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Imaginäre Freunde u. keine Ausdauer beim Spielen


Autor Nachricht
Verfasst am: 08.11.2010 [18:24]
Miajulie
Alter Hase
Themenersteller
Dabei seit: 01.01.2010
Beiträge: 29
Liebe Frau Dr. Schmelz!

Meine Tochter wird im Februar drei Jahre alt und sie hat nun schon seit dem Sommer ihre imaginären Freunde besser gesagt Tiere. Da sitzt plötzlich ein Vogel bei ihr auf den Arm oder sie geht mit dem Hund spazieren oder sie redet mit einem Biber.
Gestern hat sie fast eine halbe Stunde mit ihren Katzenkindern gespielt und sie ganz lieb versorgt.
Wir gehen auch darauf ein und ich frage dann zB ob ich sie auch mal streicheln darf.
Ich habe zwar schon öfters von imaginären Freunden gehört, aber sie hat ja keinen fixen, sondern sie wechselt die Tiere täglich aus. Vielleicht können Sie mir sagen, inwieweit das normal ist?

Meine weitere Frage ist, wenn ich mit ihr spiele (Memory, Lotto, Puzzle, Colorama) dann hat sie nie die Ausdauer ein Spiel zu Ende zu bringen. Beim Puzzle geht es vielleicht noch, aber sie möchte etwas spielen und eine Minute später ist es schon nicht mehr interessant und sie mag aufhören.
Kann ich von meiner fast dreijährigen Tochter schon etwas mehr Ausdauer verlangen, oder ist das normal

Lg
Antworten Profil
Verfasst am: 08.11.2010 [21:23]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
Liebe Miajulie,
Sie machen es mit den unsichtbaren Freunden bzw. Tieren Ihrer Tochter genau richtig! Imaginäre Freunde kommen relativ häufig vor (siehe auch hier: www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/wenn-kinder-einen-unsichtbaren-freund-haben.html) und es ist auch nicht bedenklich, dass es immer wieder andere Tiere sind. Alles ganz normal und völlig unbedenklich! Ich vermute, dass Ihre Tochter sehr tierlieb ist und sich auf diese Weise die Tiere herbeiwünscht, die sie gerne hätte bzw. mit denen sie eben gerade spielen möchte. Sie scheint mit den unsichtbaren Tieren auch bereits richtige Rollenspiele zu spielen (Katzenkinder versorgen und mit ihnen spielen), was für eine recht fortgeschrittene soziale Entwicklung spricht.

Dass Ihre Tochter bei Gesellschaftsspielen noch keine rechte Ausdauer zeigt, ist in diesem Alter (sie ist ja erst 2 3/4 Jahre!) noch als normal anzusehen. Ich würde mir höchstens dann Sorgen machen, wenn sie auch bei anderen Spielen nie länger als zwei bis drei Minuten bei der Sache bleiben könnte. Aber bei ihren Rollenspielen kann sie ja bereits eine halbe Stunde dabei bleiben (eine halbe Stunde mit den Katzenkindern spielen), sodass sie sich sicherlich ausreichend konzentrieren kann. Bei Puzzles können Sie versuchen, sie zum Fertigmachen zu motivieren, aber Spiele wie Memory oder Lotto würde ich abbrechen, wenn sie keine Lust mehr dazu hat. Sowas lernt sie dann auch im Kindergarten und wenn mehrere Gleichaltrige mitspielen, ist das etwas ganz anderes als daheim mit Mama alleine...

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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