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Verfasst am: 28.10.2010 [13:16]
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Linnad
Alter Hase
Themenersteller
Dabei seit: 03.03.2010
Beiträge: 32
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Liebe Frau Dr. Schmelz, liebe Eltern, ich schreibe Ihnen heute, da ich hoffe, Sie können uns weiterhelfen. Unsere Tochter Linnea (1 Jahr alt) wacht jeden Morgen zwischen 4 Uhr und 5 Uhr auf. Dies ist für uns alle sehr belastend. Die Ursache können wir nicht genau bestimmen. Es könnte evtl. am Zahnen liegen, denn Hunger und Durst können es nicht sein. Sie trinkt am Tag 1 Liter Tee und isst ausgewogen (3 Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten und zwischendurch öfter Obst). Die (morgendliche) Situation spielt sich wie folgt ab: Linnea schläft in ihrem Zimmer und in ihrem eigenen Bettchen (-->Wir legen sie nach dem Abendbrei zwischen 19 Uhr und 19.30 Uhr ins Bett). Sie schläft dann die Nacht durch und wacht dann schreiend zw. 4 und 5 Uhr auf. Ich gehe zu ihr und nehme sie auf meinen Arm, wo sie sich innerhalb weniger Sekunden beruhigt und einschläft. Sobald ich sie jedoch zurück in ihr Bett lege, wacht sie wieder schreiend auf, stellt sich hin und hebt die Ärmchen, womit sie signalisiert, dass sie auf den Arm möchte. Ich nehme sie also wieder auf und gehe mit ihr in unser Schlafzimmer. Mein Mann bereitet ihr dann meist die Milchflasche zu (240ml) oder wir bieten ihr Tee an. Daraufhin beruhigt sie sich und döst für ungefähr 15 Minuten zwischen uns. Dann fängt sie wieder an, zu schreien und wehrt sich regelrecht dagegen, weiterhin im Bett zu bleiben. Das heißt, sie überstreckt sich, wirft sich nach hinten, schreit, versucht aus dem Bett zu krabbeln. Einer von uns steht dann mit ihr auf. Im Wohnzimmer ist dann alles in Ordnung. Sie ist gut gelaunt, spielt, erzählt und lacht mit uns. Gegen 7 Uhr bekommt sie einen Frühstücksbrei (z.B. Apfel-Bananen-Müsli) und trinkt ca. 150ml Tee. Zwischen 9 Uhr und 10 Uhr wird sie total müde und schläft normalerweise ca. 45 Minuten. Dies ist allerdings seit unserem letzten Termin anders. Trotz ihrer Müdigkeit findet sie nicht in den Schlaf und ist dann bis zum Mittagessen (zw. 12 Uhr und 12.30 Uhr) extrem quengelig. Das Mittagessen schafft sie vor lauter Müdigkeit dann kaum und schläft meistens schon während dessen ein. Ich lege sie in ihr Bettchen, wo sie dann 1 Stunde schläft. Wenn sie nicht in ihrem Bettchen einschlafen kann, was tagsüber durchaus vorkommt, lege ich sie in den Kinderwagen und gehe mit ihr ca. 30min. im Feld spazieren. Sie schläft dann 1-1,5 Std. im Kinderwagen auf unserer Terrasse. Schreiend wacht sie wieder auf, ist eigentlich noch müde, kann aber nicht mehr einschlafen. Ich trage sie ins Wohnzimmer und halte sie noch einige Zeit, biete ihr Tee an, den sie meist komplett trinkt (150ml). Am Nachmittag spielen wir dann viel miteinander, besuchen Bekannte od. die Familie, gehen in den Musikkurs, die Krabbelgruppe oder ins Kinderturnen. Linnea ist dann meist bei bester Laune, freut sich auf unsere Aktivitäten. Um 15 Uhr bekommt sie eine Zwischenmahlzeit und Tee. Oft wird sie ab 16 Uhr sehr müde und sehr quengelig, braucht sehr viel Nähe und Aufmerksamkeit, weint sehr schnell. Nach dem Abendbrei gegen 19/19.30 Uhr lege ich sie ins Bettchen. Soweit unsere derzeitige Situation mit Linnea. Wie schaffen wir es, dass sie morgens länger schläft? Was können wir tun? Welche Maßnahmen können wir ergreifen? Woran könnte es liegen, dass sie schreiend wach wird? Wir freuen uns auf Ihre baldige Rückmeldung. Mit freundlichen Grüßen, Linnad |
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Verfasst am: 28.10.2010 [14:55]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Linnad, ich fürchte, gegen das frühe Aufwachen zwischen 4 und 5 Uhr morgens lässt sich wenig machen, da Ihre Tochter dann offenbar schon so weit ausgeschlafen ist, dass sie nicht mehr richtig in den Schlaf findet. Sie könnten höchstens versuchen, Ihre Kleine sofort beim ersten morgendlichen Aufwachen mit zu sich ins Bett zu nehmen (möglichst wenig schreien lassen - da wird sie umso wacher!) und nicht mehr in ihr eigenes Bett zurück zu legen. Wenn sie zwischen Ihnen im Ehebett ihre Flasche trinkt, klappt es vielleicht nochmal mit dem Einschlafen. Am besten Flasche mit abgemessener Menge Milchpulver und abgemessener Menge heißem Wasser in einer Thermoskanne neben das Bett stellen! Dann geht es mit der Flasche ganz schnell und die Wahrscheinlichkeit, dass sie nochmal einnickt, ist größer. Überdies scheint Linnea gerade dabei zu sein, sich den Vormittagsschlaf abzugewöhnen und sich auf einen einzigen Mittagsschlaf umzustellen. Da jetzt noch einzugreifen und an den Schlafenszeiten "herumzubasteln", um diese zu verschieben, damit sie länger schläft, halte ich momentan für weniger günstig. Das Beste wäre es jetzt natürlich, wenn sie es mittags etwas länger aushalten würde, sodass sie etwas später Mittagsschlaf machen würde und entsprechend abends auch später ins Bett gehen würde. Dann würde sie morgens auch länger schlafen. Aber das schafft sie momentan noch nicht. Sie können also nur darauf warten, dass sie mit zunehmendem Alter mittags etwas länger aushält und der Tagesablauf (später abends ins Bett, morgens länger schlafen) auch für Sie wieder stimmt. Leider gibt es jetzt für diese Schlaf-Umstellungsphase kein funktionierendes Patentrezept. Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
Elternwissen auf Facebook ![]() Mein Blog: Working Mom Blog Mein E-Mail Newsletter:Jetzt kostenlos registrieren Chefredakteurin von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind" |
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Verfasst am: 28.10.2010 [21:34]
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Ulli68
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 09.05.2009
Beiträge: 16
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Liebe Linnad, ich denke auch, dass Deine Tochter dabei ist, sich das zweite Tagesschläfchen abzugewöhnen. Bei unserem Sohn (er ist jetzt schon zweieinhalb) war es damals ganz ähnlich. Er ist morgens auch um die gleiche Zeit wach geworden und ich weiß noch, wie hundemüde mein Mann und ich waren. Aber alle Versuche, ihn zum (Weiter-)Schlafen zu bringen, scheiterten. Ich konnte einfach nicht fassen, dass er um diese Zeit schon ausgeschlafen hatte. Besonders schlimm empfanden wir dies, wenn wir die Großeltern oder andere Verwandte besuchten, denn auch dort waren wir morgens schon um 4:30 Uhr wach. Ich kann mich gut in Deine momentane Lage hineinversetzen, weil sie sehr nervenaufreibend ist, aber sie geht vorbei. Bei uns hat es zwei bis drei Monate gedauert, bis sich unser Sohn an diesen Schlafrhythmus gewöhnt hatte, aber dann gings wirklich prima. Und das bis heute. Man staunt ja immer, welche Energie unsere Kleinen aufbringen können, aber dauerhaft halten sie dies noch nicht durch. Daher: Auch wenn es zurzeit sehr hart ist: Haltet durch. Alles Gute Ulli68 |
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