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Verfasst am: 12.09.2010 [14:58]
brimi
Alter Hase
Themenersteller
Dabei seit: 28.04.2009
Beiträge: 23
Hallo!
Mein Sohn wird nächsten Monat 3 Jahre alt. Er ist ein "Papakind", er weint wenn Papa zur Arbeit geht und ist den meisten Tag traurig, dass Papa nicht da ist. Mein Mann ist wenig zuhause, er arbeitet im Schichtdienst bei der Bahn, muss 2 Std. zur Arbeit hinfahren und ist dann mind. am Tag 13-16 Std. unterwegs (4 Std. tgl. braucht er für Hin- und Rückweg).Oft kommt er nur zum Schlafen nach Hause. Nächste Woche ist mein Mann von der Arbeit aus eine Woche in Bad Driburg. Was kann ich tun, um meinem Sohn die "lange" Trennung zu erleichtern?
Außerdem muss er nächste wieder in den Kindergarten (diese Woche war er krank), mein Sohn will überhaupt nicht mehr in den Kindergarten, das sagt er nahezu jeden Tag. Er wurde dort gehauen hat er erzählt, wehren kann er sich noch nicht. Einmal hat er sich, bei dem Versuch die Windel mal wegzulassen, eingenässt. Die Erzieherin erzählte es mir, in dem Beisein meines Sohnes, und hat sogar total theatralisch sein Verhalten nachgestellt hat gequengelt und mit den Armen gerudert. Seit dem Tag muss ich sagen, geht er auch nicht mehr gerne hin. Ich sagte ihr, dass ich das Verhalten nicht richtig fand und ich das nicht mehr möchte, daraufhin sagt sie nur Ach so? Ja, gut! Ich bin die erste Stunde immer dabei, dann verabschiede ich mich von ihm. Soll ich ihn aus dem Kiga rausnehmen oder ihn statt 3 Tagen nur noch 2 Tage hingeben oder soll ich einfach mal abwarten? Mein Mann ging nie gerne in den Kiga, er hat durch ihn einen Knacks bekommen, denn er fühlte sich immer abgeschoben. Unser Sohn ist sehr sensibel(wie wir Eltern), ich will nicht, dass er leidet. Bitte helfen Sie mir, die richtige Entscheidung zu treffen. Vielen, vielen Dank im Voraus!!
LG brimi
Antworten Profil
Verfasst am: 12.09.2010 [18:05]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
Liebe brimi,
leider können Sie wenig tun, damit Ihr Sohn den Papa weniger vermisst, denn ich bin mir sicher, dass Sie schon liebevoll auf ihn eingehen und sich viel mit ihm beschäftigen. Ihr Sohn wird sich mit der Zeit daran gewöhnen, dass Papa so wenig zuhause ist. Sicher kümmert sich Ihr Mann, wenn er dann mal da ist, liebevoll um den Kleinen.

Vielleicht gibt es ein schönes Foto von Papa und Sohn, dass Sie aufstellen können. Gibt es die Möglichkeit, dass Ihr Mann zumindest einmal täglich anruft, damit Ihr Kleiner ihn wenigstens am Telefon hören kann? Hilfreich könnte auch ein spezielles Kuscheltier sein, das er vor der Abreise von Papa geschenkt bekommt. Papa kann es an sich drücken und dadurch "mit Liebe aufladen". Wenn Ihr Sohn den Papa vermisst, kann er sich ihm durch das Kuscheltier näher fühlen.

Ich kann verstehen, dass Ihr Sohn nicht mehr in den Kindergarten gehen will, wenn er dort von größeren Kindern gehauen wird. Auch hat ihn die Erzieherin wegen der Einnäss-Geschichte bloßgestellt und wenn sie das offen vor Ihnen tut, weiß man natürlich nicht, wie unsensibel sie mit den Kleinen umgehent, wenn es keiner mitkriegt...

Prinzipiell plädiere ich immer dafür, Probleme mit der Erzieherin zu klären, weil das der einzig sinnvolle Weg ist (Tipps dazu siehe hier: www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/kindergarten/art/tipp/httpwwwelternwissencomerziehung-entwicklungkindergartenarttipp-5html.html). Wenn jedoch keine Besserung zu erwarten ist, würde ich persönlich ein sehr sensibles Kind, das noch nicht einmal drei Jahre alt ist, eher nochmal aus dem Kindergarten nehmen und es erst ein Jahr später (eventuell in einem anderen Kindergarten) nochmal neu beginnen lassen. Wenn Ihr Sohn nicht mehr in diesen Kindergarten gehen mag, weil man dort nicht so auf ihn eingehen kann, wie er das bräuchte, wird auch eine Verringerung von 3 auf 2 Tagen nicht viel bringen. Vielleicht wäre es für Ihren Sohn günstiger, wenn er erst mal in eine Spielgruppe ginge , die ein- oder zweimal wöchentlich für 2 Stunden stattfindet.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 12.09.2010 [20:08]
brimi
Alter Hase
Themenersteller
Dabei seit: 28.04.2009
Beiträge: 23
Sehr geehrte Frau Schmelz,
herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort! Ja der Papa kümmert sich wenn er da ist viel und liebevoll um unseren Sohn. Ihre Tipps sind eine große Hilfe für uns, Danke dafür! Ja, der Papa hat die Möglichkeit zu telefonieren, das werden wir auch denn täglich tun.
Ich glaube Sie haben wirklich recht, in einer Spielegruppe würde es ihm wahrscheinlich besser gehen. So werden wir es denke ich auch machen, ich werde es mit meinem Mann besprechen.
Liebe Grüße!
brimi
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