ihr ein beliebtes Wort bzw. Thema. Ich habe dann die Regel aufgestellt, dass solche Wörter nur im Klo bzw. Bad gesagt werden dürfen und das konsequent durchgezogen. Bei jedem Fäkalwort mußte sie ins Bad und dort alleine bleiben. Das klappte nicht immer freiwillig, aber mit 3 Jahren war sie noch handlich genug, dass ich sie notfalls auch dorthin geschleppt und dann die Tür hinter ihr zugemacht habe. Nach 3 Monaten war die Phase zwar noch nicht ausgewachsen, aber der Gebrauch aller "Kackwörter" war so uninteressant geworden, dass die Lütte wieder "gesellschaftsfähig" war. Viel Erfolg und weiterhin gute Nerven! |
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Verfasst am: 24.05.2011 [10:38]
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Krisztina
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 11.04.2008
Beiträge: 17
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Liebe Trafalgar, Unsere Tochter ist schon 4,5 und diese "Kackphase" hält seit einem knappen Jahr an. Am Anfang waren wir auch entsetzt und haben uns bei den Eltern ihrer Kindergartenfreundinnen erkundigt, ob sie es auch machen. Ja, alle machen es. Sogar Kinder von Freunden, die in anderen Städten wohnen, also keine Berührungspunkte mit unserem Kindergarten haben, machen es: "Kacke", "Pipi", "Fang mich doch du Eierloch!" usw. Letztens beim Frühstück haben mein Mann und ich dann angefangen so zu sprechen, wie unsere Tochter, sie hat uns eine Weile entsetzt angeschaut, dann angebrüllt: "Jetzt hört doch endlich damit auf!". Wir darauf: "Wieso? Wir haben es von dir gelernt!" Sie: "Nein, hört auf! Ihr dürft nicht so sprechen!" Seitdem spricht sie nicht mehr so. Also, cool bleiben, alles geht vorbei, und dann kommt etwas anderes. Viele Grüsse Krisztina |
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