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Häufiger Erzieherinnenwechsel in der Kita
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Verfasst am: 18.10.2010 [19:09]
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Ulli68
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 09.05.2009
Beiträge: 16
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Liebe Frau Dr. Schmelz, unser Sohn Christopher (zweieinhalb Jahre) besucht seit dem 01.04.10 eine Kindertagesstätte. Die Eingewöhungsphase verlief nicht ganz so optimal, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Dies lag zum einen daran, dass die Krippengruppe, in welche er versehentlich eingeteilt wurde, zu diesem Zeitpunkt erst ganz neu eröffnet wurde, zum anderen daran, dass er mit einem weiteren Kind, das damals 17 Monate alt war, diese Krippe alleine besuchte. Nach und nach kamen weitere Babys dazu und des öfteren wurden auch ältere Kinder (2 oder älter) aus den anderen Gruppen in die Krippe geholt. Das vorhandene Spielzeug war weder altersgerecht noch in ausreichender Menge vorhanden. Mein diesbezüglicher Einwand bei den Erzieherinnen hatte zur Folge, dass ich mir sagen lassen musste, ich würde zu viel verlangen und Christopher würde sich schon noch eingewöhnen. Mir war schleierhaft, wie sich unser Sohn jemals fünf Stunden lang mit Babyspielzeug beschäftigen soll, ohne dass ihm langweilig werden würde. Trotzdem hatte er sich nach etwa sechs Wochen gut eingelebt. Das Verhältnis zu seiner Bezugserzieherin war vertrauensvoll und eng. Seit August 2010 besucht er auf meinen Wunsch hin die U3-Gruppe, weil ich wollte, dass er endlich unter Gleichaltrige kommt. Auch hier gab es wieder eine Eingewöhungsphase, die seine Erzieherin mit ihm machte. Alles hat gut funktioniert. Seit etwa zwei Monaten jedoch gibt es einen enormen Personalwechsel in der gesamten Kita, so dass bis jetzt das gesamte (bisherige) Personal ausgetauscht wurde, bis auf die Leiterin. Für die Kinder bedeutet dies, dass sie sich ständig auf neue Ansprechparnter einlassen und zu ihnen Vertrauen fassen müssen. Christopher hat nun die mittlerweile fünfte Erzieherin. Diese Situation finde ich gerade für die Zwei-, bzw. unter Dreijährigen eine Zumutung. Christopher möchte seit dieser Zeit nicht mehr in den Kindergarten und es gibt wieder jeden Morgen Tränen beim Abschied. Mantra-artig wiederholt er schon zu Hause beim Anziehen bis in den Kindergarten "Mama kommt wieder, Mama kommt wieder" und wirkt dabei sehr ängstlich. Hinzu kommt, dass er auch seine Schmusedecke in der Kita nur noch beim Mittagsschlaf nehmen darf, zwischendurch beim Spielen nicht mehr. Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich ihm diese Situation angemessen erklären soll. Es hat sich auch herausgestellt, dass von Seiten des Trägers ein bestimmtes pädagogisches Konzept (offene Gruppen) erwartet wird und die Kita-Leiterin dies auch umsetzt. Wer jedoch von den Kolleginnen nicht mitmacht, wird praktisch zwangsversetzt. Es ist also auch in Zukunft zu erwarten, dass die Erzieherinnen wechseln werden. Außerdem ist es unserem Sohn auch nicht mehr gestattet, nach seinem Mittagsschlaf um 14:00 Uhr, wenn ich ihn abhole, dort noch seine Milch zu trinken. Der Grund, "wenn Mama kommt, ist es Zeit, heimzufahren", ist für mich nicht einleuchtend. Christopher wird meist um 14:00 Uhr geweckt und ist dann oft noch sehr verschlafen. Warum man ihm eine gewisse Zeit zum Wachwerden nicht gönnt, ist mir schleierhaft. Ich kann ein gerade aus dem Schlaf aufgewecktes Kind nicht einfach ins Auto schleppen und mit ihm nach Hause fahren. Auch jeder Erwachsene wünscht sich nach dem Wachwerden eine gewisse "Anlaufzeit". Dies ist den Erzieherinnen offenbar zu hoch. Nach all diesen unerfreulichen Erfahrungen würde ich gerne unsren Sohn in einer anderen Einrichtung anmelden. Würden Sie dies befürworten? Welche Meinung haben Sie zu den genannten Schilderungen? Ist das normal und von Elternseite hinzunehmen oder wäre Kritik berechtigt? Für Ihre Tipps vorab ein ganz herzliches Dankeschön. Viele Grüße Ulli68 [Dieser Beitrag wurde 4mal bearbeitet, zuletzt am 19.10.2010 um 09:41.] |
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Verfasst am: 19.10.2010 [16:28]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Ulli68, mit den ständigen Wechseln hat Ihr Kleiner ja in der Kita schon ganz schön was mitgemacht! Zweimal in einer neuen Kindergruppe eingewöhnen und fünf- oder sechsmal an eine neue Erzieherin gewöhnen. Kein Wunder, dass er sich in der Kita unsicher fühlt und am liebsten nicht mehr hingehen möchte. Natürlich wäre es jetzt nochmal eine große Umstellung, in eine neue Kita zu gehen (neue Erzieherin, neue Kinder und neue Räumlichkeiten!), aber wenn abzusehen ist, dass die Erzieherinnen in der jetzigen Kita auch zukünftig kommen und gehen werden, würde ich mir einen Wechsel der Kita wirklich ernsthaft überlegen. Sehen Sie sich infrage kommende Einrichtungen gut an (Sie wissen jetzt ja schon, was Ihnen und Ihrem Sohn wichtig ist!) und versuchen Sie eine Einrichtung mit eher kleineren Gruppen zu finden, in der die Erzieherinnen möglichst Vollzeit arbeiten, denn das sichert die größtmögliche Kontinuität an Betreuung. Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 19.10.2010 [19:27]
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Ulli68
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 09.05.2009
Beiträge: 16
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Liebe Frau Dr. Schmelz, vielen Dank für Ihren Rat. Bis jetzt haben Sie mir immer weiterhelfen können und ich bin froh, nun in dieser Angelegenheit mit meiner Meinung nicht alleine zu sein. Nach Rücksprache mit dem Träger wird es wohl sehr lange Zeit dauern, bis ein Platz in einer anderen Kita frei wird (voraussichtlich im Sommer 2011). Es ist zu vermuten, dass Christopher es bis dahin entweder in der jetzigen Einrichtung "geschafft" hat oder ich ihn irgendwie anders betreuen lassen muss. Viele liebe Grüße Ulli68 |
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