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Bettnässen und Entwicklungsstottern
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Verfasst am: 14.04.2010 [13:28]
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Bettina
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 02.05.2008
Beiträge: 4
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Hallo Frau Dr. Schmelz! Hätte wieder mal ein paar Fragen betreffend meine 4,5 jährigen Zwillinge. Das Mädchen, eigentlich spät sauber geworden (mit 3 ½), ist in der Nacht noch immer nicht trocken. Die Windel ist nicht nur ein bisschen, sondern total nass. Außerdem hat sie Phasen bei Tag, wo sie einfach immer wieder mal einnässt. Ich weiß aber nicht, ob sie dies nur aus „Zeitmangel“ macht, weil sie gerade im Garten beschäftigt ist mit schaukeln udgl. oder weil sie es wirklich nicht merkt. Merkwürdigerweise passiert dies vormittags im Kindergarten nie. Gibt es so etwas wie eine „schwache Blase“ – hört man immer wieder oder an was könnte dies liegen und wie soll ich weiter vorgehen? Kann ich ihr mit Globuli oder Schüssler-Salzen vielleicht helfen? Das Problem mit ihrem Zwillingsbruder ist, dass er, wenn er etwas erzählen will, zu stottern beginnt. Habe mit der Kindergartentante gesprochen. Diese meinte, dieses Entwicklungsstottern sei bei ihm noch im akzeptablen Rahmen. Nur ihr erzählt er sicher nicht längere Geschichten, da er sehr schüchtern ist und im Kindergarten nur das Nötigste redet. Ich lasse ihn auch immer ausreden und unterbreche ihn auch nicht. Nur tut er mir dann so leid, weil er oft richtig zornig wird, weil er nicht weiter kommt und merke ich auch, dass ihm dann die anderen Kinder oft nicht mehr zuhören, weil es so lange dauert, bis er mit einer Geschichte fertig ist. Dieses Stottern dauert nun sicher schon ein dreiviertel Jahr. Kann ich irgendwelche Übungen mit ihm machen oder an wen soll ich mich wenden? Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. [code] |
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Verfasst am: 15.04.2010 [00:22]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Bettina, wenn Ihre Tochter noch jeden Morgen eine nasse Windel hat, ist sie entwicklungsbedingt einfach noch nicht so weit, dass sie nachts auch trocken bleiben kann. Das ist mit 4,5 Jahren aber noch völlig normal. Ich weiß nicht, ob Sie auch meinen E-Mail-Newsletter Elternwissen.kompakt beziehen (falls nicht, können Sie sich hier anmelden: www.elternwissen.com/newsletter/elternbrief.html), aber ich kann Ihnen verraten, dass dort nächste Woche ein ganz ausführlicher Beitrag über das nächtliche Trockenwerden kommt. Dass Kinder tagsüber einnässen, ist in diesem Alter auch relativ häufig und noch als normal anzusehen, wenn das Kind gerade mit interessanten anderen Aktivitäten (intensives Spielen, Fernsehen) beschäftigt ist. Das hat sogar einen eigenen Begriff: Spieleifernässen. Dass Ihrer Tochter das im Kindergarten nicht passiert, dürfte daran liegen, dass es ihr mega-peinlich wäre, dort vor den anderen Kindern mit einer nassen Hose dazustehen. Deswegen achtet sie im Kindergarten mehr auf ihre Blase. Daheim, wo es nicht so viel macht, wird sie bei interessanten anderen Aktivitäten schon mal "überhört". Ich denke, Ihre Tochter ist also in der Lage, ihre Blase tagsüber korrekt zu steuern, wenn es ihr wichtig genug ist. Um nasse Hosen tagsüber zu vermeiden, sollten Sie sie zur Toilette schicken, wenn Sie sehen, dass sie muss (z.B. herumtrippeln, in den Schritt fassen, auf die Fersen hocken). Ist ein Malheur passiert, sollten Sie zwar nicht schimpfen, aber darauf bestehen, dass sie sich sofort umziehen geht bzw. sobald Sie es bemerken (falls Ihre Tochter die nasse Hose erst mal so lange wie möglich verheimlicht). Dann muss sie ihr Spiel nämlich auch unterbrechen und das Umziehen dauert länger als zur Toilette gehen, sodass sie irgendwann feststellt, dass es mit dem Toilettengang schneller und praktischer geht. Was das Entwicklungsstottern Ihres Sohnes angeht, so würde ich ihn deswegen beim Kinderarzt vorstellen. Entwicklungsstottern ist zwar ein häufiges Phänomen, aber diese Phase sollte eigentlich nicht länger als sechs Monate anhalten. Ihr Sohn ist schon 4,5 Jahre alt, stottert seit etwa 9 Monaten und ist zudem selbst durch das Stottern so beeinträchtigt, dass er z.B. im Kindergarten nur das Nötigste redet. Möglicherweise wäre bei ihm eine frühzeitige logopädische Behandlung sinnvoll. Hinweise zum Stottern und Tipps zum Umgang damit finden Sie hier: www.elternwissen.com/schulkind/lerntipps/sprachstoerungen/art/tipp/lispeln-und-stottern-sprachstoerungen-bei-kindern.html Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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